Abdelmounim El Eulj, Präsident FENAGRI, und Bernd Jablonowski, Executive Director Messe Düsseldorf (v.l.). Foto: FENAGRI

Abdel­mounim El Eulj, Prä­si­dent FENAGRI, und Bernd Jablo­now­ski, Exe­cu­tive Direc­tor Messe Düs­sel­dorf (v.l.). Foto: FENAGRI

 

Die Messe Düs­sel­dorf wei­tet ihr Enga­ge­ment in der MENA-Region wei­ter aus und wagt einen neuen Schritt nach Nord­afrika: Gemein­sam mit dem marok­ka­ni­schen Bran­chen­ver­band FENAGRI berei­tet der Düs­sel­dor­fer Mes­se­ver­an­stal­ter erst­mals eine eigene Fach­ver­an­stal­tung in Marokko vor. Die neue Messe für die Lebens­mit­tel- und Ver­pa­ckungs­bran­che soll 2027 in Casa­blanca an den Start gehen.

FENAGRI als star­ker Part­ner vor Ort
Mit der Fédé­ra­tion Natio­nale de l’A­gro­ali­men­taire (FENAGRI) hat sich die Messe Düs­sel­dorf einen gewich­ti­gen Part­ner gesi­chert. Der Ver­band han­delt im Auf­trag des marok­ka­ni­schen Minis­te­ri­ums für Indus­trie und Han­del, bün­delt 15 Bran­chen­ver­bände und ver­tritt mehr als 2.600 Unter­neh­men. Damit deckt FENAGRI rund 40 bis 50 Pro­zent des marok­ka­ni­schen Mark­tes ab und bringt genau die Markt­kennt­nis mit, die für den Auf­bau einer neuen Platt­form gebraucht wird.

Die­ner: Netz­werk reicht künf­tig bis an den Atlantik
Für Wolf­ram Die­ner, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Messe Düs­sel­dorf, ist der Schritt nach Marokko die logi­sche Fort­set­zung des bis­he­ri­gen Kur­ses in der Region. Er erklärte: „Mit dem Ein­tritt in den marok­ka­ni­schen Markt wird sich unser Netz­werk im MENA-Raum zukünf­tig von der Atlan­tik­küste bis zur ara­bi­schen Halb­in­sel erstre­cken. Wäh­rend unsere Lebens­mit­tel- und Ver­pa­ckungs­mes­sen in Kairo die Brü­cke zwi­schen Afrika und dem Mitt­le­ren Osten schla­gen, wird Marokko die Märkte West­afri­kas erschlie­ßen und durch seine Nähe zu Europa überzeugen.“

Aus­bau seit 2019
Die Akti­vi­tä­ten der Messe Düs­sel­dorf in der MENA-Region rei­chen bereits einige Jahre zurück. Den Anfang machte 2019 die Grün­dung der inter­pack Middle East Africa. Zwei Jahre spä­ter kam die Betei­li­gung an der Food Africa hinzu, der größ­ten Lebens­mit­tel­messe des afri­ka­ni­schen Kon­ti­nents. Mit dem Vor­ha­ben in Marokko erwei­tert die Messe Düs­sel­dorf nun nicht nur ihre geo­gra­fi­sche Reich­weite, son­dern deckt auch the­ma­tisch die gesamte Wert­schöp­fungs­kette ab – von der Ver­pa­ckung bis zur Nahrungsmittelproduktion.

Marokko als Bin­de­glied zwi­schen den Kontinenten
Wirt­schaft­lich hat sich Marokko in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu einem wich­ti­gen indus­tri­el­len Kno­ten­punkt zwi­schen Europa und Afrika ent­wi­ckelt. Pro­gno­sen gehen bis 2028 von Wachs­tums­ra­ten zwi­schen 4,5 und 5 Pro­zent aus, gestützt durch hohe öffent­li­che Inves­ti­tio­nen in Infra­struk­tur, Indus­trie und Ener­gie sowie ein dich­tes Netz an Frei­han­dels­ab­kom­men. Beson­ders die Lebens­mit­tel­in­dus­trie zeigt sich dyna­misch: Marokko expor­tiert unter ande­rem Obst, Gemüse, ver­ar­bei­tete Lebens­mit­tel und Mee­res­früchte, wäh­rend gleich­zei­tig große Men­gen an Getreide, Spei­se­ölen, Fut­ter­mit­teln und Milch­pro­duk­ten impor­tiert wer­den. Mehr als 60 Pro­zent der Lebens­mit­tel­im­porte und ‑exporte lau­fen über die EU, gefolgt von Groß­bri­tan­nien, den USA, der Tür­kei, Sub­sa­hara-Afrika und dem MENA-Raum. Mit der wach­sen­den Lebens­mit­tel­in­dus­trie steigt auch der Bedarf an moder­nen Ver­pa­ckungs- und Ver­ar­bei­tungs­lö­sun­gen – ein Umfeld, das für inter­na­tio­nale Aus­stel­ler attrak­tiv sein dürfte.