
Archivbild Stadtdirektor Burkhard Hintzsche © Lokalbüro
Zum Start des neuen Kita-Jahres am 1. August stellt die Landeshauptstadt Düsseldorf rund 27.500 Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt bereit. Damit setzt die Stadt ihren Kurs beim kontinuierlichen Ausbau der frühkindlichen Bildung und Betreuung fort. Besonders erfreulich fällt die Bilanz bei den Über-Drei-Jährigen aus: Mit einer Versorgungsquote von über 100 Prozent kann Familien in dieser Altersgruppe wohnortnah ein Kita-Platz angeboten werden. Auch bei den Jüngsten geht es voran – für Kinder unter drei Jahren liegt die Versorgungsquote im neuen Kita-Jahr bei rund 58 Prozent und damit rund vier Prozentpunkte höher als im Vorjahr.
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche betont die Bedeutung dieser Entwicklung für den Bildungsstandort Düsseldorf: „Die Landeshauptstadt Düsseldorf investiert weiterhin konsequent in die Qualität der Kinderbetreuung und zusätzliche Betreuungsplätze. Gut ausgebildete Fachkräfte, moderne pädagogische Konzepte und verlässliche Angebote machen Düsseldorf zu einem starken Bildungsstandort für Familien. Gute Bildung und Betreuung darf keine Frage des Geldes sein.“
Wer noch keine Platzzusage erhalten hat, muss deswegen nicht bangen: Auch für diese Familien bestehen aktuell gute Chancen auf einen Betreuungsplatz. Voraussetzung ist die Registrierung im Kita-Navigator. Ist ein Kind dort angemeldet, läuft die Platzvergabe nach einem transparenten Verfahren ab. Seit Anfang des Jahres gilt dabei im Rahmen eines Modellprojekts ein zentrales und einheitliches Vergabesystem. Eltern, die Unterstützung bei der Vermittlung von Kita- oder Kindertagespflegeplätzen benötigen, können sich an den i‑Punkt Familie wenden, per E‑Mail unter i‑punkt-familie@duesseldorf.de oder telefonisch unter 0211–8998870.
Für zusätzliche Plätze sorgen im kommenden Kita-Jahr insgesamt neun Neueröffnungen, die über fast alle Stadtbezirke verteilt sind. Dazu zählen unter anderem ein Neubau an der Löbbeckestraße mit 58 zusätzlichen Plätzen, ein Ersatzneubau an der Volmerswerther Straße mit 16 neuen U3-Plätzen sowie gleich zwei neue Einrichtungen im Stadtbezirk 8 an der Festenbergstraße und am Tulpenweg mit 70 beziehungsweise 50 zusätzlichen Plätzen. Auch in den Stadtbezirken 5 und 9 entstehen neue Häuser, etwa an den Deiker Höfen, am Akazienweg, am Dechenweg und an der Kaldenberger Straße, wo mit 85 zusätzlichen Plätzen die größte der neun Einrichtungen entsteht.
Neben dem quantitativen Ausbau legt die Stadt Wert auf die Qualität der Betreuung. Gemeinsam mit den freien Trägern wird die Ausbildung pädagogischer Fachkräfte gefördert: Mehr als 200 Personen absolvieren im kommenden Kita-Jahr in den städtischen Einrichtungen eine Ausbildung. Zur Unterstützung finanziert Düsseldorf sechs zusätzliche Vollzeitstellen für die Ausbildungskoordination, davon vier bei freien Trägern. Im ersten Quartal ist zudem erneut ein pädagogischer Fachtag mit rund 200 Fachkräften, Auszubildenden sowie Vertretern aus Wissenschaft und Politik geplant.
Für die Kindertagespflege ist eine eigene digitale Plattform in Vorbereitung: Der Kindertagespflege-Navigator (KTP-Navigator) soll im vierten Quartal 2026 an den Start gehen und Familien künftig direkt mit Kindertagespflegepersonen zusammenbringen.
Auch beim Thema Bewegung setzt die Sportstadt Düsseldorf Akzente. Derzeit gibt es 26 anerkannte Bewegungskitas im Stadtgebiet, weitere sollen noch in diesem Jahr hinzukommen. Vom 13. bis 15. Oktober findet zudem das „Kita-Bewegungs-Camp“ in der Leichtathletikhalle im Arena-Sportpark statt, bei dem rund 350 Kinder gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern verschiedene Spiel- und Bewegungsangebote ausprobieren können. Die Anmeldung läuft über die jeweilige Kita. Im Oktober startet außerdem die zweite Runde des Wassergewöhnungsprojekts „Wasserspaß in der Kita“, das sich sowohl an Vorschulkinder als auch an Eltern richtet, die gemeinsam mit ihren Kindern den Umgang mit Wasser üben möchten.
Einen weiteren wichtigen Schritt plant die Stadt für das übernächste Kita-Jahr: Ab dem 1. August 2027 sollen bis zu 35 Wochenstunden Betreuung in Kitas, Kindertagespflege und im Offenen Ganztag bis 15 Uhr vollständig beitragsfrei sein. Damit will Düsseldorf allen Kindern unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familien einen frühen Zugang zu hochwertiger Bildung ermöglichen.