Destination Zukunft © Messe Düsseldorf / C. Tillmann

Desti­na­tion Zukunft © Messe Düs­sel­dorf / C. Tillmann

 

Der CARAVAN SALON Düs­sel­dorf, die nach Ver­an­stal­ter­an­ga­ben welt­weit größte Messe für mobi­les Rei­sen, öff­net vom 28. August bis zum 6. Sep­tem­ber 2026 seine Tore – und rückt dabei nicht nur neue Fahr­zeuge und Tech­nik in den Blick, son­dern zuneh­mend auch die wirt­schaft­li­chen Dimen­sio­nen der Bran­che. Mit dem Kon­fe­renz­pro­gramm „Desti­na­tion Zukunft“ posi­tio­niert sich die Messe vom 31. August bis 2. Sep­tem­ber als zen­trale Dia­log­platt­form für den Tou­ris­mus­sek­tor und bringt dafür hoch­ka­rä­tige Gäste aus Poli­tik, Tou­ris­mus, Sport und Wirt­schaft nach Düsseldorf.

Hin­ter­grund ist ein Boom, der sich längst nicht mehr über­se­hen lässt: Seit 2019 ist die Zahl der Cam­ping­über­nach­tun­gen in Deutsch­land um rund ein Vier­tel gestie­gen. Aus einem Nischen­seg­ment ist damit ein pro­fes­sio­nel­ler tou­ris­ti­scher Markt gewor­den. Inves­to­ren ent­de­cken Cam­ping und Out­door Hos­pi­ta­lity für sich, Kom­mu­nen bauen ihre Stell­platz­an­ge­bote gezielt aus, und klas­si­sche Tou­ris­mus­un­ter­neh­men erschlie­ßen zuneh­mend das mobile Rei­sen als neues Geschäftsfeld.

Starke Part­ner aus der gesam­ten Branche

Getra­gen wird das Pro­gramm vom Cara­va­ning Indus­trie Ver­band (CIVD) als zen­tra­lem Bran­chen­part­ner. Mit an Bord sind zudem der ADAC, der Deut­sche Tou­ris­mus­ver­band (DTV), der Deut­sche Wan­der­ver­band sowie der Tra­vel Indus­try Club (TIC). Im Mit­tel­punkt der Gesprä­che ste­hen regio­nale Wert­schöp­fung, Inves­ti­tio­nen und Infra­struk­tur, neue Ziel­grup­pen, der Out­door- und Sport­tou­ris­mus sowie Digi­ta­li­sie­rung und neue Geschäftsmodelle.

Den Auf­takt macht am 31. August der 6. Deut­sche Stell­platz­tag, bei dem es um Inves­ti­tio­nen, För­der­pro­gramme und die pro­fes­sio­nelle Ent­wick­lung von Stell­plät­zen geht – ein Thema, das gerade für Kom­mu­nen und Desti­na­tio­nen an Bedeu­tung gewinnt, wenn es darum geht, die wach­sende Nach­frage in lokale Wert­schöp­fung zu über­set­zen. Im Anschluss zeigt die Inno­va­ti­onS­tage, wie neue Fahr­zeug­tech­nik, Ener­gie­ver­sor­gung, Digi­ta­li­sie­rung und neue Platt­for­men den Markt zusätz­lich verändern.

Wenn die Hotel­le­rie das Cam­ping entdeckt

Wie sehr die Gren­zen zwi­schen klas­si­scher Tou­ris­tik und Cara­va­ning inzwi­schen ver­schwim­men, zeigt sich beson­ders am 1. Sep­tem­ber. Gerald Haber­hauer, CEO von Fal­ken­stei­ner Cam­ping-Manage­ment, steht dabei exem­pla­risch für einen Wan­del in der Bran­che: Die öster­rei­chi­sche Fal­ken­stei­ner Michae­ler Tou­rism Group, die vor allem für Hotels und Resorts bekannt ist, inves­tiert inzwi­schen gezielt in Cam­ping und Out­door Hospitality.

