Symbolbild Bundespolizei am HBF © Lokalbüro

Sym­bol­bild Bun­des­po­li­zei am HBF © Lokalbüro

 

Gleich meh­rere Haft­be­fehle lagen gegen einen 36-jäh­ri­gen Alge­rier vor, als Beamte der Bun­des­po­li­zei ihn am Mon­tag im Düs­sel­dor­fer Haupt­bahn­hof fest­nah­men. Auf­ge­flo­gen war der Mann zunächst, weil er beim Aus­stieg aus dem ICE 517 – der Zug war von Dort­mund nach Düs­sel­dorf unter­wegs – eine gefälschte bel­gi­sche Iden­ti­täts­karte vorlegte.

Zivil­fahn­der der Bun­des­po­li­zei hat­ten den 36-Jäh­ri­gen bereits wäh­rend der Fahrt im Zug im Blick gehabt. Nach dem Aus­stei­gen über­nah­men uni­for­mierte Kol­le­gen und brach­ten ihn zur Dienst­stelle der Bun­des­po­li­zei am Haupt­bahn­hof. Dort stellte sich her­aus, dass der Mann gleich mehr­fach im Fahn­dungs­sys­tem ein­ge­tra­gen war.

Die Staats­an­walt­schaft Dort­mund hatte gegen ihn einen Unter­su­chungs­haft­be­fehl wegen des Ver­dachts des beson­ders schwe­ren Falls des Dieb­stahls erlas­sen. Dar­über hin­aus lagen eine Aus­schrei­bung zur Aus­wei­sung und Abschie­bung der Kreis­ver­wal­tung Unna sowie eine wei­tere Auf­ent­halts­er­mitt­lung der Staats­an­walt­schaft Dort­mund vor – eben­falls wegen Dieb­stahls. Zusätz­lich besteht ein Euro­päi­scher Haft­be­fehl Öster­reichs, mit dem die Aus­lie­fe­rung des Man­nes ange­strebt wird. Im Schen­ge­ner Infor­ma­ti­ons­sys­tem waren außer­dem zwei Rück­kehr­ent­schei­dun­gen gespei­chert, aus­ge­stellt von Bel­gien und Spanien.

Die Bun­des­po­li­zei lei­tete meh­rere Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein. Der Fest­ge­nom­mene wurde noch am Mon­tag dem zustän­di­gen Haft­rich­ter in Dort­mund vorgeführt.