
Rheinbahn stärkt operatives Kerngeschäft: Christian Finke wird COO V.l.n.r.: Rolf Tups, Vorsitzender des Aufsichtsrats, und die Vorstandsvorsitzende Annette Grabbe gratulieren dem frisch gewählten Chief Operating Officer (COO) Christian Finke. © Rheinbahn
Aufsichtsrat baut Führungsstruktur um – Annette Grabbe wird Vorstandsvorsitzende, neue COO-Position ab 1. August
Die Düsseldorfer Rheinbahn baut ihre Vorstandsspitze um und schafft dafür eigens einen neuen Posten. Wie das Unternehmen mitteilte, soll Christian Finke zum 1. August 2026 als Chief Operating Officer (COO) in den Vorstand berufen werden. Damit rückt der langjährige Betriebsmanager aus der erweiterten Geschäftsleitung auf und übernimmt künftig die Verantwortung für den Bus- und Bahnbetrieb sowie für die operative Leistungsfähigkeit des Unternehmens.
Mit der Neuaufstellung reagiert der Aufsichtsrat nach eigenen Angaben auf die wachsenden Anforderungen an ein modernes Mobilitätsunternehmen. Künftig sollen Strategie und Tagesgeschäft getrennt, aber auf gleicher Ebene gesteuert werden: Annette Grabbe entwickelt sich in der neuen Konstellation zur Vorstandsvorsitzenden und verantwortet dann vor allem die Transformation des Unternehmens, die Steuerungseinheiten sowie den Personalbereich. Finke kümmert sich als COO um den laufenden Betrieb. Die erweiterte Geschäftsleitung bleibt als vorstandsnahes Managementteam bestehen.
Aufsichtsratsvorsitzender Rolf Tups begründete die Entscheidung mit den doppelten Herausforderungen, vor denen die Rheinbahn stehe. Transformation und ein funktionierender täglicher Betrieb müssten gleichermaßen auf höchster Ebene gesteuert werden, weshalb man das operative Geschäft dauerhaft im Vorstand verankere. Finke bringe als ausgewiesener Betriebsexperte genau die Erfahrung mit, die dafür nötig sei, so Tups.
Christian Finke ist seit vielen Jahren in unterschiedlichen Führungsfunktionen bei der Rheinbahn tätig. Zuletzt gehörte er als Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung zu den zentralen operativen Verantwortlichen. Zu seinen bisherigen Stationen zählen die Steuerung des Rheinbahn-Betriebs während der Fußball-Europameisterschaft 2024, die Neuausrichtung von Betriebseinheiten, die Einführung neuer Mobilitätsangebote sowie die Einführung neuer Rollen im Fahrdienst. Diese Maßnahmen sollen laut Unternehmen dazu beigetragen haben, das Vertrauen der Beschäftigten zu stärken und die Fluktuation in den ersten Beschäftigungsjahren zu senken.
Annette Grabbe erklärte, sie arbeite bereits seit mehreren Jahren eng mit Finke zusammen und freue sich, diese Zusammenarbeit künftig im Vorstand fortzusetzen. Finke selbst bedankte sich beim Aufsichtsrat für das Vertrauen und kündigte an, gemeinsam mit den Mitarbeitenden die Qualität des täglichen Betriebs weiter verbessern und zugleich die Transformation des Unternehmens vorantreiben zu wollen.
Mit der neuen Vorstandsstruktur will die Rheinbahn klare Zuständigkeiten schaffen: auf der einen Seite für Strategie und Wandel, auf der anderen für den laufenden Betrieb. Der Beschluss ist zunächst vorläufig gefasst und soll in der Aufsichtsratssitzung am 27. Juli 2026 formell bestätigt werden.