Kartenausschnitt

Kar­ten­aus­schnitt

 

Der Stadt­ent­wäs­se­rungs­be­trieb der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf (SEBD) saniert von Okto­ber 2026 bis März 2028 den Kanal in der Diepen­straße. Weil die Platz­ver­hält­nisse vor Ort eng sind, las­sen sich je nach Bau­phase Voll­sper­run­gen der Straße nicht ver­mei­den. Um die Anwoh­ner recht­zei­tig über die Bau­maß­nahme und die damit ver­bun­de­nen Ein­schrän­kun­gen zu infor­mie­ren, lädt der SEBD zu einer öffent­li­chen Info­ver­an­stal­tung ein. Sie fin­det am Diens­tag, 14. Juli 2026, um 17 Uhr im gro­ßen Saal der Rudolf-Stei­ner-Schule an der Diepen­straße 15 statt.

Ver­al­te­ter Zustand soll besei­tigt werden

Hin­ter­grund der Bau­maß­nahme ist ein über­hol­tes Ent­wäs­se­rungs­sys­tem: Die Nie­der­schlags­wäs­ser aus der Diepen­straße, der Josef-Neu­ber­ger-Straße sowie von den Flä­chen von Cosmo Sports flie­ßen der­zeit unge­dros­selt und unge­rei­nigt direkt in die Düs­sel. Das ent­spricht nicht mehr dem heu­ti­gen Stand der Tech­nik. Im städ­ti­schen Regen­was­ser­be­wirt­schaf­tungs­kon­zept ist des­halb vor­ge­se­hen, meh­rere Ein­leit­stel­len in den Pil­le­bach und die Düs­sel auf­zu­ge­ben – dar­un­ter auch die Ein­leit­stelle an der Diepenstraße.

Künf­tig soll das gesam­melte Regen­was­ser statt­des­sen zu einer neuen Nie­der­schlags­was­ser­be­hand­lungs­an­lage gelei­tet wer­den, die im Bau­ge­biet „Am Quel­len­busch“ an der Karls­ba­der Straße ent­stan­den ist. Damit das Was­ser vom nörd­li­chen Ende der Diepen­straße dort­hin gelan­gen kann, baut der SEBD einen rund 400 Meter lan­gen Regenwasserkanal.

Bau­ab­lauf in zwei Verfahren

Die Kanal­ver­le­gung beginnt am nörd­li­chen Wen­de­ham­mer der Diepen­straße und endet an der Kreu­zung Diepen­stra­ße/­Jo­sef-Neu­ber­ger-Straße. Dort liegt ein Anschluss­schacht, über den das Regen­was­ser spä­ter zur Behand­lungs­an­lage abfließt. Die ers­ten 100 Meter des Kanals wer­den aus tech­ni­schen Grün­den in offe­ner Bau­weise errich­tet, die rest­li­chen 300 Meter im geschlos­se­nen Rohr­vor­triebs­ver­fah­ren. Die Kanäle lie­gen dabei in einer Tiefe von bis zu fünf Metern. Im Anschluss daran wird zusätz­lich ein rund 300 Meter lan­ger Schmutz­was­ser­ka­nal in der Diepen­straße saniert.

Schu­len und Kin­der­gär­ten betroffen

Wegen der gerin­gen Stra­ßen­breite und der Größe der nöti­gen Bau­gru­ben kommt es in ein­zel­nen Bau­ab­schnit­ten zu Voll­sper­run­gen. Das betrifft auch die Zu- und Abfahrt zu den Schu­len und Kin­der­gär­ten im Bereich, die für den Indi­vi­du­al­ver­kehr wäh­rend die­ser Pha­sen nicht oder nur ein­ge­schränkt mög­lich sein wird. Für Eltern, die ihre Kin­der brin­gen und abho­len, steht die bereits bestehende Hol- und Bring­zone an der Dre­her­straße zur Ver­fü­gung. Zusätz­lich stellt der Post-Sport­ver­ein Düs­sel­dorf e. V. wei­tere Flä­chen als Hol- und Bring­zone bereit. Lie­fer­ver­kehr und Schul­busse wer­den vor Ort koordiniert.

Ret­tungs­dienste, die AWISTA, Mit­glie­der des DSC 99 sowie Schau­stel­ler erhal­ten in Abstim­mung mit Cosmo Sports Zugang über pri­vate Zuwe­gun­gen, die dem übri­gen Indi­vi­du­al­ver­kehr nicht offen­ste­hen. Bereits jetzt lau­fen im Vor­feld der eigent­li­chen Kanal­ar­bei­ten Siche­rungs­maß­nah­men an Ver­sor­gungs­lei­tun­gen der Netz­ge­sell­schaft Düsseldorf.

Die Gesamt­kos­ten der Maß­nahme bezif­fert der SEBD auf vor­aus­sicht­lich rund 4,85 Mil­lio­nen Euro.