Seit drei Tagen steht in der Düs­sel­dor­fer Schloß­straße ein städ­ti­sches Leih­rad mit defek­tem Rück­licht – und offen­bar ohne dass sich jemand darum küm­mert. Das Düs­sel­bike mit dem Namen „Yvette” ist zwi­schen pri­va­ten Fahr­rä­dern auf dem Geh­weg abge­stellt, eine offi­zi­elle Abstell­sta­tion ist weit und breit nicht zu finden.

Auf Nach­frage, wie die städ­ti­schen Leih­rä­der gewar­tet wer­den und wer für ein ord­nungs­ge­mä­ßes Abstel­len sorgt, erklärte ein Spre­cher: „Die Düs­sel­bikes wer­den durch das Betriebs­team des Betrei­bers Don­key Repu­blic gewar­tet. Für das ord­nungs­ge­mäße Abstel­len der Düs­sel­bikes sorgt das so genannte Geo­fen­cing, wodurch das Par­ken nur an Sha­ring- und Düs­sel­bike­sta­tio­nen ermög­licht wird. 

Abgestelltes Fahrrad auf der Schloßstraße © Lokalbüro

Außer­halb der Sta­tio­nen wird das Par­ken digi­tal unter­bun­den.” Der Hin­weis zum Düs­sel­bike „Yvette” sei unmit­tel­bar an das Betriebs­team wei­ter­ge­ge­ben wor­den, das sich um eine Repa­ra­tur küm­mern werde.

Bleibt die Frage, wie das Rad dann über­haupt außer­halb einer Sta­tion abge­stellt wer­den konnte. Auch dazu gab es eine Erklä­rung: „Auf­grund von GPS-Unge­nau­ig­kei­ten kann es vor­kom­men, dass das Abstel­len unter Umstän­den noch in einem Radius von maxi­mal 30 Metern mög­lich ist. Erfah­rungs­ge­mäß fin­det jedoch eine Gewöh­nungs­phase statt – nach die­ser ‚Anfangs­zeit’ stel­len die meis­ten Nut­zer die E‑Scooter und Miet­fahr­rä­der auto­ma­tisch im dafür vor­ge­se­he­nen Bereich ab.” Zudem wür­den ent­spre­chende Hin­weise stets an Don­key Repu­blic wei­ter­ge­ge­ben, damit die­ser mög­li­che GPS-Unge­nau­ig­kei­ten über­prü­fen und nach­steu­ern könne.

Im kon­kre­ten Fall dürfte die GPS-Tole­ranz aller­dings kaum der ein­zige Grund sein: In der nähe­ren Umge­bung der Schloß­straße gibt es schlicht keine Düs­sel­bike-Sta­tion, an der das Rad hätte ord­nungs­ge­mäß abge­stellt wer­den können.