
Bewässerung der Bäume im Hofgarten © Lokalbüro
Die anhaltende Hitze macht nicht nur Menschen und Tieren zu schaffen, sondern setzt auch dem Stadtgrün mächtig zu. Damit Bäume und Grünanlagen die Trockenperiode überstehen, ist das Düsseldorfer Gartenamt seit Wochen im Dauereinsatz. Aktuell läuft die Bewässerung auf Hochtouren: Rund 16.000 Bäume im Stadtgebiet werden von städtischen Mitarbeitern und beauftragten Unternehmen mit zusätzlichem Wasser versorgt.
Damit die Wassergaben möglichst zielgenau erfolgen, setzt das Gartenamt auf moderne Sensortechnik. Im gesamten Stadtgebiet sind derzeit 115 Bäume mit insgesamt 460 Sensoren ausgestattet, die die Wasserspannung im Boden messen. Aus den Daten lässt sich die tatsächliche Bodenfeuchte ableiten – so kann gezielt und ressourcenschonend gewässert werden, statt nach Schema F vorzugehen.
Besonderes Augenmerk legt das Amt auf junge Bäume im ersten bis achten Standjahr, deren Wurzeln noch nicht tief genug reichen, um sich selbst mit Wasser zu versorgen. Zusätzlich werden Bäume an besonders schwierigen Standorten berücksichtigt – etwa auf Tunneldecken, über Tiefgaragen oder auf anderen versiegelten Flächen, wo sich Wurzeln nur eingeschränkt ausbreiten können.
Wie oft gewässert wird, hängt von Wetterlage und Sensordaten ab. Bäume vom fünften bis achten Standjahr sowie Bäume an schwierigen Standorten erhalten etwa sechsmal im Jahr bis zu 150 Liter Wasser pro Durchgang. Jüngere Bäume vom ersten bis vierten Standjahr werden deutlich häufiger versorgt – bis zu 21-mal jährlich, ebenfalls mit bis zu 150 Litern je Durchgang.
Stadt setzt auch auf die Mithilfe der Bürger
Neben den städtischen Maßnahmen setzt Düsseldorf auch auf bürgerschaftliches Engagement. Wer einen Baum vor der eigenen Haustür unterstützen möchte, kann selbst zu Eimer und Gießkanne greifen. Empfohlen wird, ein- bis zweimal wöchentlich mit sechs Eimern oder Gießkannen zu wässern, damit das Wasser tief in den Wurzelbereich einsickern kann. Das bringt deutlich mehr als tägliches Gießen mit kleinen Mengen – bei der aktuellen Trockenheit zählt schließlich jeder Tropfen.
Wer sich stärker einbringen möchte, kann sich beim Gartenamt einen Gießsack für einen städtischen Baum sichern. Die Säcke fassen bis zu 60 Liter Wasser, werden um den Baumstamm gelegt und per Reißverschluss verschlossen. Das Wasser sickert dann langsam und kontinuierlich in den Boden, sodass die Wurzeln über einen längeren Zeitraum Feuchtigkeit aufnehmen können.
Interessierte melden sich mit Angabe des Baumstandorts direkt beim Gartenamt – telefonisch unter 0211–8993922 oder per E‑Mail an silke.walden@duesseldorf.de. Das Amt prüft anschließend, ob sich der jeweilige Standort für die zusätzliche Bewässerung eignet, und bringt den Gießsack an. Die Bürger müssen ihn dann nur noch einmal pro Woche befüllen.