
Soreanga mit Jockey Eduardo Pedroza auf dem Weg zu einem klaren Sieg. Die Stute startet für das Gestüt Fährhof aus Sottrum. © LB / Olaf Oidtmann
Die Düsseldorfer Galopprennbahn hat am Wochenende ihren wichtigsten Renntag des Jahres erlebt. Knapp 20.000 Besucher kamen auf den Grafenberg, um den 168. Henkel-Preis der Diana zu verfolgen – und wurden Zeugen eines klaren Sieges der Stute Soreanga. Die Tochter des Deckhengstes Siyouni, gezüchtet und im Besitz des Gestüts Fährhof aus Sottrum, setzte sich im mit 500.000 Euro dotierten Gruppe-1-Rennen über 2.200 Meter durch und krönte sich damit zur neuen Stutenkönigin Deutschlands.
Im Sattel saß Jockey Eduardo Pedroza, der mit diesem Erfolg bereits zum fünften Mal das Deutsche Stutenderby für sich entschied. Für Trainer Andreas Wöhler bedeutete der Sieg gleich doppelten Grund zur Freude: Ihm gelang in diesem Jahr das seltene klassische Double aus Deutschem Derby und German Oaks, und er feierte zugleich seinen siebten Erfolg im Stutenderby. Mit dreieinhalb Längen Vorsprung ließ Soreanga die favorisierte Französin Lapotheose unter Jockey Alexis Pouchin hinter sich. Rang drei ging an die Außenseiterin Noble Lips mit Benjamin Marie im Sattel.
Soreanga zeigte sich über weite Strecken des Rennens im Vordertreffen platziert und fand am Beginn der Zielgeraden die entscheidende Lücke, durch die sie sich vom restlichen Feld absetzen konnte. Mit einer Laufzeit von 2:12,42 Minuten erzielte sie zudem die drittschnellste Zeit seit der ersten Austragung des Rennens in Düsseldorf im Jahr 2006. Wettfreunde, die zehn Euro auf ihren Sieg gesetzt hatten, erhielten 84 Euro zurück.
Auch im zweiten großen Rennen des Tages, dem mit 55.000 Euro dotierten Gruppe-3-Rennen Fritz Henkel-Preis über 1.600 Meter, war das erfolgreiche Duo aus dem Stall Wöhler nicht zu schlagen: Der sechsjährige Wallach Sommersby, startend für den Stall Chronos, lief unter Eduardo Pedroza von Start bis Ziel und ließ der Konkurrenz keine Chance. Hinter ihm platzierten sich Aster mit Leon Wolff sowie Montanus mit Bauyrzhan Murzabayev.
Im Grafenberger BBAG-Auktionsrennen, dotiert mit 52.000 Euro über 1.600 Meter, setzte sich der dreijährige Hengst Nardos durch, der aus dem Kölner Stall von Henk Grewe kommt. Jockey Thore Hammer-Hansen feierte damit seinen zweiten Tagessieg und baute mit inzwischen 42 Jahreserfolgen seine Führung in der deutschen Jockeyrangliste weiter aus.
Der Renntag stand in diesem Jahr zum 21. Mal unter dem Patronat von Henkel, das Unternehmen begeht 2026 zugleich sein 150-jähriges Bestehen. Die Schirmherrschaft über den wichtigsten Düsseldorfer Renntag des Jahres hatte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller inne. Bei bestem Zuschauerzuspruch bot der Grafenberg an diesem Feiertag des Düsseldorfer Turfs erneut eine Mischung aus sportlicher Spannung und Familienevent.
Die nächste Veranstaltung auf der Galopprennbahn findet am Sonntag, den 23. August, statt: Beim Großen Sparkassen-Familientag steht der mit 40.000 Euro dotierte Sparkassen-Familien-Cup im Mittelpunkt des sportlichen Programms.
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