Beim abend­li­chen Netz­werk­for­mat „Tra­vel Indus­try meets Cara­va­ning Indus­try“ des Tra­vel Indus­try Club wird dar­aus eine grund­sätz­li­che wirt­schaft­li­che Debatte: Han­delt es sich bei Cara­va­ning um einen struk­tu­rel­len Wan­del des Rei­se­ver­hal­tens? Wo ent­ste­hen neue Geschäfts­fel­der – und was kön­nen beide Bran­chen von­ein­an­der ler­nen? Mit auf dem Podium sit­zen unter ande­rem Andreas Neu­mann, Geschäfts­füh­rer ADAC Rei­se­ver­trieb, Dr. Hol­ger Sie­bert, Vize­prä­si­dent des CIVD, sowie Gerald Haberhauer.

Bereits zuvor wid­met sich das Sym­po­sium „Natur.Tourismus.Zukunft“ dem Sport- und Out­door­be­reich als Trei­ber der Desti­na­ti­ons­ent­wick­lung. Mit Lex Del­les, Wirt­schafts- und Tou­ris­mus­mi­nis­ter von Luxem­burg, und Max Har­tung, Vor­stand der Stif­tung Deut­sche Sport­hilfe, tref­fen dabei poli­ti­sche und sport­wirt­schaft­li­che Per­spek­ti­ven aufeinander.

Wie aus sol­chen Trends kon­krete Ange­bote und mess­bare Wert­schöp­fung ent­ste­hen, zeigt anschlie­ßend der Cam­ping Desti­na­tion Day. Neben inter­na­tio­na­len Bei­spie­len wird dabei auch ein unge­wöhn­li­cher Fall vor­ge­stellt: Das Wacken Open Air gibt Ein­bli­cke, wie für zehn­tau­sende Gäste tem­po­rär eine eigene Cam­ping­in­fra­struk­tur – und damit prak­tisch eine eigene Desti­na­tion – ent­steht. Rein­hard Meyer, Prä­si­dent des Deut­schen Tou­ris­mus­ver­ban­des, bringt zudem die Per­spek­tive des gesam­ten Deutsch­land­tou­ris­mus ein.

Neue Ziel­grup­pen für Out­door und Regionen

Dass sich nicht nur das Cara­va­ning wan­delt, son­dern auch klas­si­sche Out­door-Akti­vi­tä­ten neue Ziel­grup­pen erschlie­ßen müs­sen, zeigt der Abschluss des Pro­gramms am 2. Sep­tem­ber. Gemein­sam mit dem Deut­schen Wan­der­ver­band stellt das Fach­fo­rum Young Hiking die junge Gene­ra­tion in den Mit­tel­punkt: Wie lässt sich ein jün­ge­res Publi­kum fürs Wan­dern und für Natur­er­leb­nisse begeis­tern – und wie müs­sen Desti­na­tio­nen ihre Ange­bote dafür weiterentwickeln?

Drei Tage lang erzählt „Desti­na­tion Zukunft“ damit vor allem eine Geschichte: Mobi­les Rei­sen hat sich vom Nischen­thema zu einem fes­ten und wirt­schaft­lich rele­van­ten Teil der Tou­ris­mus­bran­che ent­wi­ckelt. Für Desti­na­tio­nen, Kom­mu­nen und eta­blierte Tou­ris­mus­un­ter­neh­men eröff­nen sich dar­aus neue Gäs­teg­rup­pen, neue Koope­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten und neue Geschäftsfelder.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen und die Anmel­dung zum Fach­pro­gramm gibt es unter caravan-salon.de.

Zur Ein­ord­nung: Der CARAVAN SALON Düs­sel­dorf zog 2025 rund 270.000 Besu­cher aus mehr als 80 Län­dern sowie 810 Aus­stel­ler aus über 40 Län­dern an und gilt damit als der wich­tigste Treff­punkt der Cara­va­ning-Bran­che weltweit.