Symbolbild Baumpfällungen © Lokalbüro

Sym­bol­bild Baum­pfäl­lun­gen © Lokalbüro

 

Die Stadt Düs­sel­dorf muss in den kom­men­den Wochen ins­ge­samt 173 kranke und abge­stor­bene Bäume im Stadt­ge­biet fäl­len. Grund­lage dafür sind die aktu­el­len städ­ti­schen Baum­kon­trol­len. Die Maß­nah­men die­nen der Ver­kehrs­si­cher­heit und begin­nen bereits Anfang die­ser Woche. Bevor die Motor­sä­gen zum Ein­satz kom­men, wer­den die betrof­fe­nen Bäume noch auf besetzte Brut­höh­len und Nes­ter untersucht.

Von den 173 Bäu­men ste­hen 80 an Stra­ßen, die übri­gen 93 befin­den sich in städ­ti­schen Grün­an­la­gen. 56 Bäume sind bereits voll­stän­dig abge­stor­ben, bei 69 wei­te­ren ist der Abster­be­pro­zess bereits fort­ge­schrit­ten. Damit Anwoh­ner und Pas­san­ten nicht über­rascht wer­den, bringt die Ver­wal­tung vorab Infor­ma­ti­ons­ban­de­ro­len an den betrof­fe­nen Bäu­men an. Zusätz­lich ver­öf­fent­licht die Stadt sämt­li­che geplan­ten Fäl­lun­gen über Düs­sel­dorf Maps (maps.duesseldorf.de) in der The­men­ka­te­go­rie Baum­be­stand. Auch die jeweils zustän­dige Bezirks­ver­tre­tung wird informiert.

Einen Schwer­punkt bil­den dabei einige Stand­orte in der Stadt. Auf dem Fried­hof Heerdt müs­sen 14 Bäume wei­chen, dar­un­ter fünf bereits abge­stor­bene und drei abster­bende Exem­plare. Zwei Bäume wei­sen dort erheb­li­che Fäu­le­schä­den auf, zwei wei­tere sind am Wur­zel­stamm vom Brand­krus­ten­pilz befal­len – ein aggres­si­ver Pilz, der den Stamm porös und damit insta­bil macht. Ein Baum ist von der Ruß­rin­den­krank­heit betrof­fen, die zum Abster­ben führt, ein wei­te­rer muss wegen einer Bau­werks­schä­di­gung ent­fernt werden.

In den Rhein­wie­sen fal­len neun Bäume der Säge zum Opfer, drei davon bereits abge­stor­ben, sechs im Abster­be­pro­zess. Auf dem Fried­hof Eller sind es acht Bäume: einer ist abge­stor­ben, vier wei­tere abster­bend, einer stark von Fäule betrof­fen und zwei vom Brand­krus­ten­pilz befallen.

Die Stadt kün­digt an, mög­lichst viele der frei­wer­den­den Stand­orte wie­der zu bepflan­zen. Für die Nach­pflan­zung von Stra­ßen­bäu­men setzt die Ver­wal­tung dafür soge­nannte Umlauf­ver­fah­ren an. Dabei prü­fen unter ande­rem die Netz­ge­sell­schaft, der Stadt­ent­wäs­se­rungs­be­trieb und die Tele­kom, wie nah Lei­tungs­tras­sen am jewei­li­gen Stand­ort ver­lau­fen. Auch Abstände zu Ver­kehrs­an­la­gen und brand­schutz­tech­ni­sche Vor­ga­ben spie­len bei der Stand­ort­wahl eine Rolle.

Wie wich­tig der Stadt der Baum­be­stand ist, zeigt die Bilanz der ver­gan­ge­nen Monate: Bis zum Früh­jahr hat Düs­sel­dorf mehr als 1500 Bäume neu gepflanzt. Dar­un­ter waren 500 Nach­pflan­zun­gen von Stra­ßen­bäu­men, über 100 Pflan­zun­gen im Rah­men des Stadt­baum­kon­zep­tes, 180 Bäume in Grün­an­la­gen, knapp 110 an Sport­plät­zen, 340 auf Fried­hö­fen und mehr als 100 im Wild­park. Über die Aktion “Dein Baum” kamen zudem 225 neue Bäume auf pri­va­ten Grund­stü­cken hinzu, dazu 20.000 Setz­linge im Stadtwald.