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Die andauernde Trockenheit und die hohen Temperaturen der vergangenen Tage sorgen in Düsseldorf für eine deutlich erhöhte Brandgefahr. Wiesen, Grünanlagen und Waldstücke sind derzeit besonders anfällig für Vegetations- und Waldbrände. Die Stadt reagiert darauf mit einem Grillverbot in den öffentlichen Anlagen und ruft die Bürgerinnen und Bürger zu erhöhter Vorsicht auf.
Grundlage für die Maßnahme ist der sogenannte Grasland-Feuerindex des Deutschen Wetterdienstes. Sobald dieser die Stufe 4 erreicht, tritt automatisch ein Grillverbot in Kraft. Aktuell weist der Index für die Region genau diese Stufe aus, weshalb das Verbot bereits gilt. Es bleibt so lange bestehen, bis der Wert wieder auf Stufe 3 oder darunter fällt. Steigt der Index später erneut auf Stufe 4, greift das Verbot automatisch von Neuem. Einen Überblick über die aktuelle Einstufung bietet der Deutsche Wetterdienst.
Die Stadtverwaltung mahnt zugleich zu besonderer Umsicht im Umgang mit offenem Feuer und Glut, vor allem in Grünanlagen, auf Friedhöfen und in Waldgebieten. Schon ein einzelner Funke kann genügen, um trockenes Gras, Gebüsch oder Waldboden zu entzünden. Häufige Auslöser sind achtlos weggeworfene Zigarettenkippen, offenes Feuer sowie unsachgemäßes Grillen. Auch heiße Fahrzeugteile gelten als mögliche Brandquelle für trockene Vegetation.
Umweltdezernent Jochen Kral verweist auf die Belastung für die Stadtnatur durch die anhaltende Trockenheit und mahnt, dass bereits kleine Unachtsamkeiten schwerwiegende Folgen für Mensch, Tier und Pflanze nach sich ziehen könnten. Das Grillverbot sei eine notwendige Vorsichtsmaßnahme, der sich alle Bürgerinnen und Bürger anschließen sollten.
Unabhängig vom aktuellen Verbot gilt in Wald- und Forstgebieten ohnehin ganzjährig ein Feuer- und Grillverbot nach Paragraf 47 des Landesforstgesetzes NRW. Es erstreckt sich auch auf einen Streifen von bis zu 100 Metern rund um den Waldrand. Zusätzlich ist das Rauchen im Wald zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober untersagt. Wer sich nicht daran hält, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.
Auch auf den städtischen Friedhöfen ist die Brandgefahr derzeit erhöht. Die Friedhofsverwaltung rät deshalb dringend davon ab, bis auf Weiteres Grablichter, Kerzen oder Flammschalen anzuzünden. Funkenflug oder umgestoßene Lichter können ausgetrocknete Rasenflächen, Sträucher und Bäume in Brand setzen. Entsprechende Hinweisschilder wurden an den Friedhofseingängen aufgestellt.
Die Stadt appelliert an alle, folgende Regeln zu beachten: kein offenes Feuer in Wäldern, Grünanlagen und auf Wiesen entzünden, das geltende Grillverbot einhalten, keine Zigarettenkippen oder glimmenden Gegenstände in der Natur entsorgen, Fahrzeuge nicht auf trockenen Wiesen oder Grasflächen abstellen, keinen Müll in der Natur zurücklassen, Kinder über die Brandgefahren aufklären und im Brandfall umgehend die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren.
Die Stadtverwaltung beobachtet die Wetterentwicklung fortlaufend und rät den Bürgerinnen und Bürgern, sich zusätzlich über Medien sowie die Internetseite des Deutschen Wetterdienstes über die aktuelle Lage zu informieren.