Mit einem Empfang im Rathaus wurde zahlreichen Spendern, Förderern sowie Partnern des Projekts "Housing First Düsseldorf" für ihr herausragendes Engagement am Mittwoch, 24. Juni 2026, gedankt. ©     Landeshauptstadt Düsseldorf/Claus Langer

Mit einem Emp­fang im Rat­haus wurde zahl­rei­chen Spen­dern, För­de­rern sowie Part­nern des Pro­jekts “Housing First Düs­sel­dorf” für ihr her­aus­ra­gen­des Enga­ge­ment am Mitt­woch, 24. Juni 2026, gedankt. © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Claus Lang

 

Mit einem Emp­fang im Rat­haus hat Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler am Mitt­woch gemein­sam mit Hubert Osten­dorf, Geschäfts­füh­rer des Stra­ßen­ma­ga­zins fif­ty­fifty, zahl­rei­chen Spen­dern, För­de­rern und Part­nern des Pro­jekts „Housing First Düs­sel­dorf” gedankt. Anlass war ein bemer­kens­wer­ter Mei­len­stein: Seit dem Start des Pro­jekts im Okto­ber 2021 konn­ten inzwi­schen 150 ehe­mals obdach­lose Men­schen in eine eigene Woh­nung ver­mit­telt werden.

Der Ansatz von „Housing First” ist bewusst unkon­ven­tio­nell: Die Betrof­fe­nen erhal­ten zunächst eine eigene Woh­nung mit regu­lä­rem Miet­ver­trag und wer­den anschlie­ßend durch Sozi­al­ar­bei­ter indi­vi­du­ell beglei­tet – in den Berei­chen Gesund­heit, Selbst­stän­dig­keit, Qua­li­fi­zie­rung und Beschäf­ti­gung. Das Ziel ist nicht die vor­über­ge­hende Unter­brin­gung, son­dern die dau­er­hafte Über­win­dung von Woh­nungs­lo­sig­keit. Die Ent­wick­lung des Pro­jekts belegt des­sen Erfolg: Im Januar 2024 wurde die 50. Woh­nung ver­mit­telt, rund andert­halb Jahre spä­ter die 100. und im Juni 2026 schließ­lich die 150. Kel­ler betonte beim Emp­fang die Ambi­tio­nen der Stadt: „Unser Ziel ist es, durch das Pro­jekt per­spek­ti­visch ins­ge­samt rund 600 Men­schen in Woh­nun­gen zu brin­gen. Das ist eine große Her­aus­for­de­rung. Aber wir kön­nen sie meistern.”

Die benö­tig­ten Woh­nun­gen wer­den gemein­sam mit fif­ty­fifty, Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten sowie pri­va­ten Inves­to­ren und Ver­mie­tern bereit­ge­stellt. Mehr als ein Drit­tel des Bestan­des stammt inzwi­schen aus pri­va­ter Hand – ein Zei­chen dafür, dass das gesell­schaft­li­che Enga­ge­ment für das Pro­jekt wächst. Beim Emp­fang schil­der­ten fif­ty­fifty-Street­wor­ker Oli­ver Ongaro und „Pino”, ein Pro­jekt­teil­neh­mer, aus per­sön­li­cher Per­spek­tive, wel­che Bedeu­tung ein eige­nes Zuhause für einen gelin­gen­den Neu­start hat. Als Wert­schät­zung erhiel­ten die anwe­sen­den Spen­der einen Druck eines Kunst­werks von „Kri­ckel Kra­ckel”, eben­falls Teil­neh­mer von „Housing First Düsseldorf”.

Vor­ge­stellt wurde beim Emp­fang außer­dem das neue Pro­gramm „Housing First meets MAGS”: In der Kan­tine des Minis­te­ri­ums für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len kön­nen ehe­mals woh­nungs­lose Men­schen künf­tig prak­ti­sche Erfah­run­gen in einem pro­fes­sio­nel­len Küchen­be­trieb sam­meln und sich so auf den Wie­der­ein­stieg ins Berufs­le­ben vorbereiten.

 

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