© 2026 Lokalbüro / KI-generiertes Bild mit ChatGPT

© 2026 Lokal­büro / KI-gene­rier­tes Bild mit ChatGPT

 

Mit den stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren begin­nen auch in Düs­sel­dorf die Hor­nis­sen-Köni­gin­nen wie­der, geeig­nete Plätze für ihre Nes­ter zu suchen. Wer jetzt ein sol­ches Nest am Haus ent­deckt, sollte zunächst ruhig blei­ben – denn die hei­mi­sche Hor­nisse (Vespa crabro) ist trotz ihrer beein­dru­cken­den Größe ein eher fried­fer­ti­ges Tier, das dem Men­schen in den meis­ten Fäl­len nichts zuleide tut. Sie ist die größte hei­mi­sche Wes­pen­art und kann als Köni­gin bis zu vier Zen­ti­me­ter lang wer­den. Die zuneh­mend in Deutsch­land anzu­tref­fende Asia­ti­sche Hor­nisse ist im Ver­gleich klei­ner und dunk­ler, aber noch immer über­wiegt in unse­ren Brei­ten die hei­mi­sche Art.

Für andere Insek­ten hin­ge­gen ist die Hor­nisse ein gefürch­te­ter Räu­ber: Klei­nere Wes­pen­ar­ten und Stech­mü­cken die­nen ihr als Nah­rung für die Brut, womit sie einen wert­vol­len Bei­trag zur natür­li­chen Schäd­lings­be­kämp­fung leis­tet. Ihre Nes­ter legt die Köni­gin bevor­zugt in hoh­len Bäu­men an Wald­rän­dern an – doch weil sol­che ursprüng­li­chen Lebens­räume immer sel­te­ner wer­den, weicht sie zuneh­mend auf Dach­stühle oder Vogel­häus­chen aus. Dort ent­ste­hen kunst­voll gefer­tigte Papier­nes­ter aus zer­kau­tem mor­schem Holz und Spei­chel, die im Spät­som­mer hun­derte Tiere beher­ber­gen kön­nen. Ab Okto­ber ster­ben alle Mit­glie­der des Staa­tes ab; ledig­lich die befruch­te­ten Jung­kö­ni­gin­nen über­win­tern und grün­den im Früh­jahr an einem neuen Stand­ort einen eige­nen Staat. Wer also ein­mal Hor­nis­sen am Haus hatte, muss nicht befürch­ten, dass die­sel­ben Tiere zurückkehren.

Hor­nis­sen ste­chen äußerst sel­ten und nur dann, wenn sie ihr Nest in unmit­tel­ba­rer Gefahr wäh­nen. Der Stich ist schmerz­haft, aber nicht gefähr­li­cher als der einer Biene oder Wespe und wird ent­spre­chend behan­delt. Bei All­er­gi­kern gilt wie bei allen Haut­flüg­lern beson­dere Vor­sicht. Anders als die Deut­sche oder Gemeine Wespe inter­es­siert sich die Hor­nisse übri­gens nicht für Mar­me­lade, Wurst oder süße Som­mer­ge­tränke – am Kaf­fee­tisch im Gar­ten bleibt sie eine unbe­schwer­li­che Nachbarin.

Da die Hor­nisse in der freien Land­schaft sel­ten gewor­den ist, steht sie unter stren­gem Arten­schutz. Es ist ver­bo­ten, sie in ihrer Lebens­weise zu beein­träch­ti­gen oder zu töten. Wer sich den­noch durch ein Nest im Dach­stuhl, im Mau­er­werk oder im Gar­ten beein­träch­tigt fühlt, kann sich an die Untere Natur­schutz­be­hörde im Gar­ten­amt wen­den. Die Fach­leute bera­ten und prü­fen im Ein­zel­fall, ob etwa eine Umsied­lung des Nes­tes mög­lich ist. Erreich­bar ist die Behörde unter der Ruf­num­mer 0211–8994800 sowie per E‑Mail an unb@duesseldorf.de.

 

Werbung

Wer­bung bitte anklicken !