
Wenn die Rathausfahne plötzlich Punk trägt © Lokalbüro
Die Versteigerung von fünf besonderen Düsseldorf-Flaggen hat 40.700 Euro für den guten Zweck eingebracht. Die sogenannten „Knochenlöwen“-Fahnen waren im Sommer im Stil der Toten Hosen gestaltet worden. Der Erlös kommt dem Housing-First-Programm der Obdachlosenhilfe fiftyfifty zugute.
Flaggen wurden von den Toten Hosen signiert
Der rote Löwe aus dem Düsseldorfer Stadtwappen war auf den fünf temporären Flaggen als Skelett dargestellt. Oberbürgermeister Stephan Keller hatte vor den beiden Konzerten der Toten Hosen in der städtischen Arena zwei der Flaggen gemeinsam mit den Bandmitgliedern Andi Meurer, Andreas „Kuddel“ von Holst und Vom Ritchie vor dem Rathaus gehisst. Nach den Konzerten wurden die Fahnen wieder abgehängt und von allen Bandmitgliedern signiert. Anschließend wurden sie zugunsten von Housing First versteigert.
Gemeinsame Aktion von Stadt, Band und Partnern
Das „Knochenlöwen“-Motiv entstand im kreativen Zusammenspiel der Toten Hosen, The Rocket Scientists und Visit Düsseldorf. Visit Düsseldorf unterstützte die Aktion als Ideengeber, Initiator und Produzent und trug dazu bei, die Idee im Düsseldorfer Stadtbild sichtbar zu machen. Dazu gehörten neben dem gemeinsamen Hissen der Flaggen auch ein begleitender T‑Shirt-Verkauf in der Tourist-Information.
„Wir verstehen unsere Rolle als moderne Tourismusorganisation auch darin, Menschen und Ideen zusammenzubringen, besondere Projekte möglich zu machen und starken Partnern eine Bühne zu geben. Dass die Knochenlöwen jetzt 40.700 Euro für Housing First eingebracht haben, ist ein großartiges Ergebnis, das unsere Erwartungen deutlich übertroffen hat“, sagt Jens Ihsen, Geschäftsführer von Visit Düsseldorf.
Die Zusammenarbeit mit fiftyfifty hat Tradition. Visit Düsseldorf hat bereits mehrfach gemeinsame Projekte mit der Obdachlosenhilfe umgesetzt und unterstützt – zuletzt unter anderem rund um die UEFA EURO 2024 gemeinsam mit Düsseldorf Marketing und 11FREUNDE.
Erlös ermöglicht fast halbe Wohnung
Auch Hubert Ostendorf, Geschäftsführer von fiftyfifty, zeigte sich erfreut über das Ergebnis. Mit dem Geld soll der Kauf einer Wohnung für einen obdachlosen Menschen im Rahmen des Housing-First-Programms mitfinanziert werden. Dem gemeinnützigen Verein wurde aktuell ein Apartment in Düsseldorf-Hassels angeboten. Der Erlös aus der Versteigerung reicht nach Angaben von fiftyfifty für fast die Hälfte des Kaufpreises.
Oberbürgermeister dankt den Toten Hosen
Oberbürgermeister Stephan Keller, der Schirmherr von Housing First ist und über die sozialen Medien für die Auktion geworben hatte, begrüßte den Erfolg. „Ich danke den Toten Hosen für ihr wieder einmal außergewöhnliches Engagement.“