
Deutsche Oper am Rhein © Lokalbüro
Die anhaltende Hitzewelle zwingt die Deutsche Oper am Rhein zu Absagen: Wegen der für das Wochenende erwarteten Temperaturen von bis zu 40 Grad werden zwei Vorstellungen des Ballett am Rhein kurzfristig gestrichen. Betroffen ist zunächst „Endstation Sehnsucht” im Opernhaus Düsseldorf am Freitag, 26. Juni 2026, sowie das dreiteilige Programm „Signaturen” im Theater Duisburg am Samstag, 27. Juni 2026.
Nicht abgesagt werden hingegen die Opernpremiere von Giuseppe Verdis „Il trovatore” am Samstag und die Vorstellung von Donizettis „La Cenerentola” am Sonntag – beide im Opernhaus Düsseldorf. Allerdings entfallen die Werkeinführungen zu beiden Abenden sowie die traditionelle öffentliche Premierenfeier am Samstag, da die Foyers nicht klimatisiert sind. Das für Sonntag, 28. Juni, um 11.00 Uhr geplante Konzert „Symphoniker im Foyer” wird in die Neanderkirche verlegt.
Die Geschäftsführende Direktorin der Deutschen Oper am Rhein, Alexandra Stampler-Brown, begründete die Entscheidung mit dem Schutz aller Beteiligten: Nach Auswertung der Messdaten und Wetterprognosen seien auf den Bühnen bislang einzigartig hohe Temperaturen zu erwarten. „Sicherheit und Gesundheitsschutz haben für uns oberste Priorität”, so Stampler-Brown. Der Künstlerische Leiter Marwin Wendt ergänzte, die prognostizierten Temperaturen stellten für die Tänzerinnen und Tänzer angesichts ihrer außerordentlich hohen physischen Belastung eine akute gesundheitliche Gefährdung dar.
Hintergrund der Absagen ist die bauliche Situation beider Häuser: Weder das Opernhaus Düsseldorf (erbaut 1875, wiedereröffnet 1956) noch das Theater Duisburg (erbaut 1912, wiedereröffnet 1950) verfügen auf der Bühne oder in den Backstage-Bereichen über technische Kühlanlagen. Nur die Zuschauerräle sind entsprechend ausgestattet. Durch die Abwärme von Scheinwerfern, bühnentechnischen Anlagen und aus den Sälen heize sich die Luft auf den Bühnen bei anhaltender Außenhitze schneller und intensiver auf als in früheren Sommern.
Karteninhaber der abgesagten Vorstellungen werden von der Deutschen Oper am Rhein direkt kontaktiert. Wer seine Karten über ein externes Vorverkaufsbüro oder eine Besucherorganisation erworben hat, wird gebeten, sich direkt dort zu melden.


