
Hinweise der Passanten zum Nahverkehr in Düsseldorf werden unmittelbar aufgenommen. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lasse Rotthoff
Wie gut funktioniert der öffentliche Nahverkehr in Düsseldorf heute, und was erwarten die Menschen künftig von Bus und Bahn? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Neuaufstellung des Düsseldorfer Nahverkehrsplans (NVP). Passend zur Europäischen Mobilitätswoche machte die NVP-Roadshow am Donnerstag in Bilk vor den Bilker Arcaden Station. Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Wohnen, Grundstückswesen und Mobilität der Landeshauptstadt, informierte sich vor Ort über die bisherigen Rückmeldungen und sprach mit Bürgern und dem Projektteam.
Seit dem Start der Online-Beteiligung am 7. September haben zahlreiche Düsseldorferinnen und Düsseldorfer ihre Erfahrungen, Hinweise und Wünsche eingebracht. Bis zum 16. September gingen über die Beteiligungsplattform 885 Beiträge mit rund 370 Kommentaren ein, mehr als 80 Menschen schickten ihre Anregungen zusätzlich per E‑Mail. Auch die bisherigen Roadshow-Termine stoßen auf reges Interesse. Noch bis Montag, 5. Oktober, können sich Interessierte beteiligen.
„Ein guter Nahverkehrsplan muss sich an den tatsächlichen Wegen und Bedürfnissen der Menschen orientieren. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig zuzuhören und möglichst konkrete Erfahrungen aus dem Alltag zu sammeln. Die bisherigen Rückmeldungen geben uns wichtige Hinweise darauf, wo der öffentliche Nahverkehr bereits gut funktioniert und wo wir für die Zukunft noch genauer hinschauen müssen“, sagte Zuschke. Man lade ausdrücklich dazu ein, sich zu beteiligen, unabhängig davon, ob Bus und Bahn täglich, gelegentlich oder bislang nur selten genutzt würden.
Konkrete Erfahrungen aus dem Alltag
Bei der Beteiligung werden sowohl allgemeine Erwartungen an den Düsseldorfer Nahverkehr als auch sehr konkrete Hinweise zu einzelnen Linien, Haltestellen und Verbindungen genannt. Besonders häufig beschäftigen die Menschen derzeit die Themen Barrierefreiheit, Verbindungen, Umstiegssituationen sowie die Fahrzeug- und Haltestellenausstattung. Ebenfalls wiederholt angesprochen wurden die Bevorrechtigung des ÖPNV und die Fußwegeführung zu den Haltestellen.
Beteiligung läuft noch bis 5. Oktober
Bis einschließlich Montag, 5. Oktober, können Düsseldorferinnen und Düsseldorfer ihre Erfahrungen und Anregungen online einbringen. Über eine interaktive Karte lassen sich Hinweise direkt einem Ort im Stadtgebiet zuordnen, dabei können sowohl positive Erfahrungen als auch Verbesserungsvorschläge eingetragen werden. Auch das Bewerten, Kommentieren und Ergänzen fremder Anmerkungen ist möglich.
Auch die Roadshow wird in den kommenden Tagen fortgesetzt und macht in weiteren Stadtbezirken Station: Düsseltal, Rethelstraße/Brehmplatz, am Montag, 28. September, von 14 bis 18 Uhr; Garath, Nikolaus-Groß-Platz, am Dienstag, 29. September, von 9 bis 13 Uhr; Kaiserswerth, Marktplatz, am Mittwoch, 30. September, von 10 bis 14 Uhr; Eller, Gertrudisplatz, am Donnerstag, 1. Oktober, von 14 bis 18 Uhr; sowie Holthausen, Kamper Acker, am Freitag, 2. Oktober, von 14 bis 18 Uhr.
Wie geht es weiter?
Die Hinweise aus der Online-Beteiligung, der Roadshow und weiteren Beteiligungsformaten werden ausgewertet und in die fachliche Bearbeitung des Nahverkehrsplans einbezogen. Die Neuaufstellung des NVP hat im März 2026 begonnen und ist als mehrjähriger Planungsprozess angelegt. In der aktuellen Phase steht zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme im Mittelpunkt: Untersucht wird, wie der öffentliche Nahverkehr in Düsseldorf heute funktioniert und wo etwa bei Angebot, Erreichbarkeit, Verknüpfung, Bedienungsqualität oder Barrierefreiheit Handlungsbedarf bestehen könnte. Die Ergebnisse der Beteiligung fließen gemeinsam mit den fachlichen Untersuchungen in die nächsten Planungsschritte ein, aus denen später Ziele und Handlungsfelder sowie konkrete Maßnahmen abgeleitet werden sollen. Eine weitere Gelegenheit zum Austausch bietet ein digitaler Dialog am 4. November von 17 bis 19 Uhr.
„Wir stehen noch am Anfang des Planungsprozesses. Deshalb geht es jetzt zunächst darum, möglichst viele Perspektiven zusammenzutragen und ein belastbares Bild der heutigen Situation zu bekommen. Je konkreter die Rückmeldungen sind, desto besser können wir nachvollziehen, wo die Stärken des bestehenden Systems liegen und wo weiterer Handlungsbedarf besteht“, erklärte Laura Hoppenheit, Abteilungsleiterin im Amt für Verkehrsmanagement.
Jetzt noch beteiligen
Die Online-Beteiligung zur Neuaufstellung des Düsseldorfer Nahverkehrsplans läuft noch bis einschließlich Montag, 5. Oktober. Weitere Informationen zum Projekt „Bus & Bahn besser machen“ sowie den Zugang zur Onlinebeteiligung gibt es unter www.duesseldorf.de/nvp.