
interpack 2026 © Messe Düsseldorf / A. Wiese
Die interpack 2026 hat in Düsseldorf ein deutliches Zeichen für die Zukunft der Verpackungs- und Prozessindustrie gesetzt. Sieben Tage lang wurde auf dem komplett belegten Messegelände sichtbar, wie stark die Branche international vernetzt ist und mit welchem Tempo sie auf die großen Herausforderungen der kommenden Jahre reagiert. Hohe Besucherzahlen, intensive Fachgespräche und konkrete Investitionsentscheidungen prägten die weltweit wichtigste Messe der Processing- und Packaging-Industrie.
Vom 7. bis 13. Mai präsentierten sich 2.804 Aussteller aus 65 Ländern in Düsseldorf. Hinzu kamen rund 100 Unternehmen auf der parallel stattfindenden Zuliefermesse „components“. Fachbesucher aus insgesamt 161 Ländern nutzten die Messe als Plattform für Geschäftsanbahnungen, Innovationen und strategischen Austausch. Nach Angaben der Messe Düsseldorf kamen 75 Prozent der Besucher aus dem Ausland, mehr als ein Viertel davon aus Übersee. Damit war die interpack 2026 die größte Veranstaltung ihrer Geschichte.
Schon in den Hallen zeigte sich, dass die Branche unter hohem Veränderungsdruck steht. Vor allem die Europäische Verpackungsverordnung PPWR beschäftigt Hersteller, Maschinenbauer und Zulieferer gleichermaßen. Viele Unternehmen präsentierten deshalb Lösungen, die Materialeinsatz, Maschinensteuerung und Produktionsprozesse stärker miteinander verknüpfen. Der Trend geht zu ganzheitlichen Systemen, die nachhaltiger arbeiten und gleichzeitig effizientere Produktionsabläufe ermöglichen.
Im Mittelpunkt standen dabei Automatisierung, digitale Anwendungen und flexible Anlagenkonzepte. Smart Manufacturing ist längst keine Zukunftsvision mehr, sondern zunehmend Teil der industriellen Praxis. Datenbasierte Produktionssteuerung, vernetzte Maschinen und intelligente Prozesse bestimmten zahlreiche Präsentationen auf der Messe. Gleichzeitig rückten neue Materialien in den Fokus, die sowohl regulatorischen Vorgaben als auch steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit gerecht werden sollen.
Thomas Dohse, Director der interpack, zog zum Abschluss eine positive Bilanz. „Das war eine Top-interpack. Stark frequentierte Hallen, ein intensiver Austausch und konkrete Projekte haben gezeigt, welche Kraft in dieser globalen Community steckt“, erklärte er. Die Messe habe eindrucksvoll bestätigt, dass die interpack weiterhin das wichtigste internationale Treffen der Branche sei.
Neben den klassischen Ausstellungsflächen sorgten auch zahlreiche Sonderformate für zusätzliche Impulse. Im Spotlight Forum, bei den SAVE FOOD Expert Talks sowie in der Start-up Zone wurden Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Nachwuchsförderung diskutiert. Formate wie „Women in Packaging“ oder der „Young Talents Day“ zeigten zudem, dass die Branche verstärkt auf Fachkräfteentwicklung und neue Kompetenzen setzt.
Die interpack 2026 machte deutlich, dass sich die Industrie mitten in einer tiefgreifenden Transformation befindet. Gleichzeitig vermittelte die Messe eine spürbare Aufbruchsstimmung. Viele Unternehmen nutzten die Veranstaltung nicht nur zur Präsentation neuer Technologien, sondern auch als Ort für konkrete Projektabschlüsse und Investitionsentscheidungen.
Die nächste interpack wird 2029 stattfinden. Den genauen Termin will die Messe Düsseldorf zeitnah bekannt geben.


