
Die Live-Spielstände an den UNIQ TOWERS im Düsseldorfer Medienhafen © Kurios GmbH
Wer in diesen Tagen nachts durch den Medienhafen spaziert oder von der Rheinkniebrücke aus in Richtung Kaistraße blickt, kommt an einem ungewöhnlichen Anblick kaum vorbei: An den UNIQ TOWERS werden derzeit Nacht für Nacht die aktuellen Spielstände der Fußball-Weltmeisterschaft auf die Fassade projiziert. Mit einer Projektionshöhe von bis zu 71 Metern soll damit nach Angaben der Initiatoren der weltweit größte WM-Counter entstanden sein.
Seit dem Anpfiff der WM 2026 verwandeln die Lichtprojektionen die vier markanten Türme an der Kaistraße 1 in ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Turniers. Besonders in den späten Abend- und Nachtstunden, wenn wegen der Spielorte in den USA, Kanada und Mexiko viele Partien angepfiffen werden, leuchten die Ergebnisse über dem Hafenviertel – gut erkennbar nicht nur von der Rheinkniebrücke, sondern auch aus benachbarten Stadtteilen.
Hinter der Aktion steht die MOMENI Gruppe, die das Bauprojekt gemeinsam mit Black Horse Investments realisiert. Dr. Hanjo Hautz, Managing Director bei MOMENI, zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Die Rückmeldungen aus der Stadtgesellschaft seien durchweg positiv, das Interesse an den Projektionen groß. Ziel sei es gewesen, die UNIQ TOWERS bereits vor ihrer Fertigstellung mit dem Leben im Medienhafen zu verknüpfen – ein Vorhaben, das offenbar aufgeht.
Möglich wird das Lichtspektakel durch mehrere Hochleistungsprojektoren, die auf den Dachterrassen des Ensembles installiert wurden und die Ergebnisse der laufenden Partien in Echtzeit auf die Gebäudestrukturen übertragen. Die Projektionen sollen noch bis zum WM-Finale am 19. Juli 2026 zu sehen sein.
Die Aktion ist zugleich ein Vorgeschmack auf die künftige Bedeutung des Ensembles für den Medienhafen. Die UNIQ TOWERS entstehen nach Plänen des Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven und seines Büros ingenhoven associates und umfassen vier Türme mit bis zu 18 Geschossen – eines der markantesten Neubauprojekte der Stadt. Auf rund 30.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche sollen moderne Büroflächen, begrünte Dachterrassen und öffentlich zugängliche Freiflächen entstehen, die das Quartier auch über die Weltmeisterschaft hinaus beleben sollen.