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Eine ganze Stadt kocht auf: „Chefs in Town” startet in die dritte Runde
Düsseldorf steht Ende September erneut ganz im Zeichen der Gastronomie. Vom 25. bis 27. September verwandelt sich die Landeshauptstadt zum dritten Mal in einen kulinarischen Schauplatz, wenn „Chefs in Town” seine Türen öffnet. Bei einer Pressekonferenz im mexikanischen Restaurant Mamacita auf dem METRO Campus stellten die Veranstalter nun die Details des Festivals vor, das sich seit seiner Premiere 2024 zu einer der sichtbarsten Brancheninitiativen Deutschlands entwickelt hat.
Von der Idee zum Branchen-Highlight
Was vor zwei Jahren als innovatives Format des Handelsriesen METRO begann, gehört inzwischen zu den größten dezentralen Gastro-Festivals Europas. Über 200 kulinarische Erlebnisse, mehr als 100 teilnehmende Betriebe und über 100 Starköchinnen und ‑köche kommen in diesem Jahr zusammen. Auf dem Programm stehen fast 150 Veranstaltungen quer durch die Stadt, bei denen lokale Gastronominnen und Gastronomen auf nationale und internationale Spitzenkräfte der Hospitality-Welt treffen. Die Schirmherrschaft über die Initiative hat der renommierte Spitzenkoch Heiko Antoniewicz übernommen – ein Signal, das offenbar auch über Düsseldorf hinaus Wirkung zeigt: Immer mehr Köchinnen und Köche aus dem In- und Ausland suchen inzwischen aktiv den Kontakt zum Festival.
METRO-Chef Dr. Steffen Greubel betonte bei der Pressekonferenz die gesellschaftliche Bedeutung der Branche für die Stadt. Die Gastronomie gehöre ins Zentrum des gesellschaftlichen Lebens, so Greubel, und mit „Chefs in Town” zeige man, welche Energie entstehe, wenn die Branche nicht nur über Herausforderungen spreche, sondern aktiv Chancen schaffe.
Düsseldorf als Genussstandort
Auch Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller unterstrich die Bedeutung des Festivals für den Standort. Mit Blick auf die Vielfalt der Stadt, in der Menschen aus mehr als 180 Nationen leben, verwies er auf die wirtschaftliche Kraft der Branche: Rund 1.870 gastronomische Unternehmen erwirtschaften in Düsseldorf mehr als 1,3 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigen über 14.000 Menschen sozialversicherungspflichtig. Dass „Chefs in Town” bereits zum dritten Mal stattfindet, sei ein Beleg dafür, wie gut das Format zur Stadt passe.
Passend zum Austragungsort der Pressekonferenz kam auch Nico Buchmann zu Wort, der gemeinsam mit seinen beiden Brüdern erst im Mai das Mamacita auf dem METRO Campus eröffnet hat. Nach vier Monaten Betrieb zeigte er sich zufrieden mit der Resonanz und kündigte für das Festivalwochenende einen eigenen Mercadito sowie Piñata-Workshops an, mit denen ein Stück mexikanischer Kultur direkt nach Düsseldorf geholt werden soll.
Ein Klassentreffen der Branche
Wie sehr das Festival mittlerweile Teil der Szene geworden ist, machte die deutsche Spitzenköchin Clara Hunger deutlich, die während „Chefs in Town” im Riva zu Gast sein wird. Für sie fühle sich die Veranstaltung an wie ein Klassentreffen der Gastronomie, bei dem alte und neue Gesichter der Branche zusammenkämen und ins Gespräch kommen – ein Gefühl von Zusammenhalt, das gerade in Zeiten wie diesen wichtig sei.
Highlights an drei Tagen
Das Programm bietet für jeden Geschmack etwas. Den Auftakt macht am Freitag, 25. September, ein Four-Hands-Dinner im Nagaya, bei dem Pierre Gagnaire und Yoshizumi Nagaya gemeinsam kochen. Am Samstag laden unter anderem die Goldies zusammen mit Sven Elverfeld zur Neuauflage des 3‑Sterne-Burgers, während auf dem EUREF Campus Cornelia Poletto, Nelson Müller und Lucki Maurer bei „Cucina e Canzoni” auftreten. Auch die KD Eventkreuzfahrten stehen am Samstagabend mit einer Schiffstour samt Food Market und Spitzenkoch Phillip Vogel auf dem Plan.
Der Sonntag hält gleich mehrere Höhepunkte bereit: Im DOX im Hyatt kochen acht Spitzenköche neun Gänge für den guten Zweck, im Riva treffen sich Gäste beim Charity-Format „Pasta für Zasta” zu Kochduell, Comedy und Musik, und am Fortuna Büdchen sorgt eine Ćevapčići-Party mit Max Stiegl für Stimmung. Wer es lieber gemütlich mag, kann bei einer historischen Rheinbahn-Fahrt mit Arne Anker und Jürgen Haberle die Stadt aus einer besonderen Perspektive erleben. Am Robert-Lehr-Ufer und am Tonhallen-Ufer sorgen zudem Stadtstrand-Events mit Federweißerfest, Beer & Burger Festival und Foodtrucks für zusätzliches Flair über das gesamte Wochenende.
Rolling Pin.Convention mit Jamie Oliver
Wer nach dem Festivalwochenende noch nicht genug hat, kann direkt im Anschluss zur Rolling Pin.Convention weiterziehen. Vom 28. bis 29. September findet in den Böhler Werken zum dritten Mal Europas zweitgrößtes Food- und Gastronomie-Symposium statt. Als Stargast wird in diesem Jahr die britische Kochlegende Jamie Oliver erwartet. Rund 10.000 Fachbesucher aus der Branche kommen dort zusammen, um sich bei Kochdemonstrationen, Masterclasses und Fachvorträgen auszutauschen und weiterzubilden.
Die Veranstalter rechnen für „Chefs in Town” auch in diesem Jahr mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern aus dem gesamten Bundesgebiet sowie internationalen Gästen. Weitere Informationen und den vollständigen Event-Zeitplan gibt es unter chefsintown.de.