25 zusätzliche Gefäße sollen die Radverkehrsführung deutlicher sichtbar machen und Nutzungskonflikte reduzieren
Nach den Markierungsarbeiten und der zusätzlichen Beschilderung der vergangenen Wochen hat die Schadowstraße am Dienstag, 8. September 2026, einen weiteren Baustein für mehr Sicherheit bekommen: 25 neue Pflanzgefäße wurden entlang der beliebten Einkaufsstraße in der Düsseldorfer Innenstadt aufgestellt. Damit soll die Trennung zwischen der Strecke für den Radverkehr und den Flächen für den Fußverkehr noch deutlicher werden. Ziel ist es, Konflikte zwischen Radfahrenden und zu Fuß Gehenden auf der stark frequentierten Straße zu reduzieren und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen.
Damit reiht sich die Maßnahme in eine ganze Serie von Schritten ein, mit denen die Stadt Düsseldorf in diesem Jahr versucht, das seit Langem schwelende Problem in den Griff zu bekommen. Bereits im April und erneut im September wurden die taktilen Leitstreifen entlang der Fahrgasse weiß eingefärbt, um die Radspur optisch klarer von den Gehbereichen abzugrenzen. Weil sich die zunächst aufgebrachte Farbe wegen der besonderen Imprägnierung der Noppensteine als nicht dauerhaft erwies, hatte die Verwaltung zwischenzeitlich verschiedene Materialien auf ihre Haltbarkeit getestet, bevor die endgültige Erneuerung der abgeblätterten Stellen erfolgen konnte. Parallel dazu wurden zusätzliche Schilder aufgestellt und die Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn erneuert, um die Wegeführung zwischen Jacobistraße und Kö-Bogen für alle Beteiligten besser erkennbar zu machen.
Bereits 14 Gefäße an den Wasserspielen
Bisher strukturieren 14 Betonpflanzgefäße das Areal der Wasserspiele zwischen Tonhallenstraße und Liesegangstraße. Nun sind entlang der Schadowstraße 25 weitere baugleiche Pflanzgefäße hinzugekommen. Gemeinsam mit den bereits vorhandenen Gefäßen entsteht damit eine klarere räumliche Struktur des Straßenraums – ein Anblick, den Kunden und Anwohner in den kommenden Tagen im Straßenbild wahrnehmen werden.
Gleichzeitig leisten die neuen Pflanzgefäße einen Beitrag zur Aufwertung des Erscheinungsbildes der Schadowstraße und stärken die Aufenthaltsqualität der zentralen Einkaufsstraße. Bei der Festlegung von Anzahl und Standorten wurde darauf geachtet, dass die notwendigen Bewegungs- und Aufstellflächen für die Feuerwehr jederzeit gewährleistet bleiben – ein Punkt, der in der politischen Debatte um die Schadowstraße in den vergangenen Monaten immer wieder eine Rolle gespielt hatte. Auch bei der Bepflanzung orientiert sich die Landeshauptstadt an der bestehenden Gestaltung an den Wasserspielen: Zum Einsatz kommen Liguster (Ligustrum atrovirens), Schneeball (Viburnum davidii) und Efeu. Die Bepflanzung fügt sich damit in das vorhandene Erscheinungsbild der Schadowstraße ein.
Langer Streit um die richtige Lösung
Der aktuellen Maßnahme war ein längerer politischer Prozess vorausgegangen. Die Stadtverwaltung hatte ursprünglich vorgeschlagen, den Radverkehr über die Liesegang- und Klosterstraße umzuleiten, um die Schadowstraße während der Geschäftszeiten zu einer reinen Fußgängerzone zu machen. Eine Mehrheit aus SPD, Grünen, Linken und Partei/Klima lehnte diese Pläne im Verkehrsausschuss jedoch ab und setzte stattdessen auf eine bessere Kennzeichnung des bestehenden Radwegs sowie auf eine Abgrenzung mit Blumenkübeln, wo dies möglich ist. Mit der jetzigen Umsetzung der Pflanzgefäße wird dieser Beschluss nun sichtbar in die Tat umgesetzt.
Ob die Kombination aus weißen Leitstreifen, zusätzlicher Beschilderung und den neuen Pflanzgefäßen die erhoffte Entspannung bringt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Für Düsseldorfs Innenstadt jedenfalls ist die Schadowstraße als zentrale Achse zwischen Jacobistraße und Berliner Allee weiterhin unverzichtbar – sowohl für den Handel als auch für den Radverkehr.

Rechts vorhandene Kübel links neu hinzgekommene Kübel © Lokalbüro


