
Symbolbild Geschwindigkeitsmessung durch die Polizei © Lokalbüro
Der Verkehrsdienst der Düsseldorfer Polizei hat am vergangenen Freitag von den Nachmittagsstunden bis in den Abend hinein auf zwei stark befahrenen Streckenabschnitten die Geschwindigkeit gemessen: auf der Oberkasseler Brücke und der Münchener Straße. Insgesamt gerieten 398 Fahrzeuge in die Kontrollen der Beamtinnen und Beamten. Bei sechs Fahrzeugführern fiel die Überschreitung so deutlich aus, dass ihnen nun ein Fahrverbot droht.
Auf der Oberkasseler Brücke, wo Tempo 50 gilt, maßen die Kontrolleure 50 Fahrzeuge, die zu schnell unterwegs waren, darunter acht Kradfahrer. In sechs Fällen lag die Überschreitung bei mehr als 30 km/h – die Grenze, ab der ein Fahrverbot droht.
Den traurigen Rekord der Kontrolle stellte ein 28-jähriger Düsseldorfer auf, der mit seinem Krad 92 km/h drauf hatte und damit 39 km/h zu schnell unterwegs war. Auch ein 36-jähriger Düsseldorfer fiel den Beamten auf: Er wurde mit 70 km/h gemessen, 17 km/h zu viel. Während die Polizei ihn kontrollierte, meldeten sich mehrere Zeuginnen und Zeugen und berichteten, der Mann sei kurz zuvor auf der Maximilian-Weyhe-Allee mit gezogener Handbremse gedriftet und habe auf diese Weise auch abgebogen. Bei der Überprüfung stellte sich zudem heraus, dass derselbe Fahrer bereits am Tag zuvor an gleicher Stelle mit 117 km/h brutto unterwegs gewesen war. Die Polizei leitete daraufhin einen Bericht an die Führerscheinstelle weiter, der die charakterliche Eignung des Mannes zum Führen von Kraftfahrzeugen prüfen soll, sowie eine Meldung an die Ordnungsbehörde. Zusätzlich sprachen die Beamten eine sogenannte Gefährderansprache aus und stellten weitere Maßnahmen in Aussicht.
Auffällig wurde außerdem ein 60-jähriger Mann aus Meerbusch, der mit seiner Vespa 62 km/h erreichte. Eigentlich sollte es sich um ein Kleinkraftrad handeln – die gemessene Geschwindigkeit ließ die Polizei jedoch an einer Manipulation zweifeln. Durch eine solche Veränderung wäre aus dem Kleinkraftrad technisch ein Leichtkraftrad geworden. Die Beamten stellten das Fahrzeug daraufhin sicher, um es begutachten zu lassen und zu klären, ob die Betriebserlaubnis erloschen ist.
Noch deutlicher fiel die Bilanz auf der Münchener Straße aus, wo Tempo 70 erlaubt ist: Hier registrierte die Polizei 348 Geschwindigkeitsüberschreitungen, davon 21 durch Kradfahrer.