Die Reihe „Lehr­haus – Bei­träge zur Jüdi­schen Geschichte Düs­sel­dorfs” wid­met sich am Don­ners­tag, den 10. Sep­tem­ber 2026, den reli­giö­sen Grund­la­gen des Juden­tums. Rab­bi­ner Ben­zion Dov Kaplan von der Jüdi­schen Gemeinde Düs­sel­dorf stellt an die­sem Abend die Lehre und Aus­le­gung der Thora vor und gibt Ein­bli­cke in ein Fun­da­ment, das die jüdi­sche Gemein­schaft seit Jahr­hun­der­ten trägt. Beginn ist um 18.30 Uhr im Bea­trice-Strauss-Zen­trum der Mahn- und Gedenk­stätte Düs­sel­dorf an der Markt­straße 2, im Innen­hof des Gebäudes.

Ein Rab­bi­ner mit beweg­tem Wer­de­gang
Rab­bi­ner Kaplan bringt für die­sen Vor­trag reich­lich Erfah­rung mit. Gebo­ren wurde er 1977 im ukrai­ni­schen Char­kow. Nach Schule und Stu­dium führte ihn sein Weg an ver­schie­dene Jeschi­wot, also tra­di­tio­nelle Tal­mud­hoch­schu­len, ehe er 1999 nach Deutsch­land aus­wan­derte. Fünf Jahre spä­ter begann seine Tätig­keit als Rab­bi­ner­as­sis­tent in der Jüdi­schen Gemeinde Düs­sel­dorf, die bis heute als ortho­dox geführte Ein­heits­ge­meinde besteht.

Rabbiner Benzion Dov Kaplan Foto: Privat

Par­al­lel zu die­ser Arbeit durch­lief er seine rab­bi­ni­sche Aus­bil­dung an der Jeschiwa Pir­kej Shush­anim und erhielt 2008 in Jeru­sa­lem seine erste Smi­cha, die rab­bi­ni­sche Ordi­na­tion. Es folgte eine rund fünf­jäh­rige Wei­ter­bil­dung unter der Lei­tung von Dajan Rab­bi­ner R. Evers, in deren Ver­lauf Kaplan fünf wei­tere rab­bi­ni­sche Diplome erwarb.

Seit mehr als 22 Jah­ren fest ver­wur­zelt in Düs­sel­dorf
Seit über 22 Jah­ren ist Rab­bi­ner Kaplan nun schon Teil der Jüdi­schen Gemeinde Düs­sel­dorf, wo er als Rab­bi­ner wirkt. Sein Enga­ge­ment reicht dabei über die eigent­li­che reli­giöse Arbeit hin­aus: Er ist Vor­stands­mit­glied der Che­wra Kadi­scha Düs­sel­dorf, Mit­glied der Ortho­do­xen Rab­bi­ner­kon­fe­renz Deutsch­land und zudem in der Gemi­lut Chassa­dim Düs­sel­dorf aktiv.

Gemein­schafts­pro­jekt dreier Insti­tu­tio­nen
Aus­ge­rich­tet wird die Ver­an­stal­tung gemein­sam von der Mahn- und Gedenk­stätte Düs­sel­dorf, der Jüdi­schen Gemeinde und der Gesell­schaft für christ­lich-jüdi­sche Zusam­men­ar­beit Düs­sel­dorf e. V. Die Teil­nahme ist kos­ten­los, eine Anmel­dung wird nicht benö­tigt. Das Bea­trice-Strauss-Zen­trum ist zudem bar­rie­re­frei zugänglich.