
Symbolbild © 2026 Lokalbüro / KI-generiertes Bild mit ChatGPT
Am Freitag, 17. Juli 2026, öffnet die größte Kirmes am Rhein wieder ihre Tore. Auf den Oberkasseler Rheinwiesen werden über die zehn Veranstaltungstage rund vier Millionen Besucher erwartet. Da es im direkten Umfeld des Festgeländes keine öffentlichen Parkplätze gibt, wird allen Kirmesgästen dringend zur Anreise mit Bus und Bahn, mit dem Fahrrad oder per Fähre über den Rhein geraten. Ein abgestimmtes Verkehrskonzept soll eine möglichst reibungslose An- und Abreise ermöglichen und zugleich die Belastung der Anwohnerschaft gering halten. In diesem Jahr steht zudem wieder die Fährverbindung zwischen Altstadt und Kirmesgelände zur Verfügung.
Rheinbahn fährt im Verstärkertakt
Auf nahezu allen Linien setzt die Rheinbahn während der Kirmestage ein deutlich verdichtetes Angebot ein. Besonders an den beiden Freitagen (17. und 24. Juli) und Samstagen (18. und 25. Juli) sowie am Dienstag mit Drohnenshow (21. Juli) und am Freitag mit Drohnenshow und Feuerwerk (24. Juli) ist mit dem stärksten Fahrplanangebot zu rechnen.
Mit den Stadtbahnlinien U75, U76, U77 sowie der zusätzlichen Linie E gelangen Fahrgäste vom Hauptbahnhof in nur sieben Minuten zur zentralen Haltestelle Luegplatz, in Spitzenzeiten im Zwei-Minuten-Takt. Ab 13 Uhr hält zusätzlich auch die U70 dort. Der südliche Kirmeseingang an der Haltestelle Jugendherberge wird von den Buslinien 835, 836 und M3 (außer sonntags) angefahren. Bis tief in die Nacht verkehren Busse und Bahnen auch über die Stadtgrenzen hinaus nach Krefeld, Duisburg, Meerbusch, Neuss und Ratingen. Der Nachtverkehr läuft von Sonntag bis Donnerstag über die Linien 805 bis 817, an Wochenenden übernehmen die Nacht-Express-Linien NE1 bis NE8 im 30-Minuten-Takt sowie gewohnt die Disco-Linien.
Im direkten Umfeld des Festgeländes gibt es zum Schutz der Anwohner keinen öffentlichen Parkraum. Wer dennoch auf das Auto angewiesen ist, findet links- und rechtsrheinisch eine begrenzte Zahl kostenloser Parkmöglichkeiten mit guter Anbindung an Bus und Bahn. Falsch abgestellte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt.
Die Fahrplanauskunft ist über die Rheinbahn-App sowie unter www.rheinbahn.de abrufbar.
Kostenlose Park-and-Ride-Plätze im Umland
Für Besucher aus dem linksrheinischen Raum bieten sich vor allem die P+R‑Plätze entlang der Linien U70, U75 und U76 an – etwa „Haus Meer” in Meerbusch mit 470 Stellplätzen (Anfahrt über die A 57, Ausfahrt Bovert) oder der „Simon-Gatzweiler-Platz” in Heerdt mit 200 Stellplätzen, jeweils mit direkter Stadtbahnanbindung zum Luegplatz. In Neuss steht zudem der Platz „Am Kaiser S” zur Verfügung, erreichbar über die A 52, Ausfahrt Büderich.
Aus südlicher Richtung bieten sich die Parkflächen „Am Südfriedhof” (160 Stellplätze, Anfahrt über die B 1) und „Südpark” in Bilk (250 Stellplätze) an, beide mit Anschluss an die zentralen Kirmeslinien über den Hauptbahnhof beziehungsweise die Heinrich-Heine-Allee. Wer von Osten über die Bergische Landstraße kommt, kann in Gerresheim (100 Stellplätze) oder auf dem Staufenplatz in Grafenberg (300 Stellplätze) parken.
Zusätzliche Parkhäuser an Wochenenden geöffnet
An den Kirmes-Wochenenden öffnen zwei weitere große Parkflächen: Bei Vodafone am Ferdinand-Braun-Platz stehen rund 1.700 kostenlose Stellplätze samt Sharingstation bereit, von dort führt der Weg über die Haltestelle Prinzenallee mit den Linien U70, U76, U77 und 805 zur Kirmes. Im Parkhaus der Provinzial-Versicherung nahe der A 46, Ausfahrt Wersten, stehen freitags 600 und an den Wochenenden 800 Stellplätze zur Verfügung; eine Nutzung als offizieller P+R‑Platz ist nach vorheriger Registrierung möglich.
Ein Sonderparkplatz für Menschen mit Schwerbehinderung mit rund 30 Plätzen wird an der Rheinkniebrücke eingerichtet, erreichbar über den Kaiser-Wilhelm-Ring.
