Pater Elias H. Füllenbach OP © Lokalbüro

Pater Elias H. Fül­len­bach OP © Lokalbüro

 

Ein Sohn der Lan­des­haupt­stadt rückt an die Spitze einer der bedeu­tends­ten katho­li­schen Ordens­ge­mein­schaf­ten im deutsch­spra­chi­gen Raum. Pater Elias H. Fül­len­bach OP wurde am Frei­tag, den 3. Juli, von der Wahl­ver­samm­lung der Domi­ni­ka­ner im Wie­ner Kon­vent S. Maria Rotunda zum neuen Pro­vin­zial gewählt. Der 49-Jäh­rige steht künf­tig an der Spitze der Ordens­pro­vinz des Hei­li­gen Albert, die die Domi­ni­ka­ner in Deutsch­land und Öster­reich ver­eint und rund 130 Ordens­män­ner zählt. Sitz des Pro­vin­zial­ats ist Mainz.

Fül­len­bach tritt die Nach­folge von Pater Peter Kreutz­wald OP an, der sein Amt aus gesund­heit­li­chen Grün­den auf­ge­ben musste. Nach sei­ner Wahl bedankte sich der neue Pro­vin­zial bei sei­nen Mit­brü­dern für das ent­ge­gen­ge­brachte Ver­trauen und kün­digte an, sein Amt nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen aus­üben zu wollen.

Der gebür­tige Düs­sel­dor­fer, Jahr­gang 1977, ist in sei­ner Hei­mat­stadt bes­tens bekannt. Von 2014 bis Februar 2024 lei­tete er als Prior den Düs­sel­dor­fer Domi­ni­ka­ner­kon­vent an der Andre­as­kir­che in der Alt­stadt, zuletzt hatte er dort das Amt des Sub­pri­ors inne. Sein Weg in den Orden begann 1996 nach dem Abitur in Worms. Anschlie­ßend stu­dierte er von 1998 bis 2006 an der Uni­ver­si­tät Bonn katho­li­sche Theo­lo­gie, Geschichte und Kunst­ge­schichte, ergänzt durch ein Aus­lands­jahr in Oxford sowie ein Stu­dium der Juda­is­tik am Mar­tin-Buber-Insti­tut der Uni­ver­si­tät Köln. Die Pries­ter­weihe erhielt er 2006.

Wis­sen­schaft­lich beschäf­tigt sich Fül­len­bach schwer­punkt­mä­ßig mit dem christ­lich-jüdi­schen Ver­hält­nis und der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Im Auf­trag sei­ner Ordens­pro­vinz kon­zi­pierte er eine Aus­stel­lung zum 800-jäh­ri­gen Jubi­läum des Domi­ni­ka­ner­or­dens, die 2016 in Regens­burg unter dem Titel „Mehr als Schwarz & Weiß“ eröff­net wurde. Zuletzt war er in der Cityp­as­to­ral des Düs­sel­dor­fer Kon­vents tätig. Dar­über hin­aus wirkt er als Archi­var der deut­schen Domi­ni­ka­ner­pro­vinz und lei­tet das Insti­tut zur Erfor­schung der Geschichte des Domi­ni­ka­ner­or­dens im deut­schen Sprachraum.

Der Domi­ni­ka­ner­or­den, offi­zi­ell als Ordo Prae­di­ca­torum bekannt, glie­dert sich welt­weit in 35 Pro­vin­zen und sechs Vize-Pro­vin­zen. Zu den bekann­tes­ten Mit­glie­dern der Ordens­pro­vinz des Hei­li­gen Albert zählt der eme­ri­tierte Wie­ner Erz­bi­schof Kar­di­nal Chris­toph Schönborn.

Mit der Wahl von Pater Elias H. Fül­len­bach rückt damit erneut ein Düs­sel­dor­fer an eine der wich­tigs­ten Stel­len des Ordens – eine Nach­richt, die in der Dom­stadt am Rhein mit Freude auf­ge­nom­men wird.