
Symbolbild Kraftwerk auf der Lausward © Stadtwerke Düsseldorf
Die Stadtwerke Düsseldorf (SWD) treiben den Umbau der städtischen Wärmeversorgung voran. Am Standort Lausward, direkt am Rhein, soll eine Großwärmepumpe entstehen, die künftig Flusswärme nutzt und in das Fernwärmenetz der Landeshauptstadt einspeist. Die Ausschreibung für das Projekt läuft bereits.
Die Dimension der geplanten Anlage ist beachtlich: Mit einer thermischen Gesamtleistung von rund 120 Megawatt soll die Wärmepumpe künftig den Bedarf von etwa 40.000 Haushalten decken können. Damit würde ein spürbarer Teil der Düsseldorfer Fernwärme aus einer erneuerbaren Quelle stammen – ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung der Stadt.
Großwärmepumpen, die mit Ökostrom betrieben werden, gelten in der Energiebranche als eine der wichtigsten Technologien, um Wärmenetze von fossilen Energieträgern unabhängig zu machen. Sie machen Umweltenergie – hier die Wärme des Rheins – in großem Maßstab nutzbar. Der Standort auf der Lausward bietet dafür durch die unmittelbare Flusslage besonders günstige Bedingungen.
Unterstützt wird das Vorhaben durch Fördermittel aus dem Bundesprogramm für effiziente Wärmenetze (BEW), das den Ausbau erneuerbarer Wärmequellen in kommunalen Netzen beschleunigen soll.
SWD-Vorstandsvorsitzender Julien Mounier betont die Bedeutung des Projekts: „Mit der Nutzung von Flusswärme erschließen wir eine erneuerbare Energiequelle direkt vor unserer Haustür. Die geplante Leistung zeigt, welchen Beitrag Großwärmepumpen künftig für die Fernwärme in Düsseldorf leisten können.“ Die Investitionen reihen sich in ein größeres Vorhaben ein: Bis 2035 wollen die Stadtwerke rund zwei Milliarden Euro in den Umbau ihrer Energie- und Wärmesysteme stecken. „Unsere Großwärmepumpe ist ein wesentlicher Teil davon“, so Mounier.
Nach dem Start der Ausschreibung soll die Anlage in den kommenden Jahren schrittweise gebaut und in das bestehende Fernwärmenetz eingebunden werden. Die Stadtwerke erhoffen sich davon nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch mehr Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung – bei gleichzeitig sinkender Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.