Ein Leitsystem weist die Menschen auf die öffentlichen Toilettenanlagen in der Stadt hin - wie hier am Kirchplatz © Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Gebäudemanagement

Ein Leit­sys­tem weist die Men­schen auf die öffent­li­chen Toi­let­ten­an­la­gen in der Stadt hin — wie hier am Kirch­platz © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Amt für Gebäudemanagement

 

Das städ­ti­sche „City Toilet”-Programm ist abge­schlos­sen. Die Stadt hat ihr Ange­bot mas­siv aus­ge­baut – und die Zah­len spre­chen für sich.

Düs­sel­dorf hat sein öffent­li­ches Toi­let­ten­netz grund­le­gend erneu­ert und deut­lich erwei­tert. Das Amt für Gebäu­de­ma­nage­ment hat das Kon­zept „City Toi­let” nun erfolg­reich abge­schlos­sen. Statt bis­her 112 gibt es in der Lan­des­haupt­stadt künf­tig 165 öffent­li­che Toi­let­ten­an­la­gen – eine Stei­ge­rung um knapp 50 Pro­zent. Allein die neu auf­ge­stell­ten Modul­toi­let­ten wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr rund 357.000-mal genutzt.

Mar­kan­tes Design, moder­ner Komfort

Das Herz­stück des Pro­gramms sind die neuen Modul­toi­let­ten­an­la­gen, deren Zahl von 22 auf 45 gestie­gen ist. Sie fal­len im Stadt­bild durch ihr geknick­tes Dach auf, das als Gründach aus­ge­führt ist und damit auch einen klei­nen Bei­trag zum Stadt­klima leis­tet. Farb­lich fügen sie sich in das Düs­sel­dor­fer Stadt­mö­blie­rungs­kon­zept ein. Die Anla­gen sind rund um die Uhr geöff­net, täg­lich gerei­nigt und bar­rie­re­frei zugäng­lich. Ein Not­ruf- und Ser­vice­sys­tem ist fest ver­baut, ein Wickel­tisch aus­ge­klappt im Hand­um­dre­hen. Die Nut­zung kos­tet 50 Cent – per Münze oder kon­takt­los. Wer einen Euro­schlüs­sel besitzt, nutzt die Anlage kostenlos.

Für Men­schen mit schwe­ren kör­per­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen wur­den zudem zwei soge­nannte „Toi­let­ten für alle” ein­ge­rich­tet – am Joseph-Beuys-Ufer und an der Mosel­straße. Diese Anla­gen sind mit einer Liege und einem Lif­ter aus­ge­stat­tet, eben­falls kos­ten­frei per Euro­schlüs­sel nutz­bar und aus­schließ­lich für Per­so­nen mit erhöh­tem Pfle­ge­be­darf vorgesehen.

14 Bestands­an­la­gen saniert

Neben dem Neu­bau wur­den 14 bestehende städ­ti­sche Toi­let­ten­an­la­gen grund­le­gend saniert. Schwer­punkte waren Bar­rie­re­frei­heit und Ener­gie­ef­fi­zi­enz: neue Fens­ter und Türen, LED-Beleuch­tung mit Prä­senz­mel­dern, berüh­rungs­lose Was­ser­hähne. Die Nut­zung die­ser Anla­gen ist kostenlos.

73 Händ­ler und Gas­tro­no­men machen mit

Ergänzt wird das städ­ti­sche Netz durch das Koope­ra­ti­ons­pro­gramm „City Toi­let”, das das frü­here Pro­jekt „Nette Toi­lette” abge­löst hat. 73 Händ­ler und Gas­tro­no­men stel­len ihre Toi­let­ten wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten kos­ten­los für die Öffent­lich­keit bereit und erhal­ten dafür eine monat­li­che Pau­schale von 100 bis 150 Euro von der Stadt. Erkenn­bar sind die Teil­neh­mer an einem Sti­cker an der Laden­tür. Neue Part­ner kön­nen jeder­zeit einsteigen.

Leit­sys­tem mit 370 Schildern

Damit man die Anla­gen über­haupt fin­det, hat die Stadt rund 370 Hin­weis­schil­der im Stadt­ge­biet auf­ge­stellt. Ergän­zend dazu gibt es eine inter­ak­tive Karte auf www.duesseldorf.de/city-toilet, auf der alle Stand­orte mit Infos zu Bar­rie­re­frei­heit und Öff­nungs­zei­ten abruf­bar sind – inklu­sive GPS-Ortung per Smartphone.

Stadt­käm­me­rin Doro­thée Schnei­der zeigte sich zufrie­den: „Nie­mand möchte im Bedarfs­fall lange eine Toi­let­ten­an­lage suchen müs­sen.” Amts­lei­te­rin Doreen Ker­ler sprach von einem vol­len Erfolg – die Nut­zungs­zah­len gäben ihr recht.

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