
Symbolbild Rettungswagen © Lokalbüro
Der 25. Juni 2026 war einer der heißesten Tage des bisherigen Jahres – und für Feuerwehr und Rettungsdienst in Düsseldorf ein echter Kraftakt. Bis zum Dienstende am Freitagmorgen um 7 Uhr zählte die Leitstelle insgesamt 516 Einsätze, darunter 30 Feuermeldungen, 45 technische Hilfeleistungen, 309 Notfalleinsätze sowie 132 Krankentransporte.
Bereits kurz nach Dienstbeginn am Donnerstagmorgen rollten die ersten Fahrzeuge aus – zunächst überwiegend zu Brandmeldeanlagen, die durch technische Störungen ausgelöst wurden. Bis Mitternacht registrierte die Leitstelle 23 solcher Fehlalarme, bei denen die Einsatzkräfte meist nur kontrollierend tätig werden mussten. Hinzu kamen 15 technische Hilfeleistungen am Vormittag – von Personen hinter verschlossener Tür über Tiere in Not bis hin zu Aufzugsstörungen und Gasgeruch. Parallel dazu waren Notfallsanitäter und Notärzte der Feuerwehr sowie der Partnerorganisationen ASB, DRK, JUH, MHD und Falck schon bis Mittag zu 110 Einsätzen ausgerückt, zumeist wegen internistischer Beschwerden.
Konkrete Beispiele zeigen, wie abwechslungsreich und fordernd der Tag war. Um 9.50 Uhr meldete ein Bürogebäude an der Helmholtzstraße Rauch im ersten Obergeschoss – Ursache war angebranntes Essen, das Gebäude wurde vorsorglich geräumt, die Feuerwehr musste nicht eingreifen. Nur knapp 20 Minuten später, um 10.08 Uhr, brannte es in Lichtenbroich in einer Stromunterverteilung; ein CO₂-Löscher reichte aus, um das Feuer zu bekämpfen. Am Nachmittag um 14.55 Uhr sprach das Sicherheitsventil eines 4.000-Liter-Propangastanks im Hafen an – die Feuerwehr kühlte den Behälter ab, bereits nach 15 Minuten schloss sich das Ventil eigenständig. Am späten Abend schließlich wurde kurz vor Mitternacht ein Mensch am Hauptbahnhof von einer Straßenbahn erfasst; Notarzt und Sanitäter versorgten die Person vor Ort und brachten sie ins Krankenhaus.
Außerdem musste die Feuerwehr gleich zweimal Schwimmer aus dem Rhein retten – beide Personen konnten das Wasser eigenständig verlassen und blieben unverletzt. Die Feuerwehr nutzt die Gelegenheit zu einem eindringlichen Appell: Das Baden im Rhein ist verboten und lebensgefährlich. Starke Strömungen, Strudel an Buhnen und Kribben sowie die Sogwirkung vorbeifahrender Schiffe machen den Fluss auch für erfahrene Schwimmer unberechenbar. Wer die Kräfte des Rheins unterschätzt, riskiert sein Leben.
Trotz des außergewöhnlich hohen Einsatzaufkommens war die Einsatzbereitschaft laut Feuerwehr zu keinem Zeitpunkt gefährdet – auch dank der Unterstützung durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr. Bürger werden gebeten, im Zweifelsfall nicht zu zögern und den Notruf 112 zu wählen.

