
flexy-Gebiete ab 1. Februar 2026 © Rheinbahn
Die Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen ab Sonntag, 1. Februar, wirkt sich spürbar auf den Busverkehr aus. Mehrere Linien der Rheinbahn können die Brücke nicht mehr nutzen. Neben bereits angekündigten Umleitungen reagiert das Verkehrsunternehmen mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket: Die Haltestellen-Infrastruktur wird kurzfristig angepasst, das Informationsangebot ausgeweitet und der On-Demand-Service „flexy“ deutlich erweitert.
Betroffen sind die Buslinien M2, M3, SB51, SB52, 834 und 863. Die notwendigen Änderungen im Busverkehr erfordern einen erheblichen infrastrukturellen Aufwand. Während Anpassungen dieser Größenordnung üblicherweise mit rund acht Wochen Vorlauf umgesetzt werden, müssen sie nun innerhalb weniger Wochen erfolgen. An allen 103 Haltestellen der betroffenen Linien stattet die Rheinbahn die Infrastruktur mit neuen Aushängen aus – insgesamt mehr als 300 Fahrpläne und Informationsplakate. Zusätzlich werden 116 neue Haltestellenschilder produziert und montiert, deren Austausch bis Ende Februar abgeschlossen sein soll. Bis Mitte März werden außerdem 1.583 großformatige Liniennetzpläne in den Vitrinen aller Haltestellen im gesamten Rheinbahn-Netz erneuert.
Flankiert wird dies durch ein breites Informationskonzept. Neben Aushängen vor Ort kommen Newsletter, Mailings, Durchsagen und Tickertexte in den Bussen hinzu. In den betroffenen Linien sind zudem Promotion-Teams unterwegs, die Fahrgäste direkt informieren. Digital stehen die aktualisierten Fahrplandaten bereits jetzt in der elektronischen Fahrplanauskunft sowie in der Rheinbahn-App zur Verfügung, sobald ein Datum ab dem 1. Februar ausgewählt wird.
Auch alternative Mobilitätsangebote sollen den Umstieg erleichtern. Über die redy-App lassen sich Bus und Bahn mit Carsharing, Leihrädern, E‑Scootern oder Taxis kombinieren – etwa, um die Brücke individuell zu queren und anschließend wieder in den ÖPNV einzusteigen.
„Uns ist bewusst, dass die Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke insbesondere für viele Berufspendlerinnen und ‑pendler sowie für Schülerinnen und Schüler mit spürbaren Einschränkungen verbunden ist“, sagt Christian Finke, Bereichsleiter Betrieb der Rheinbahn. Man arbeite intensiv daran, vor allem für die betroffenen Schulverkehre verlässliche Lösungen anzubieten. Gleichzeitig prüfe die Rheinbahn, ob eine dauerhafte Umleitungsstrecke über die Oberkasseler Brücke eingerichtet werden könne. Mit Blick auf Erfahrungen aus früheren Teilsperrungen zeigt sich Finke jedoch zurückhaltend: Stauzeiten seien dort absehbar.
Ein zentraler Bestandteil des Maßnahmenpakets ist der Ausbau des On-Demand-Services flexy. Für die Dauer der Brückensperrung richtet die Rheinbahn zwei neue flexy-Spezialgebiete ein: „D‑West“ auf der linken Rheinseite sowie „D‑Mitte/Nord“ auf der rechten Rheinseite im direkten Umfeld der Brücke. Fahrten zwischen diesen beiden Gebieten sind rund um die Uhr ohne Aufpreis zum regulären ÖPNV-Tarif möglich; bestehende Tickets und Abonnements gelten unverändert weiter. Voraussetzung ist die vorherige Buchung über die flexy-App.
Darüber hinaus wird das Gebiet „D‑Mitte/Nord“ ausgeweitet und ganztägig mit den bestehenden flexy-Gebieten „D‑Nord“ und „D‑Ost“ verknüpft. Fahrten in das Gebiet „D‑Innenstadt“ bleiben wie bisher auf die Abend- und Nachtstunden beschränkt. Im Spezialgebiet „D‑West“ befinden sich die flexy-Haltepunkte an den bestehenden Bushaltestellen; Fahrten sind zunächst ausschließlich in Richtung „D‑Mitte/Nord“ vorgesehen.
Weitere Informationen zu den Änderungen infolge der Brückensperrung sind unter www.rheinbahn.de/THB abrufbar, Details zum On-Demand-Angebot unter www.rheinbahn.de/flexy. Ziel sei es, so Finke abschließend, die Einschränkungen für die Fahrgäste bestmöglich abzufedern und trotz der Sperrung eine verlässliche Mobilität sicherzustellen.


Der Verweis auf “flexy” entpuppt sich leider als glatte Lüge: Beim Versuch eine Fahrt über die Brücke zu buchen (an allen Tagen nächster Woche zu verschiedensten Uhrzeiten) kommt in der App immer die Meldung: “Wir konnten leider keine Fahrt finden”.
Wie kann das denn nun sein, dass das “Ersatzangebot” für mehrere Buslinien welche flexibel im 10 bzw. 20 Mintentakt genutzt werden konnten bereits 1 Woche im Voraus ausgebucht ist? Wieviele Fahrzeuge sind da denn im Einsatz?
Wenn ab Montag 500 Schüler von den Eltern gebracht und geholt werden sollen, sind das 2000 zusätzliche Autos auf der Brücke (von den 6000 Pendlern werden auch etliche aufs Auto umsteigen) — hoffentlich ist das im Entlasungskonzept bedacht.