Mit tosen­dem Applaus und ste­hen­den Ova­tio­nen ist am Mitt­woch­abend der 36. „Abend für UNICEF” in der Müt­zen­halle im öster­rei­chi­schen Filz­moos zu Ende gegan­gen. 17 Musik­stars aus elf Natio­nen sorg­ten bei der tra­di­ti­ons­rei­chen Bene­fiz­gala für einen unver­gess­li­chen Kon­zert­abend zuguns­ten des Kin­der­hilfs­werks der Ver­ein­ten Nationen.

Bereits im Vor­feld sorgte das Kon­zert für mediale Auf­merk­sam­keit weit über das Salz­bur­ger­Land hin­aus: Der ORF war mit einem Team vor Ort und beglei­tete die Künst­ler bei einem eigens orga­ni­sier­ten Foto­ter­min auf einer Alm ober­halb von Filz­moos, mit freiem Blick auf das mar­kante Berg­mas­siv der Bischofs­mütze. Die dabei ent­stan­de­nen Auf­nah­men zeig­ten, was den „Abend für UNICEF” seit jeher aus­macht: Zwi­schen den Welt­klasse-Inter­pre­ten herrschte eine herz­li­che, fami­liäre Atmo­sphäre. Man kennt sich seit Jah­ren, lacht mit­ein­an­der und genießt sicht­lich die gemein­same Zeit im Berg­dorf – lange bevor der erste Ton auf der Bühne erklingt.

Für das musi­ka­li­sche Pro­gramm sorgte ein hoch­ka­rä­tig besetz­tes inter­na­tio­na­les Ensem­ble. Beson­ders gefei­ert wurde die Rück­kehr von Kris­tina Love aus den USA, die im Musi­cal „Tina” die Rolle der Tina Tur­ner ver­kör­pert. Eben­falls auf der Bühne stan­den Den­nis A. Legree als Musi­cal-Haupt­dar­stel­ler aus „Star­light Express” und „Body­guard”, Zodwa Sel­ele aus Süd­afrika, bekannt aus „Sis­ter Act” und „Harry Pot­ter”, sowie Ste­pha­nie Reese von den Phil­ip­pi­nen, Haupt­dar­stel­le­rin in „Miss Sai­gon” und „Der Glöck­ner von Notre Dame”. Für Gän­se­haut­mo­mente sorg­ten zudem Debo­rah Wood­son, „The Queen of Gos­pel and Soul”, der Soul­man David A. Tobin sowie die Soul- und Musi­cal­stimme Adi Wolf aus Eng­land. Für exo­ti­sche Klänge sorgte die kon­go­le­si­sche Sän­ge­rin und Song­wri­te­rin Ornella Mik­wasa mit einer Mischung aus Rumba und Afro­beats. Musi­ka­lisch gelei­tet wurde der Abend von John Flo­ren­cio aus Frank­reich, beglei­tet unter ande­rem von Schlag­zeu­ger Willy Ket­zer und der gha­nai­schen Saxo­pho­nis­tin Julia Wiredu.

Ein beson­de­res High­light war die Welt­auf­füh­rung des Stücks „Come Make a Little Step of Peace” des Filz­moo­ser Sai­ten­krei­ses. Auch der Nach­wuchs kam nicht zu kurz: Gleich vier Fina­lis­tin­nen der TV-Show „The Voice Kids” stan­den mit auf der Bühne, dar­un­ter die Öster­rei­che­rin Chiara Schörg­ho­fer, Eva Kamara aus Sierra Leone, Fiona Casa­n­dra Var­gas aus Irland sowie Hedi Klem­stein aus Tel­tow bei Ber­lin, die bei dem Foto­ter­min auf der Alm dem ORF-Team sicht­lich gut gelaunt Rede und Ant­wort stand.

Ver­an­stal­ter und Tou­ris­mus­di­rek­tor Peter Dona­bauer war wäh­rend der gesam­ten Ver­an­stal­tung unbe­dingt mit­ten­drin statt nur dabei. Er betonte ein­mal mehr, dass es außer­ge­wöhn­lich sei, so viele Top-Stars in einem Kon­zert erle­ben zu dür­fen – für Filz­moos und das gesamte Salz­bur­ger­Land. Der Abend solle glei­cher­ma­ßen Bühne für inter­na­tio­nale Musik und Enga­ge­ment für Kin­der­rechte sein.

Im Mit­tel­punkt des Abends stand ein­mal mehr Heri­bert Klein, der gebür­tige Düs­sel­dor­fer und Mas­ter­mind der Gala, der die Ver­an­stal­tung seit fast vier Jahr­zehn­ten orga­ni­siert und mode­riert. Klein, Mit­glied des Deut­schen Komi­tees für UNICEF, führte auch in die­sem Jahr sou­ve­rän durch das Pro­gramm und erwies sich erneut als Herz und Motor des Konzertabends.

Der enge Bezug zur Lan­des­haupt­stadt zeigte sich auch im Publi­kum: Tra­di­tio­nell rei­sen zahl­rei­che Gäste aus Düs­sel­dorf eigens für die Gala ins Berg­dorf im Salz­bur­ger­Land. In die­sem Jahr war unter den Besu­chern sogar Stadt­de­chant Pfar­rer Frank Heid­kamp, der in der Nähe von Filz­moos Urlaub machte und sich das Kon­zert nicht ent­ge­hen ließ.

Der Rein­erlös des aus­ver­kauf­ten Abends kommt voll­stän­dig UNICEF und damit Kin­dern in Not welt­weit zugute – ein Beleg dafür, dass die 1990 aus einem Urlaubs­be­such und einer spon­ta­nen Wette ent­stan­dene Tra­di­tion auch nach 36 Jah­ren nichts von ihrer Strahl­kraft und ihrem fami­liä­ren Cha­rak­ter ver­lo­ren hat.