
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (2.v.r.) nahm am Donnerstag, 9. Juli 2026, das offizielle Beitragszertifikat im Netzwerk “Age-friendly Cities and Communities” entgegen. Überreicht wurde es von Dr. Heidrun Mollenkopf (2.v.l.), Vorsitzende von AGE Platform Europe und Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), sowie Ina Voelcker, Leiterin der Geschäftsstelle Internationale Altenpolitik der BAGSO. Mit dabei: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. © Landeshauptstadt
Düsseldorf gehört seit Januar 2026 offiziell zum globalen Netzwerk “Age-friendly Cities and Communities” der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller nahm am Donnerstag, 9. Juli 2026, das entsprechende Beitrittszertifikat entgegen. Überreicht wurde es von Dr. Heidrun Mollenkopf, Vorsitzende von AGE Platform Europe und Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), sowie von Ina Voelcker, Leiterin der Geschäftsstelle Internationale Altenpolitik der BAGSO.
Mit der Mitgliedschaft verpflichtet sich die Landeshauptstadt, ihre altersfreundlichen Strukturen weiter auszubauen und sich international stärker zu vernetzen. Zugleich profitiert Düsseldorf vom Austausch mit anderen Städten weltweit: Eigene Projekte fließen in das Netzwerk ein, erfolgreiche Konzepte anderer Kommunen können übernommen werden.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller bezeichnete den Beitritt als bedeutenden Meilenstein für die Stadt. Düsseldorf wachse und werde zugleich älter – diesen demografischen Wandel wolle man aktiv gestalten, damit Menschen bis ins hohe Alter selbstbestimmt leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben könnten. Der Austausch mit Städten aus aller Welt helfe dabei, bewährte Konzepte weiterzuentwickeln und eigene Stärken international einzubringen.
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche verwies darauf, dass Düsseldorf seit vielen Jahren das Ziel verfolge, eine Stadt zu sein, in der Menschen aller Generationen gut leben und sich aktiv einbringen können. Rund ein Viertel der knapp 660.000 Einwohnerinnen und Einwohner sei älter als 60 Jahre – Tendenz steigend. Mit der WHO-Mitgliedschaft baue die Stadt ihr Engagement für altersfreundliche und barrierefreie Strukturen weiter aus. Bewährte Angebote wie die inzwischen 32 “zentren plus” würden dabei weiterentwickelt und zugleich international sichtbar gemacht.
Bereits beim 3. Weltkongress der altersfreundlichen Städte und Gemeinden vom 16. bis 18. Juni 2026 in Donostia/San Sebastián war eine Düsseldorfer Delegation vor Ort, stellte eigene Projekte vor und tauschte sich mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Städte über erfolgreiche Ansätze aus.
Dr. Heidrun Mollenkopf gratulierte der Stadt sowie ihren Bürgerinnen und Bürgern und allen Verantwortlichen in Politik und Verwaltung zur Aufnahme in das Netzwerk. Diese biete die Chance, eine bereichsübergreifende und integrative Stadtpolitik weiterzuentwickeln, die gutes Älterwerden in allen Lebensbereichen unterstütze. So könne Düsseldorf wichtige Impulse für eine Stadt setzen, die den Bedürfnissen aller Generationen gerecht werde.
Ziele des WHO-Netzwerks
Im Mittelpunkt der Netzwerkarbeit stehen die Förderung eines selbstbestimmten Lebens im Alter, die Schaffung lebenswerter und inklusiver Lebensräume, die Stärkung sozialer und kultureller Teilhabe sowie der Ausbau wohnortnaher Unterstützungsangebote. Ein zentrales Leitprinzip ist dabei die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie die Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsverbänden, Pflegeanbietern, ehrenamtlichen Initiativen, Interessenvertretungen der Seniorinnen und Senioren und lokalen Netzwerken in den Stadtteilen.
Bestehende Düsseldorfer Angebote für Ältere
Die Landeshauptstadt verfügt bereits über ein breites Angebot an seniorenspezifischen Konzepten. Der Aktionsplan “Älter werden in Düsseldorf” aus dem Jahr 2025 bündelt konkrete Maßnahmen für die kommenden Jahre in den vier Handlungsfeldern offene Seniorenarbeit, Infrastruktur Pflege, altersgerechtes Wohnen sowie pflegerische Unterstützung und Beratung. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.duesseldorf.de/senioren/aelter-werden.
Bereits seit 2005 verfolgt zudem das Projekt “Düsseldorf gemeinsam aktiv für das Alter” das Ziel, ältere Menschen durch die Stärkung von Eigeninitiative und sozialen Netzwerken dabei zu unterstützen, möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben. Das über zwei Jahrzehnte gewachsene Hilfesystem bildete unter anderem die Grundlage für den Ausbau der mittlerweile 32 “zentren plus” als zentrale Anlaufstellen in allen zehn Stadtbezirken. Mehr dazu unter www.duesseldorf.de/senioren/gemeinsam-aktiv-fuer-das-alter.
Der “Wegweiser für Ältere und Junggebliebene” bündelt auf 132 Seiten die vielfältigen Angebote in Düsseldorf für mehr Lebensqualität, Aktivität und Teilhabe – von Beratungsangeboten über Hilfen im Alltag und Wohnen im Alter bis hin zu Freizeitmöglichkeiten und sozialen Leistungen. Der Seniorenrat der Landeshauptstadt vertritt bereits seit 1978 die Interessen der Seniorinnen und Senioren, bringt deren Perspektive in politische Entscheidungsprozesse ein und berät die Stadtverwaltung.