
Mitglied des Vorstandes AOK , Sabine Deutscher und Herrn Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller © Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin
Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist mit dem AOK-BGF-Gesundheitspreis in der Kategorie „Innovation & Engagement” ausgezeichnet worden. Die AOK Rheinland/Hamburg würdigt damit gemeinsam mit ihrem Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF-Institut) Unternehmen, die sich in besonderem Maße für die Gesundheit ihrer Beschäftigten einsetzen.
Die Verleihung fand am Donnerstag, 9. Juli 2026, im Düsseldorfer Rathaus statt. Entgegengenommen haben die Auszeichnung Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Personaldezernent Olaf Wagner sowie Sascha Martini, Leiter des Betrieblichen Gesundheitsmanagements der Stadt. Überreicht wurde der Preis von Sabine Deutscher, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg, gemeinsam mit Michael Wenninghoff, Geschäftsführer des BGF-Instituts. Der Preis ist mit insgesamt 8.000 Euro dotiert – 5.000 Euro für gesundheitsfördernde Maßnahmen allgemein und weitere 3.000 Euro für Maßnahmen des BGF-Instituts.
„Eine gesunde Unternehmenskultur entsteht nicht zufällig, sie ist das Ergebnis einer klaren Entscheidung und konsequenten Handelns. Die Landeshauptstadt Düsseldorf beweist mit ihrem Engagement, dass betriebliche Gesundheitsförderung ein strategischer Erfolgsfaktor ist”, erklärte Deutscher zur Begründung der Jury.
300 Ersthelfende für mentale Gesundheit ausgebildet
Mit rund 12.000 Beschäftigten in 46 Ämtern und Instituten zählt die Landeshauptstadt zu den größten Arbeitgebern der Region. Nach Einschätzung der AOK gehe es der Stadtverwaltung dabei nicht um eine möglichst große Zahl an Maßnahmen, sondern um gezielte und wirksame Angebote. Ein strukturiertes System mit klaren Zielen, Kennzahlen, regelmäßigen Evaluationen und einem eigenen Controlling-Bericht zeige, dass Gesundheit in der Verwaltung aktiv gesteuert werde.
Besonders hervorgehoben wurde die Verbindung von Digitalisierung und Gesundheitsförderung: KI-gestützte Ergonomie-Coaches, Virtual-Reality-Angebote und eine eigene E‑Sport-Betriebssportgemeinschaft stehen für ein zeitgemäßes Gesundheitsmanagement. Auch im Bereich der mentalen Gesundheit ist die Stadt aktiv – rund 300 ausgebildete Ersthelfende kümmern sich um psychische Gesundheit, Supervisionen und professionelle Kriseninterventionen.
Neben Düsseldorf wurden in diesem Jahr das Seniorenzentrum St. Anna aus Alsdorf in der Kategorie Newcomer sowie die Firma Jokey SE aus Wipperfürth in der Kategorie Ganzheitlichkeit ausgezeichnet.
Gesundheitsförderung als Erfolgsfaktor
„Gesundheit am Arbeitsplatz ist heute kein ‚Nice to have’ mehr, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor. Mitarbeitende erwarten ein gesundes Arbeitsumfeld – und das zu Recht. Wer in Gesundheit investiert, gewinnt motivierte, leistungsfähige Beschäftigte und schafft zugleich die Grundlage für ein stabiles, zukunftsfähiges Unternehmen”, so Deutscher weiter. Gerade in einer zunehmend dynamischen und schnelllebigen Zeit stärke dies die Resilienz auf beiden Seiten.
Die AOK Rheinland/Hamburg betont zugleich, dass Prävention und Gesundheitsförderung nicht allein auf das Berufsleben beschränkt bleiben dürften, sondern in allen Lebenswelten verankert werden müssten. Mit zahlreichen Programmen führt die Gesundheitskasse bereits Kinder ab dem Kita-Alter an Themen wie mentale Gesundheit, Resilienz, Ernährung und Bewegung heran. In Kooperation mit Bund, den Ländern Nordrhein-Westfalen und Hamburg, Schulen, Hochschulen und weiteren Trägern bietet die AOK Präventionsangebote entlang aller Lebensphasen an – bis ins hohe Alter.
Das BGF-Institut der AOK Rheinland/Hamburg unterstützt Betriebe seit 30 Jahren in der betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention. Der AOK-BGF-Gesundheitspreis wird bereits seit mehr als 25 Jahren jährlich an vorbildlich agierende Unternehmen jeder Größe und aus unterschiedlichen Branchen verliehen.