
Badeverbotsschilder am “Paradisstrad” © Lokalbüro
Mit dem Einsetzen der ersten Sommerhitze wiederholt die Landeshauptstadt Düsseldorf ihre Warnung vor den Gefahren des Badens im Rhein. Schon bei Temperaturen um die 30 Grad zieht es viele Menschen ans Rheinufer – doch wer ins Wasser steigt, riskiert sein Leben. Seit dem 14. August 2025 ist das Baden im Rhein auf dem gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet per ordnungsbehördlicher Verordnung verboten. Wer dagegen verstoesst, muss mit einem Bussgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen. Die Verordnung ist unter www.duesseldorf.de/bekanntmachungen einzusehen.
Feuerwehr-Chef David von der Lieth bringt die Gefahr auf den Punkt: „Viele Menschen unterschaetzen die Gefahr des Rheins massiv. Bereits wenige Schritte ins Wasser koennen durch Stroemungen oder den Sog vorbeifahrender Schiffe lebensgefaehrlich werden – auch im flachen Uferbereich. Gerade an heissen Tagen appellieren wir eindringlich an alle Buergerinnen und Buerger, zur Abkuehlung ausschliesslich sichere und freigegebene Badeorte zu nutzen und keinesfalls im Rhein schwimmen zu gehen.”
Die Gefahr liegt oft im Verborgenen: Was auf den ersten Blick wie ruhiges Flachwasser wirkt, kann trügerisch sein. An den sogenannten Kribben – ins Wasser ragenden Kiesflächen – bilden sich häufig tückische Strudel und Unterströmungen. Noch gefährlicher wird es, wenn ein Schiff vorbeifährt: Der dadurch entstehende Sog kann vor allem Kinder ohne Vorwarnung mitreissen. Das Heimtückische daran ist, dass die Schiffe bereits hunderte von Metern weitergezogen sein können, bevor die Wellen und Strömungsveränderungen das Ufer überhaupt erreichen. Auch in der Fahrrinne herrscht besonders starke Strömung – unsichtbar, aber lebensgefährlich.
Um die Bevölkerung breit zu erreichen, hat die Stadtverwaltung seit Inkrafttreten des Verbots verschiedene Massnahmen ergriffen. Rund 70 Hinweisschilder entlang des Rheins warnen auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch und Ukrainisch vor der Lebensgefahr. Auf den Schildern sind zudem die Notrufnummer und der jeweilige Rheinkilometer vermerkt – damit im Ernstfall eine schnelle Ortung des Einsatzortes möglich ist. Darüber hinaus sind auch Verhaltensregeln für den Aufenthalt am Ufer aufgeführt, etwa zum Thema Mülltrennung und offenem Feuer.
Flankiert wird dies durch Kampagnen in sozialen Netzwerken, digitale Werbeflächen im Stadtgebiet und regelmässige Streifengänge des Ordnungsamtes. Mehrsprachige Aufklärungsmaterialien wurden zudem als PDF-Paket an Ämter mit Publikumsverkehr ausgegeben, die diese ausdrucken und vor Ort aufhängen können. Umfassende Informationen stellt die Stadt unter www.duesseldorf.de/ertrinken bereit.
Die Botschaft der Stadt ist unmissverständlich: Wer sich an heissen Tagen abkühlen möchte, sollte dafür eines der zahlreichen freigegebenen Freibäder und Badegewässer in der Region aufsuchen – und den Rhein, so schön er anzuschauen ist, lieber von der Uferpromenade aus geniessen.


