Der neue Carsharing-Rechner hilft unkompliziert bei Fragen nach den Vorteilen der Nutzung des Sharings oder des eigenen Autos. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert

Der neue Car­sha­ring-Rech­ner hilft unkom­pli­ziert bei Fra­gen nach den Vor­tei­len der Nut­zung des Sha­rings oder des eige­nen Autos. © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Ingo Lammert

 

Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf treibt die För­de­rung von Car­sha­ring im Rah­men ihrer kom­mu­na­len Mobi­li­täts­stra­te­gie wei­ter voran. Die Stadt­toch­ter Con­nec­ted Mobi­lity Düs­sel­dorf GmbH (CMD) hat dafür ein neues digi­ta­les Werk­zeug ent­wi­ckelt: einen unab­hän­gi­gen Car­sha­ring-Rech­ner, der Nut­ze­rin­nen und Nut­zern hel­fen soll, die Kos­ten von Car­sha­ring im Ver­gleich zum eige­nen Auto bes­ser einzuschätzen.

Wer sich fragt, ob Car­sha­ring oder ein eige­nes Fahr­zeug güns­ti­ger ist und wie sich Fak­to­ren wie Ver­si­che­rung oder die per­sön­li­che Fahr­leis­tung auf die Rech­nung aus­wir­ken, soll künf­tig mit weni­gen Klicks Ant­wor­ten erhal­ten. Ziel der Ent­wick­lung war es, ein trans­pa­ren­tes und nut­zer­freund­li­ches Tool bereit­zu­stel­len, das eine erste Ori­en­tie­rung bie­tet und Hür­den bei der Nut­zung von Car­sha­ring abbaut. Hol­ger Oden­thal, stell­ver­tre­ten­der Lei­ter des Amtes für Ver­kehrs­ma­nage­ment, betont die Bedeu­tung des The­mas für die Stadt: Die För­de­rung des Car­sha­rings sei ein zen­tra­les Anlie­gen, der Aus­bau der ent­spre­chen­den Infra­struk­tur solle kon­se­quent vor­an­ge­trie­ben wer­den, um Men­schen zum Aus­pro­bie­ren zu ermutigen.

Ein­fa­ches Modell, indi­vi­du­ell anpassbar

Da die tat­säch­li­chen Kos­ten beim Car­sha­ring stark vom indi­vi­du­el­len Nut­zungs­ver­hal­ten und den jewei­li­gen Anbie­tern abhän­gen, setzt die CMD auf ein ver­ein­fach­tes, aber fach­lich geprüf­tes Rechen­mo­dell. Domi­nik Bom­mer, Wirt­schafts­re­fe­rent und bei der CMD ver­ant­wort­lich für das Thema Car­sha­ring, erklärt, dass rea­lis­ti­sche Kos­ten­an­nah­men für Groß­städte zugrunde gelegt wür­den, um eine schnelle und zugleich indi­vi­du­ell anpass­bare Ein­schät­zung zu ermöglichen.

Für die Berech­nung müs­sen Nut­zende zunächst nur wenige Anga­ben machen, etwa zur Jah­res­lauf­leis­tung, zum Fahr­zeug­al­ter oder zum aktu­el­len Fahr­zeug­wert. Wer statt­des­sen einen Auto­kauf in Erwä­gung zieht, gibt anstelle des Fahr­zeug­werts den geplan­ten Anschaf­fungs­preis an. Dar­über hin­aus las­sen sich wei­tere Anga­ben, etwa zu All­tags­fahr­ten, Tages­tou­ren oder Urlaubs­rei­sen, bei Bedarf ergän­zen. Der Rech­ner rich­tet sich damit sowohl an Men­schen, die ihr bestehen­des Auto mit Car­sha­ring ver­glei­chen möch­ten, als auch an jene, die vor einer Kauf­ent­schei­dung ste­hen. Beson­ders nütz­lich kann das Ange­bot etwa bei einem Umzug nach Düs­sel­dorf, nach dem Erwerb des Füh­rer­scheins oder bei einem anste­hen­den Fahr­zeug­wech­sel sein.

Wach­sen­des Ange­bot in der Landeshauptstadt

Car­sha­ring hat sich in Düs­sel­dorf in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich eta­bliert. Waren 2021 noch rund 5.000 Men­schen bei ent­spre­chen­den Anbie­tern regis­triert, nut­zen mitt­ler­weile mehr als 30.000 Düs­sel­dor­fer sowie zahl­rei­che Pend­ler und Tou­ris­ten das Ange­bot regel­mä­ßig. Ins­ge­samt ste­hen in der Stadt rund 900 Car­sha­ring-Fahr­zeuge zur Ver­fü­gung, vom Klein­wa­gen bis zum Trans­por­ter. Den größ­ten Teil stellt der sta­ti­ons­ba­sierte Anbie­ter Cam­bio Rhein­land, ergänzt durch die Free-Floa­ting-Anbie­ter Miles Mobi­lity und Free2move.

Das Ange­bot ist Teil der städ­ti­schen Stra­te­gie “Wege für alle”, mit der unter­schied­li­che Mobi­li­täts­be­dürf­nisse berück­sich­tigt wer­den sol­len – unab­hän­gig vom jewei­li­gen Ver­kehrs­mit­tel. Vor allem für die rund 31 Pro­zent der Düs­sel­dor­fer Haus­halte ohne eige­nes Auto soll so ein fle­xi­bles und kos­ten­güns­ti­ges Ange­bot ent­ste­hen. Unter­stützt wird dies durch den Aus­bau von Mobi­li­täts­sta­tio­nen mit reser­vier­ten Stell­plät­zen für Car­sha­ring-Fahr­zeuge: Aktu­ell sind mehr als 34 sol­cher Sta­tio­nen in Betrieb, bis zum Jahr 2035 sol­len es 100 werden.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum Car­sha­ring-Ange­bot sowie den neuen Rech­ner fin­den Inter­es­sierte unter www.cmd.nrw/carsharing und www.cmd.nrw/carsharing-rechner.