
Deutsche Oper am Rhein @ Lokalbüro
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat in seiner Sitzung am Donnerstag einen Grundsatzbeschluss gefasst, um den Spielbetrieb der Deutschen Oper am Rhein am Standort Heinrich-Heine-Allee 16a zu sichern. Bereitgestellt werden Mittel in Höhe von 2,75 Millionen Euro für die Planung zwingend erforderlicher baulicher Maßnahmen. Zugleich erhöht die Stadt die jährlichen Instandhaltungsmittel für das Operngebäude dauerhaft von bislang einer Million Euro auf künftig 1,5 Millionen Euro.
Mit der Planung und Umsetzung der Arbeiten wurde die Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) beauftragt. Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören Arbeiten an der Heizungs- und Klimatechnik, Vorkehrungen zur Sicherstellung der Trinkwasserhygiene, statische Ertüchtigungen am Foyerdach und am Bühnenturm sowie die Erneuerung und Erweiterung des Brandschutzes. Mit den Bauarbeiten soll voraussichtlich im dritten Quartal 2027 begonnen werden.
Parallel dazu beauftragt die Stadt Untersuchungen zur Frage, wie der Opernbetrieb auch über die 2030er Jahre hinaus aufrechterhalten werden kann – allerdings unter Verzicht auf viele Verbesserungen, die ein Neubau mit sich gebracht hätte.
Hintergrund des Beschlusses ist die Entscheidung von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, die Planungen für ein neues Opernhaus zu stoppen. Keller hatte Anfang Juni 2026 erklärt, dass die aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen einen Neubau nicht mehr zuließen. Das ambitionierte Projekt „Opernhaus der Zukunft” ist damit vorerst Geschichte. Die Stadt konzentriert sich nun darauf, das bestehende Haus an der Heinrich-Heine-Allee fit zu halten – ein Kompromiss, der den Kulturbetrieb sichert, aber den strukturellen Erneuerungsbedarf des in die Jahre gekommenen Gebäudes nicht löst.


