
Grundsteinlegung Wilhelm-Kreis-Straße 3, Gruppenbild mit Zeitkapsel, von links nach rechts: Victor von Detmering (Geschäftsführer domoplan Baugesellschaft mbH), Dr. Eva-Maria Illigen-Günther (Geschäftsführerin SWD), Klaus Feldhaus (Geschäftsführer SWD), Dr. Friederike Nesselrode (Leiterin des Amtes für Wohnungswesen der Landeshauptstadt Düsseldorf) und Julien Mounier (Vorstandvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf); Copyright SWD, Fotograf Bernd Schaller
Auf dem Gelände eines ehemaligen Heizwerks der Stadtwerke Düsseldorf entsteht derzeit ein neues Zuhause für viele Familien: An der Wilhelm-Kreis-Straße 3 haben die Leiterin des Amtes für Wohnungswesen, Dr. Friederike Nesselrode, der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Düsseldorf, Julien Mounier, sowie SWD-Geschäftsführer Klaus Feldhaus gemeinsam den Grundstein für ein neues Mehrfamilienhaus gelegt. Rund 9,1 Millionen Euro investiert die städtische Wohnungsgesellschaft SWD in das Projekt, das auf dem alten Fundament des stillgelegten Heizwerks errichtet wird. Bereits im Spätsommer 2027 sollen die drei Gebäudeteile fertiggestellt sein.
Bezahlbarer Wohnraum für Garath
Von den insgesamt 35 geplanten Wohneinheiten sind 29 öffentlich gefördert, sechs weitere profitieren von der städtischen Impulsförderung. Die Wohnungen verteilen sich auf 22 Zweizimmer‑, sieben Dreizimmer- und sechs Vierzimmer-Wohnungen und sollen so für eine gute soziale Mischung im Haus sorgen. 17 Wohnungen entstehen im Förderweg A mit einer Kaltmiete von 7,85 Euro pro Quadratmeter, zwölf weitere im Förderweg B für 9,00 Euro pro Quadratmeter. Die sechs impulsgeförderten Wohnungen werden mit einer Startmiete von 12 Euro pro Quadratmeter angeboten – auch das gilt in Düsseldorf noch als vergleichsweise günstig.
Dr. Friederike Nesselrode lobte das Engagement der SWD: Das Unternehmen vergrößere mit dem Neubau erfolgreich sein Angebot an öffentlich gefördertem Wohnraum. Jede neue Wohnung helfe Menschen, die es auf dem angespannten Wohnungsmarkt schwer hätten. Sie dankte SWD und Stadtwerken für die gemeinsame Realisierung des Projekts und bezeichnete die Umwandlung von Gewerbe- in Wohnstandorte als interessanten Weg, um das Wohnraumangebot in der Landeshauptstadt weiter auszubauen.
Altes Fundament, neues Konzept
Besonders macht das Projekt aus Sicht der Verantwortlichen die enge Verbindung von Alt und Neu. Das Architekturbüro Henning-Shin hat einen Entwurf erarbeitet, bei dem das Bodenfundament des ehemaligen Heizwerks weiterverwendet wird und nun als Grundlage für das neue Mehrfamilienhaus dient. Als Generalunternehmer fungiert die Firma domoplan, mit der die SWD in den vergangenen Jahren bereits vier Mehrfamilienhäuser in Flingern realisiert hat.
Klaus Feldhaus hob zudem die langfristige Kooperation mit den Stadtwerken hervor, die das Grundstück 2024 an die SWD verkauft hatten. Im Rahmen des Kaufvertrags wurde vereinbart, dass die SWD künftig jährlich fünf Wohnungen aus ihrem gesamten Bestand zunächst Beschäftigten der Stadtwerke Düsseldorf anbietet – eine Kooperation, die auf 15 Jahre angelegt ist.
Julien Mounier betonte die symbolische Bedeutung des Projekts für die Stadtwerke: Durch die Transformation der eigenen Energieerzeugung sei der Platz entstanden, den die SWD nun für bezahlbaren Wohnraum nutze. Das Projekt zeige, wie in Düsseldorf gemeinsam Wandel gestaltet werde, so Mounier: Man ersetze alte Strukturen nicht einfach, sondern entwickle sie weiter.
Nachhaltiges Bauen im Fokus
Auch energetisch setzt der Neubau auf moderne Standards. Das Flachdach des viergeschossigen Gebäudeteils erhält eine begehbare Intensivbegrünung von rund 50 Quadratmetern. Die höheren Gebäudeteile mit sechs und acht Etagen werden extensiv begrünt und zusätzlich mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Die geplante Mieterstrom-Anlage kommt auf eine Gesamtleistung von etwa 18 Kilowatt, was einer jährlichen Stromerzeugung von rund 18.000 Kilowattstunden entspricht. Beheizt werden die Wohnungen über Fußbodenheizungen mit Fernwärmeanschluss. Für die Bewohner entstehen außerdem fünf Pkw-Stellplätze, zwei E‑Ladeplätze und 76 Fahrradstellplätze, hinzu kommt eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Der Rückbau des alten Heizwerks, das die Stadtwerke bereits 2016 stillgelegt hatten, erfolgte im vergangenen Jahr. Im Frühjahr 2026 begannen die Tiefbauarbeiten für den Neubau.
Wohnungsvergabe über das Wohnungsamt
Wer sich für eine der öffentlich geförderten Wohnungen interessiert, wendet sich direkt an das städtische Wohnungsamt. Die sechs impulsgeförderten Wohnungen werden im kommenden Jahr von der SWD selbst vermietet. Interessenten benötigen dafür vorab einen Wohnungsberechtigungsschein für impulsgeförderte Wohnungen, da für diesen Wohnraum Einkommensgrenzen gelten. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.duesseldorf.de/wohnen/impulsprogramm-neubau-mietwohnungen im Bereich „Zielgruppen”.