Klein und hübsch begrüße die Rochuskapelle jeden Tag zahlreiche Passanten per Auto, Fußgänger und Radfahrer © Gabriele Schreckenberg

Klein und hübsch begrüße die Rochus­ka­pelle jeden Tag zahl­rei­che Pas­san­ten per Auto, Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer © Gabriele Schreckenberg

 

 

Von Gabriele Schreckenberg

Ein Kleinod am Weges­rand, vor dem Katha­ri­nen­klos­ter, neben der längst bebau­ten Pest­wiese und mit Blick auf die Pfer­de­wie­sen des Bro­cker­hofs: Das ist der Platz der Rochuskapelle.

Und genau diese rückt der Anger­mun­der Kul­tur­kreis (AKK) nun in den Mittelpunkt.

Die Gedenk­feier und Ein­seg­nung fin­den am 25. Mai um 11 Uhr im Gar­ten des Katha­ri­nen­klos­ters statt. Bei Regen wird die Feier in die Kapelle verlegt.

Zur Geschichte

Die St.-Sebastianus-Bruderschaften von Anger­mund und dem benach­bar­ten Rahm waren frü­her – etwa ab 1511 – ver­eint. „Frü­her“ heißt: bis 1919. Als Rahm eine eigene Kir­che bekam, trenn­ten sich die Wege der Bruderschaften.

1666 wurde die Kapelle genau auf dem Weg zwi­schen Anger­mund und Rahm errich­tet, um der Toten zu geden­ken, die auf der benach­bar­ten Pest­wiese bestat­tet wor­den waren. Zuvor waren sie von Mit­glie­dern bei­der Bru­der­schaf­ten gepflegt worden.

Die Rochus­ka­pelle ist aber auch Treff­punkt für die fröh­li­chen Abord­nun­gen der Anger­mun­der Bru­der­schaft zum Schüt­zen­fest, das all­jähr­lich am zwei­ten Sep­tem­ber­wo­chen­ende gefei­ert wird.

1976 musste die Kapelle an ihrem alten Stand­ort einem Rad­weg weichen.

Im Jahr 2000 konnte sie auf dem Grund­stück des benach­bar­ten Katha­ri­nen­klos­ters neu errich­tet wer­den. Die Anger­mun­der kämpf­ten für ihre Kapelle, sam­mel­ten Spen­den und über­zeug­ten die Behör­den. Seit­dem ist der Anger­mun­der Kul­tur­kreis offi­zi­el­ler Trä­ger der Rochuskapelle.

Am 21. April 2001 wurde die Kapelle eingeweiht.

Am 25. Mai 2026 fin­det die Ein­seg­nung zum 25-jäh­ri­gen Bestehen der neuen Kapelle statt.

Schutzpatron gegen die Pest

Und warum heißt die Kapelle Rochuskapelle?

Auch in Anger­mund hat die Pest gewütet.

Der Hei­lige Rochus gilt als Schutz­pa­tron gegen die Pest und ist damit der wür­dige Namens­ge­ber der nach ihm benann­ten Kapelle.

Die Rochus­ka­pelle wird lie­be­voll von Frei­wil­li­gen gepflegt. Hüb­sche Blu­men zie­ren den Ein­gang, bren­nende Ker­zen auf dem klei­nen Altar zeu­gen vom ewi­gen Leben.

Ein Kleinod am Wegesrand.

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