
Vorsicht vor KO Tropfen © Polizeiliche Kriminalprävention
Vor dem Start der Düsseldorfer Rheinkirmes richtet der Kriminalpräventive Rat der Landeshauptstadt (KPR) einen eindringlichen Appell an die Besucher: Vorsicht vor sogenannten K.O.-Tropfen. Die Substanzen sind farb‑, geruchs- und geschmacksneutral und lassen sich daher kaum bemerken, wenn sie unbemerkt in Getränke gemischt werden. Betroffen sind nicht nur Kneipen und Diskotheken, sondern zunehmend auch große Volksfeste wie die Rheinkirmes, bei denen viel getrunken und gefeiert wird. Täter nutzen die ausgelassene Stimmung, um ihren Opfern die Tropfen unbemerkt zu verabreichen. Ziel ist es, die Betroffenen kurzzeitig orientierungslos, hilflos oder willenlos zu machen, um sie anschließend sexuell zu missbrauchen oder auszurauben.
Der KPR gibt deshalb konkrete Verhaltenstipps für die Kirmestage. Wichtig sei zunächst, das eigene Glas nie unbeaufsichtigt stehen zu lassen. Wer zur Tanzfläche oder zur Toilette geht, sollte sein Getränk möglichst vorher austrinken. Besteht der Verdacht, dass jemand unbemerkt etwas in das Glas gegeben haben könnte, empfiehlt es sich, sicherheitshalber ein neues Getränk zu bestellen. Treten plötzlich Übelkeit, Schwindel oder ein allgemeines Unwohlsein auf, sollten Betroffene umgehend Freunde oder das Personal des jeweiligen Betriebs ansprechen. Auch der Heimweg sollte nie allein oder mit Fremden angetreten werden – nur in Begleitung von Freunden oder Vertrauenspersonen.
Der Rat gilt ausdrücklich auch für Umstehende: Wer beobachtet, dass jemand in einer Kneipe oder auf dem Kirmesgelände plötzlich über Schwindel oder Unwohlsein klagt, sollte diese Hinweise ernst nehmen und Freunde oder Personal hinzuziehen. Geht es der betroffenen Person erkennbar sehr schlecht, muss umgehend ein Krankenwagen gerufen werden. Wer selbst den Verdacht hat, Opfer von K.O.-Tropfen geworden zu sein, sollte sich direkt an die Polizei wenden – über den Notruf 110.
Die Fachgruppen “Opferschutz” sowie “Gewaltprävention – Lesben, Schwule, Trans*” des Kriminalpräventiven Rates beschäftigen sich bereits seit 2008 mit dem Thema K.O.-Tropfen. Weiterführende Informationen bietet die Internetseite www.ko-tropfen-duesseldorf.de.