Zu Fuß, mit dem Rad oder per Sharing-Angebot
Das Festgelände ist barrierefrei zu Fuß erreichbar, Kabelquerungen werden mit barrierefreien Brücken überbrückt. Für Fahrräder stehen große Abstellflächen nördlich der Oberkasseler Brücke und am Kaiser-Wilhelm-Ring bereit, an Brückengeländern und Zäunen gilt hingegen ein Abstellverbot. Zwei große Sharingstationen nahe den Kirmeseingängen nehmen Leihräder, E‑Scooter und die neuen Düsselbikes auf, weitere temporäre Stationen befinden sich in Ober- und Niederkassel sowie am Vodafone-Parkhaus. Motorräder können wie gewohnt nördlich der Rheinkniebrücke abgestellt werden, Taxistände befinden sich am Luegplatz und am Südeingang.
Kirmesfähre pendelt zur Altstadt
Auch in diesem Jahr verkehrt die Kirmesfähre wieder zwischen Kirmesgelände und Altstadt. Die Überfahrt kostet 3,80 Euro, im Preis enthalten ist neben dem Fahrpreis ein Schützentaler.
Durchfahrtsberechtigungen für Anwohner und Betriebe
Wohnberechtigte in den gesperrten Gebieten, die mindestens 18 Jahre alt sind, haben bereits im Januar oder Anfang Mai eine Jahres-Durchfahrtsberechtigung erhalten, die bei Kontrollen vorzuzeigen oder gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe zu platzieren ist. Bewohnerparkausweise für die betroffenen Gebiete NK, OK, Z und SC gelten zugleich als Durchfahrtsberechtigung. Ansässige Betriebe können per E‑Mail an ausnahme.veranstaltungen66@duesseldorf.de auf Firmenbriefbogen eine Berechtigung für ihre Fahrzeuge beantragen, ebenso Betriebe mit Kundenverkehr oder Mitarbeitern im Außendienst. Rückfragen sind auch telefonisch unter 0211–8911 möglich.
Erweitertes Sperrgebiet und neue Einlassstellen
Das Sperrgebiet umfasst wie in den Vorjahren die Straßen Rheinallee, Kaiser-Wilhelm-Ring, Kaiser-Friedrich-Ring, An der Apfelweide, Arnulfstraße, Quirinstraße und Belsenstraße. Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr das Wohngebiet zwischen Greifweg, Belsenstraße, Düsseldorfer Straße, Alberichweg, Drususstraße und Schanzenstraße sowie das Lotharviertel in Niederkassel, für das ebenfalls eine Durchfahrtsberechtigung erforderlich ist.
Die Wohngebiete bleiben über insgesamt elf ausgewiesene Zufahrten erreichbar, unter anderem am Niederkasseler Kirchweg, an der San-Remo-Straße und an der Teutonenstraße. Der Kaiser-Wilhelm-Ring selbst bleibt für den motorisierten Individualverkehr gesperrt, Anwohner erreichen ihn über die Einlassstelle an der Düsseldorfer Straße aus Richtung Rheinkniebrücke.
Die Einlassstellen werden an den Kirmestagen durch externe Kräfte besetzt, in der Regel ab 13 oder 14 Uhr bis in die frühen Morgenstunden, an den beiden Freitagen und Samstagen bereits ab 13 Uhr. Auch in der rechtsrheinischen Alt- und Carlstadt, die durch Parksuchverkehr betroffen ist, wird am Horionplatz eine entsprechende Einlassstelle eingerichtet. Zusätzlich kontrolliert die städtische Verkehrsüberwachung die betroffenen Gebiete verstärkt und leitet bei Verstößen Bußgeldverfahren oder Abschleppungen ein.
Rheinkniebrücke und Luegplatz mit Verkehrsführung
Ab Samstag, 18. Juli, wird auf der Rheinkniebrücke stadtauswärts die rechte Fahrspur durch Sperrelemente abgetrennt und bleibt nur für Rheinbahn-Busse, Einsatzfahrzeuge, Taxen, Mietwagen sowie Inhaber von Sonderausweisen nutzbar. Am Luegplatz wird der Individualverkehr täglich ab 13 Uhr bis Veranstaltungsende umgeleitet, um an der Haltestelle mehr Platz für den Fahrgastwechsel zu schaffen; Fußgänger und Radfahrer sind davon nicht betroffen. Wegen der Ablastung der Theodor-Heuss-Brücke werden Lastwagen über 3,5 Tonnen an der Abfahrt Seestern zurück auf die B 7 in Richtung Kaarst geleitet. An den beiden Tagen mit Drohnenshow und Feuerwerk – Dienstag, 21. Juli, und Freitag, 24. Juli – werden Oberkasseler Brücke und Rheinkniebrücke zudem kurzzeitig komplett gesperrt.
Lastwagenfahrer sollten zudem beachten, dass der Luegplatz für Fahrzeuge über acht Meter Länge nicht passierbar ist. Das betrifft auch die Überfahrt der Oberkasseler Brücke in beide Richtungen sowie die Abfahrt der Rheinkniebrücke Richtung Düsseldorfer Straße.