Opernhaus an der Heinrich-Heine-Allee © Lokalbüro

Opern­haus an der Hein­rich-Heine-Allee © Lokalbüro

 

Kurz vor dem Beginn der neuen Spiel­zeit sorgt ein tech­ni­sches Pro­blem für Wir­bel bei der Deut­schen Oper am Rhein: Bei einer rou­ti­ne­mä­ßi­gen Sicher­heits­prü­fung wäh­rend der Som­mer­pause sind an der Trä­ger­kon­struk­tion im Büh­nen­turm des Opern­hau­ses Düs­sel­dorf sta­ti­sche Män­gel ent­deckt wor­den. Betrof­fen ist der vor­dere Bereich ober­halb des Büh­nen­por­tals. Das zustän­dige Sta­tik­büro hat dar­auf­hin keine Frei­gabe für die wei­tere Nut­zung im Probe- und Spiel­be­trieb erteilt – mit spür­ba­ren Fol­gen für den Spielplan.

Thea­ter­fest und “Madama But­ter­fly” fal­len aus
Am stärks­ten trifft es den Auf­takt der Spiel­zeit: Das für Sonn­tag, 13. Sep­tem­ber, geplante Thea­ter­fest zur Spiel­zeit­er­öff­nung kann nicht statt­fin­den. Eben­falls gestri­chen wer­den min­des­tens acht Vor­stel­lun­gen, dar­un­ter die kom­plette Serie von Gia­como Puc­ci­nis “Madama But­ter­fly”. Auch die für den 11. Okto­ber ange­setzte Pre­miere von Richard Wag­ners “Die Meis­ter­sin­ger von Nürn­berg” muss ver­scho­ben wer­den. Immer­hin ein klei­ner Trost für Fans: Der im Rah­men­pro­gramm des Thea­ter­fes­tes vor­ge­se­hene Kos­tüm­ver­kauf im Opern­foyer fin­det trotz der Absa­gen wie geplant statt.

His­to­ri­sche Bau­sub­stanz macht Nach­ar­bei­ten nötig
Die tech­ni­schen Pro­bleme betref­fen Teile der Trä­ger­kon­struk­tion, die größ­ten­teils noch aus der Zeit stam­men, als das Düs­sel­dor­fer Opern­haus nach dem Zwei­ten Welt­krieg wie­der­eröff­net wurde. Damit die Arbeits­ga­le­rien beid­sei­tig der Bühne sowie die Por­tal­brü­cke wei­ter­hin sicher gehal­ten wer­den kön­nen, müs­sen die Las­ten im Trag­werk nun auf neue Trä­ger ver­teilt wer­den – eine tech­nisch anspruchs­volle Auf­gabe ange­sichts des Alters der Bausubstanz.

IPM arbei­tet an schnel­ler Lösung
Ver­ant­wort­lich für die lau­fende Ertüch­ti­gung des Opern­hau­ses ist die städ­ti­sche Immo­bi­lien Pro­jekt Manage­ment Düs­sel­dorf GmbH (IPM). Gemein­sam mit den betei­lig­ten Fach­leu­ten wird der­zeit mit Hoch­druck an einer tem­po­rä­ren Siche­rung der Trä­ger­kon­struk­tion gear­bei­tet. Geplant ist unter ande­rem der Ein­bau spe­zi­el­ler Draht­seile sowie zusätz­li­cher Ersatz­trä­ger, um den Spiel­be­trieb mög­lichst bald wie­der auf­neh­men zu können.

Über wei­tere Ände­run­gen im Spiel­plan infor­miert die Deut­sche Oper am Rhein fort­lau­fend auf ihrer Web­seite www.operamrhein.de. Besu­che­rin­nen und Besu­cher, die bereits Kar­ten für betrof­fene Vor­stel­lun­gen erwor­ben haben, wer­den indi­vi­du­ell über Absa­gen und das wei­tere Vor­ge­hen informiert.