Vintage-Fußballkultur mitten in Düsseldorf: Der neue Fanwart Pop-up-Store in der KÖ Galerie © Andreas Endermann

Vin­tage-Fuß­ball­kul­tur mit­ten in Düs­sel­dorf: Der neue Fan­wart Pop-up-Store in der KÖ Gale­rie © Andreas Endermann

 

lte Fuß­ball­tri­kots gehö­ren längst zu den gefrag­tes­ten Samm­ler­stü­cken der Mode­welt – ein eige­nes Geschäft dafür suchte man in Düs­sel­dorf bis­lang jedoch ver­geb­lich. Das hat sich nun geän­dert: In der Kö-Gale­rie ist ein Pop-up Store des Anbie­ters Fan­wart eröff­net wor­den, der sich ganz den Tri­kot-Klas­si­kern ver­gan­ge­ner Jahr­zehnte wid­met. Den Grund­stein dafür legte bereits im Juni eine Vin­tage-Tri­kot­börse an glei­cher Stelle, bei der das von den Brü­dern Michael und Manuel Kremp geführte Unter­neh­men als einer der Händ­ler ver­tre­ten war.

Vom Mes­se­stand zum eige­nen Geschäft
Der Andrang bei jener Börse war beacht­lich: Fast 800 Besu­cher schau­ten vor­bei, zeit­weise bil­de­ten sich lange Schlan­gen vor den Stän­den. Die­ses Inter­esse wer­tet Fan­wart nun als Bestä­ti­gung und knüpft mit einem eige­nen Pop-up Store bis Ende Sep­tem­ber direkt an den Erfolg an. Statt eines ein­ma­li­gen Events kön­nen Fuß­ball­fans und Samm­ler die Tri­kots damit erst­mals über meh­rere Wochen hin­weg in der Lan­des­haupt­stadt begut­ach­ten und erwerben.

Von der Region bis zur gro­ßen Fußballbühne
Im Erd­ge­schoss der Kö-Gale­rie erwar­tet die Kund­schaft ein breit gefä­cher­tes Sor­ti­ment, das von Tri­kots der 1990er- und 2000er-Jahre über die 2010er bis hin zu Model­len aus jün­ge­ren Spiel­zei­ten reicht. Beson­ders die Region ist gut ver­tre­ten: Borus­sia Mön­chen­glad­bach, Borus­sia Dort­mund, For­tuna Düs­sel­dorf, Schalke 04, der VfL Bochum und der MSV Duis­burg fin­den sich ebenso im Ange­bot wie der FC Bay­ern Mün­chen. Ergänzt wird die Aus­wahl durch Tri­kots nam­haf­ter Klubs aus Eng­land, Spa­nien, Ita­lien und wei­te­ren euro­päi­schen Ligen sowie durch Hem­den ver­schie­de­ner Nationalmannschaften.

Ein Mode­trend erobert den Alltag
Dass aus­ge­rech­net jetzt ein sol­cher Laden in Düs­sel­dorf öff­net, passt zu einer Ent­wick­lung, die längst über die Fan­szene hin­aus­ge­wach­sen ist: Unter dem Schlag­wort Blok­e­core haben Fuß­ball­tri­kots in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ihren Weg aus dem Sta­dion in die All­tags­gar­de­robe gefun­den. Kom­bi­niert mit Jeans und Retro-Snea­k­ern sind die Shirts zu einem eigen­stän­di­gen Mode­phä­no­men gewor­den, das inzwi­schen auch Luxus­la­bels und Street­wear-Mar­ken auf­ge­grif­fen haben. Der neue Store dürfte damit gleich zwei Ziel­grup­pen anspre­chen: lang­jäh­rige Samm­ler, die auf der Suche nach beson­de­ren Erin­ne­rungs­stü­cken sind, und mode­inter­es­sierte Kund­schaft, die vor allem das mar­kante Design der alten Tri­kots schätzt.

Rück­kehr eines ver­trau­ten Gesichts
Geschäfts­füh­rer Michael Kremp begrün­det das Enga­ge­ment in Düs­sel­dorf mit der beson­de­ren Fuß­ball­kul­tur der Stadt und der Region: Mit ihrer hohen Dichte an Tra­di­ti­ons­ver­ei­nen und einer über Gene­ra­tio­nen gewach­se­nen Fan­szene biete Düs­sel­dorf beste Vor­aus­set­zun­gen dafür, die Geschich­ten hin­ter den ein­zel­nen Tri­kots wie­der leben­dig wer­den zu las­sen. Auch Alex­an­der Bal­zer, Cen­ter Mana­ger der Kö-Gale­rie, zeigt sich erfreut über die Rück­kehr eines Händ­lers, der bereits bei der Tri­kot­börse im Juni für Begeis­te­rung gesorgt hatte. Aus sei­ner Sicht bestä­tigt der neue Pop-up Store den Erfolg der dama­li­gen Ver­an­stal­tung und macht das Ange­bot erst­mals dau­er­haft für meh­rere Wochen zugänglich.

Der Fan­wart Pop-up Store ist bis Ende Sep­tem­ber im Erd­ge­schoss der Kö-Gale­rie in Düs­sel­dorf geöffnet.