Christopher Street Day 2026 © LB / Olaf Oidtmann
 Christopher Street Day 2026 © LB / Olaf Oidtmann
 Christopher Street Day 2026 © LB / Olaf Oidtmann

Regen­bo­gen­far­ben, Musik und klare Bot­schaf­ten: Der Chris­to­pher Street Day 2026 hat am Sams­tag wie­der Tau­sende Men­schen in die Düs­sel­dor­fer Innen­stadt gelockt. Unter dem Motto „Wir blei­ben bunt und laut!” zog die Demons­tra­tion der quee­ren Com­mu­nity durch die Lan­des­haupt­stadt. Der Graf-Adolf-Platz war bereits am frü­hen Nach­mit­tag fest in der Hand von Umzugs­wa­gen, Fuß­grup­pen und Schau­lus­ti­gen – eine Atmo­sphäre, die ein wenig an den Kar­ne­val erin­nerte, aber mit einem ande­ren, poli­tisch kla­ren Vorzeichen.

Rund 50 Grup­pen betei­lig­ten sich an dem Zug. Dar­un­ter waren neben meh­re­ren Trucks auch Fuß­grup­pen, die das bunte Bild auf der Straße präg­ten. Beson­ders ins Auge fiel ein Wagen des KG Regen­bo­gen, des größ­ten schwul-les­bi­schen Kar­ne­vals­ver­eins Deutsch­lands. Seine über­le­bens­gro­ßen Figu­ren – unter Mit­wir­kung des Düs­sel­dor­fer Wagen­künst­lers Jac­ques Tilly gestal­tet – tru­gen Bot­schaf­ten wie „Inklu­sion” und „Respekt” in die Höhe. Auch einige Unter­neh­men reih­ten sich in den Demons­tra­ti­ons­zug ein.

Nicht alle Teil­neh­mer kamen in aus­ge­las­se­ner Fei­er­laune. Viele nutz­ten den Tag bewusst als poli­ti­sches Zei­chen. Wer mit den Demons­tran­ten ins Gespräch kam, hörte immer wie­der, dass die Sicht­bar­keit der quee­ren Com­mu­nity in Düs­sel­dorf wich­ti­ger sei denn je – gerade weil die Zahl dau­er­haf­ter Treff­punkte wie Bars und Clubs in der Stadt spür­bar zurück­ge­gan­gen sei. Meh­rere Teil­neh­mer spra­chen auch von einem gesell­schaft­li­chen Stim­mungs­wan­del: Das Gefühl, als que­ere Per­son zuneh­mend auf Wider­stand zu sto­ßen, sei gewach­sen. Zum ers­ten Mal war in die­sem Jahr auch die Dia­ko­nie Düs­sel­dorf mit einem eige­nen Kon­tin­gent ver­tre­ten und setzte damit ein Zei­chen für die Belange quee­rer Senio­ren in der Stadt.

Der Demons­tra­ti­ons­zug setzte sich am frü­hen Nach­mit­tag vom Graf-Adolf-Platz in Bewe­gung und führte über die Fried­rich-Ebert-Straße und die Hein­rich-Heine-Allee bis zum Johan­nes-Rau-Ufer am Rhein. Die Poli­zei Düs­sel­dorf zog hin­ter­her eine posi­tive Bilanz: Es habe wäh­rend der gesam­ten Ver­an­stal­tung keine nen­nens­wer­ten Zwi­schen­fälle gege­ben, teilte eine Spre­che­rin auf Anfrage mit

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