Warnanlagen,© Landeshauptstadt Düsseldorf/Feuerwehr

Warn­an­la­gen,© Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Feuerwehr

 

Warn­mit­tel im Zusammenspiel
Am Don­ners­tag, 10. Sep­tem­ber 2026, wird es in Düs­sel­dorf für ein paar Minu­ten laut: Um 11 Uhr löst die Feu­er­wehr sämt­li­che Sire­nen im Stadt­ge­biet aus. Anlass ist der sechste bun­des­weite Warn­tag, bei dem jähr­lich alle ver­füg­ba­ren Warn­ka­näle auf ihre Funk­ti­ons­fä­hig­keit geprüft wer­den. Par­al­lel zur städ­ti­schen Sire­nen­aus­lö­sung akti­viert das Bun­des­amt für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hilfe (BBK) das modu­lare Warn­sys­tem MoWaS, über das um 11.45 Uhr auch die Ent­war­nung ver­schickt wird. Auf die­sem Weg errei­chen Warn­mel­dun­gen gleich­zei­tig zahl­rei­che digi­tale Kanäle – dar­un­ter die Apps NINA und KATWARN, Radio- und Fern­seh­sen­der sowie digi­tale Info­ta­feln in der gan­zen Stadt. „Im Ernst­fall kommt es dar­auf an, mög­lichst alle Men­schen zu errei­chen. Des­halb set­zen wir bewusst auf eine Kom­bi­na­tion ver­schie­de­ner Warn­mit­tel”, erklärt David von der Lieth, Lei­ter der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf. Die regel­mä­ßi­gen Tests dien­ten sowohl der Über­prü­fung der Tech­nik als auch der Sen­si­bi­li­sie­rung der Bevöl­ke­rung für rich­ti­ges Ver­hal­ten im Ereignisfall.

Cell Broad­cast erreicht auch ohne App
Seit eini­gen Jah­ren kommt zusätz­lich Cell Broad­cast zum Ein­satz. Über die­sen Mobil­funk­dienst las­sen sich Warn­nach­rich­ten direkt auf Han­dys über­tra­gen, ohne dass dafür eine zusätz­li­che App instal­liert sein muss – ein Vor­teil, der beson­ders viele Men­schen erreicht. Wer eine sol­che Nach­richt erhält, sollte sich zusätz­lich über die App NINA, einen loka­len Radio­sen­der oder die Inter­net­sei­ten von Stadt und Feu­er­wehr wei­ter informieren.

99 Sire­nen und ein fes­ter Signalablauf
Das Düs­sel­dor­fer Sire­nen­netz umfasst mitt­ler­weile 99 Anla­gen und deckt das gesamte Stadt­ge­biet ab. Am Warn­tag wird eine fest­ge­legte Ton­folge getes­tet: Um 11 Uhr ertönt zunächst das Signal „Ent­war­nung” – ein ein­mi­nü­ti­ger Dau­er­ton. Um 11.06 Uhr folgt für eine Minute das auf- und abschwel­lende Signal „War­nung”, ehe um 11.12 Uhr erneut die „Ent­war­nung” gesen­det wird. Bis 2029 inves­tiert die Stadt rund 1,5 Mil­lio­nen Euro in die Moder­ni­sie­rung des Siren­net­zes. Weil moderne, gut gedämmte Fens­ter den Schall zuneh­mend abschir­men, wird die Reich­weite jeder ein­zel­nen Sirene per Schall­aus­brei­tungs­ana­lyse berech­net und Anzahl sowie Laut­stärke ent­spre­chend angepasst.

Rück­mel­dun­gen aus der Bevöl­ke­rung gefragt
Die Feu­er­wehr ist bei der Aus­wer­tung der Warn­mit­tel auf die Beob­ach­tun­gen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ange­wie­sen. „Die Rück­mel­dun­gen der Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer sind für uns von gro­ßer Bedeu­tung”, sagt Feu­er­wehr-Pres­se­spre­cher Alex­an­der Vie­ten. Sie häl­fen dabei, die Warn­stra­te­gie kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Wer etwas mel­den möchte, kann dies über die Social-Media-Kanäle von Stadt und Feu­er­wehr tun oder am Warn­tag selbst zwi­schen 10.45 und 12 Uhr das Gefah­ren­te­le­fon unter 0211–3889889 anru­fen. Hilf­reich sind dabei mög­lichst genaue Anga­ben zum eige­nen Stand­ort sowie dazu, ob die Sirene inner­halb oder außer­halb von Gebäu­den zu hören war. Aus­drück­lich weist die Feu­er­wehr dar­auf hin, dass der Not­ruf 112 aus­schließ­lich für echte Not­fälle gedacht ist und nicht für Nach­fra­gen zum Pro­be­alarm genutzt wer­den soll. Auch der Bund führt an die­sem Tag eine bun­des­weite Befra­gung durch; Rück­mel­dun­gen dazu kön­nen online unter www.warntag-umfrage.de an das BBK über­mit­telt werden.

Auch Rhein­bahn und Ver­kehrs­ma­nage­ment machen mit
Wie schon beim ers­ten bun­des­wei­ten Warn­tag im Sep­tem­ber 2020 wer­den auch dies­mal die rund 680 digi­ta­len Anzei­ge­ta­feln der Rhein­bahn an den Hal­te­stel­len sowie die Ver­kehrs­in­for­ma­ti­ons­ta­feln des städ­ti­schen Amtes für Ver­kehrs­ma­nage­ment genutzt. Ab dem Mor­gen des 10. Sep­tem­ber zei­gen die Tafeln Hin­weise zum Warn­tag, wäh­rend der eigent­li­chen Test­phase wird zusätz­lich klar­ge­stellt, dass keine tat­säch­li­che Gefahr besteht. Damit wer­den nicht nur Fahr­gäste im öffent­li­chen Nah­ver­kehr erreicht, son­dern auch Pend­ler, die mor­gens mit dem Auto in die Stadt fahren.

So ver­hält man sich bei Sirenenalarm
Im Ernst­fall gilt vor allem: Ruhe bewah­ren. Wer eine War­nung wahr­nimmt, sollte sich fort­lau­fend über Radio, Fern­se­hen, Inter­net und die sozia­len Netz­werke von Stadt und Feu­er­wehr infor­mie­ren und bei Bedarf auch das Gefah­ren­te­le­fon nut­zen, um kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen zu erhal­ten. Fami­lie, Freunde und Nach­barn soll­ten bei Bedarf eben­falls infor­miert wer­den. Die Not­ruf­num­mern 112 und 110 sind aus­schließ­lich ech­ten Not­fäl­len vor­be­hal­ten. Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es unter www.facebook.com/duesseldorf und www.facebook.com/duesseldorf.feuerwehr.

Elf Jahre modu­la­res Warnsystem
Die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf setzt das modu­lare Warn­sys­tem des BBK bereits seit elf Jah­ren ein. Über die ange­schlos­se­nen Apps wer­den nicht nur Push-Benach­rich­ti­gun­gen zu bevor­ste­hen­den Gefah­ren ver­schickt, son­dern auch kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen und all­ge­meine Not­fall­tipps. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ist der Warn­mit­tel­mix ste­tig gewach­sen: Neben Warn-Apps, Fern­se­hen und Radio zäh­len inzwi­schen auch Sire­nen, Cell Broad­cast sowie digi­tale Stadt- und Fahr­gast­in­for­ma­ti­ons­ta­feln dazu. Die App NINA steht dabei kos­ten­los für Android und iOS zur Verfügung.