
Am Montagabend, 2. Februar 2026, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, von Unternehmen und Start-up-Szene in einem Panel beim Start-up-Event, wie Kooperationen zwischen indischen Start-ups und Düsseldorfer Unternehmen konkret gestaltet werden können. © Landeshauptstadt Düsseldorf
Wirtschaftsdelegation setzt in Bengaluru auf Kooperationen bei IT, Fachkräften und Innovationen
Von Delhi ging es weiter ins „indische Silicon Valley“: In Bengaluru hat eine Düsseldorfer Wirtschaftsdelegation am Montag, 2. Februar 2026, für den Standort geworben – und konkrete Brücken in Richtung Zukunftstechnologien, Fachkräftemigration und Start-up-Kooperationen geschlagen. Im Mittelpunkt stand die Teilnahme am India Advantage Summit (Future of ICT), einer international etablierten Plattform für den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Düsseldorf präsentierte sich dort als innovationsstarker Wirtschaftsstandort und als verlässliches „Gateway to Europe“ für indische Technologieunternehmen. Themen wie Künstliche Intelligenz, Smart Manufacturing, nachhaltige Stadtentwicklung, Mobilität und Energie prägten die Diskussionen. In Kurzvorträgen zu Energy & New Mobility war Düsseldorf unter anderem durch Vertreter von Infosys und Uniper präsent.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller nutzte ein Keynote-Interview, um die Rolle der Landeshauptstadt klar zu positionieren: als Brücke zwischen klassischer Industrie und Digitalisierung – und als Partner für internationale Unternehmen mit Europa-Ambitionen. „In Düsseldorf wissen wir, dass internationale Unternehmen vor allem Verlässlichkeit, Tempo und Orientierung erwarten“, sagte Keller. Deshalb setze die Stadt auf „klare Zuständigkeiten, One-Stop-Strukturen und professionelle Begleitung beim Markteintritt“, etwa durch das 2025 gegründete Indien-Kompetenzzentrum Düsseldorf. Seine Einladung an indische Unternehmen und Start-ups sei eindeutig: Wer einen stabilen und politisch verlässlichen Zugang zum europäischen Markt suche, sei in Düsseldorf richtig.
Im Anschluss eröffnete die Delegation den Düsseldorf-Stand auf dem Summit. Er diente als Anlaufstelle für Gespräche mit indischen IT-Beratungen, Start-ups und etablierten Unternehmen. In einem institutionellen Panel stellten zudem Vertreter der Industrie- und Handelskammer sowie des Düsseldorfer Start-up-Ökosystems die Standortvorteile der Region vor – von der starken Unternehmenslandschaft bis hin zu kurzen Wegen zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft.
Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs lag auf der Fachkräftekooperation. Die Delegation besuchte das staatliche technische Berufskolleg Government Tool Room & Training Centre (GTTC). Künftig sollen Absolventinnen und Absolventen dort die Möglichkeit erhalten, eine Ausbildung bei Unternehmen aus Düsseldorf und dem Kreis Mettmann aufzunehmen. Der Austausch mit Studierenden und Lehrenden machte deutlich, welches Potenzial in einer praxisnahen, international ausgerichteten Berufsbildung liegt.
„Die Sicherung qualifizierter Fachkräfte ist eine zentrale Herausforderung für die Unternehmen in Düsseldorf und im Kreis Mettmann“, betonte IHK-Präsident Andreas Schmitz. Ziel sei es, einen verlässlichen Rahmen für Ausbildungs- und Fachkräftekooperationen mit dem Bundesstaat Karnataka zu schaffen. Wichtig seien dabei Qualifizierung, Sprachkompetenz und ein realistisches Verständnis der Anforderungen in deutschen Betrieben – „damit sorgen wir für Planungssicherheit und nachhaltige Perspektiven für beide Seiten“.
Den Abschluss des Tages bildete ein Start-up-Event im Rahmen des Karnataka-Düsseldorf Innovation Corridor. In zwei Panels diskutierten Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft und Gründerszene, wie Kooperationen zwischen indischen Start-ups und Düsseldorfer Unternehmen konkret aussehen können. Im Fokus standen Softlanding-Programme, Markteintrittsstrategien und die Erwartungen deutscher Unternehmen an ihre indischen Innovationspartner.
Die Botschaft aus Bengaluru ist klar: Düsseldorf will nicht nur Beobachter der globalen Tech-Dynamik sein, sondern aktiver Partner – für Unternehmen, Talente und Start-ups, die den Sprung nach Europa suchen.

