Symbolbild Polizei © Lokalbüro

Sym­bol­bild Poli­zei © Lokalbüro

 

In Ober­bilk sind am Mon­tag­nach­mit­tag zwei mut­maß­li­che Dro­gen­händ­ler ins Netz der Poli­zei gegan­gen. Einer wil­den Flucht über Dächer, durch Trep­pen­häu­ser und quer durch den Stadt­teil folgte am Ende die Fest­nahme – ein Dienst­hund war eben­falls im Einsatz.

Anwoh­ner alar­mie­ren die Polizei
Aus­lö­ser des Ein­sat­zes war ein Hin­weis aus der Nach­bar­schaft: Anwoh­ner der Les­sing­straße hat­ten am Mon­tag­nach­mit­tag gegen 17 Uhr beob­ach­tet, wie meh­rere Per­so­nen offen­bar unver­hoh­len auf offe­ner Straße mit Dro­gen han­del­ten, und die Poli­zei alar­miert. Als die Beam­ten ein­tra­fen, waren die mut­maß­li­chen Dea­ler bereits ver­schwun­den. Ein Zeuge konnte den Ein­satz­kräf­ten jedoch einen ent­schei­den­den Hin­weis geben: Drei Män­ner seien in einem nahe­ge­le­ge­nen Haus untergetaucht.

Flucht über die Feuertreppe
Die Poli­zis­ten durch­such­ten dar­auf­hin das Mehr­fa­mi­li­en­haus und stie­ßen im Trep­pen­haus tat­säch­lich auf die Gesuch­ten. Doch die Män­ner lie­ßen sich nicht so ein­fach fas­sen: Beim Anblick der Beam­ten flüch­te­ten sie in zwei benach­barte Woh­nun­gen und ent­ka­men von dort über eine Feuertreppe.

Die Poli­zei hatte das Gebäude aller­dings bereits weit­räu­mig abge­si­chert. Als die drei Ver­däch­ti­gen kurz dar­auf aus einem Nach­bar­haus lie­fen und über die Drei­eck­straße in Rich­tung Indus­trie­straße zu ent­kom­men ver­such­ten, nah­men meh­rere Beamte sofort die Ver­fol­gung auf.

Zwei Ver­däch­tige unter Autos aufgespürt
Zwei der drei Flüch­ti­gen ver­such­ten sich unter par­ken­den Fahr­zeu­gen zu ver­ste­cken – ver­geb­lich, die Poli­zei ent­deckte sie dort. Der dritte Mann konnte den Beam­ten ent­kom­men und ist wei­ter­hin auf der Flucht.

Bei einem der bei­den Fest­ge­nom­me­nen, einem 25 Jahre alten Alge­rier, fan­den die Poli­zis­ten meh­rere Druck­ver­schluss­beu­tel mit Can­na­bis, eine Medi­ka­men­ten­pa­ckung sowie meh­rere hun­dert Euro Bar­geld in klei­ner Stü­cke­lung. Der zweite Fest­ge­nom­mene, ein 26-jäh­ri­ger Alge­rier, führte zwar keine Dro­gen oder Bar­geld mit sich, gegen ihn lag jedoch bereits ein Fahn­dungs­er­su­chen wegen Ver­sto­ßes gegen das Auf­ent­halts­ge­setz vor.

Dro­gen­spür­hund fin­det wei­tere Beweise
Da sich im Zuge der Ermitt­lun­gen der Ver­dacht erhär­tete, dass die bei­den Woh­nun­gen sowie ein auf der Les­sing­straße gepark­ter Pkw als eine Art Depot für die Dro­gen­ge­schäfte genutzt wur­den, for­derte die Poli­zei einen Dro­gen­spür­hund an. In einer der Woh­nun­gen stell­ten die Beam­ten eine grö­ßere Menge Can­na­bis sicher, in der zwei­ten Woh­nung fan­den sie meh­rere Mobil­te­le­fone sowie wei­te­res Bargeld.

Auch bei dem ver­däch­ti­gen Pkw schlug der Dienst­hund an. Vor Ort lie­ßen sich zwar keine Betäu­bungs­mit­tel fin­den, den­noch wurde das Fahr­zeug sicher­ge­stellt, um es spä­ter genauer auf mög­li­che Ver­ste­cke zu untersuchen.

Die bei­den fest­ge­nom­me­nen Män­ner, die beide über kei­nen fes­ten Wohn­sitz ver­fü­gen, sit­zen vor­läu­fig in Gewahr­sam. Die Ermitt­lun­gen der Poli­zei dau­ern an.