Auf dem Schadowplatz wurde abwechselnd Tischtennis gespielt – auch Passantinnen und Passanten griffen spontan zum Schläger © Lokalbüro

Auf dem Scha­dow­platz wurde abwech­selnd Tisch­ten­nis gespielt – auch Pas­san­tin­nen und Pas­san­ten grif­fen spon­tan zum Schlä­ger © Lokalbüro

 

Tempo, Lebens­freude und jede Menge Tisch­ten­nis-Action: Der Scha­dow­platz ver­wan­delte sich am Mon­tag für einige Stun­den in eine Bühne für Frau­en­power. Im Rah­men ihrer deutsch­land­wei­ten Tour durch alle 16 Lan­des­haupt­städte mach­ten die „Ping­pong Power­frauen” Sta­tion in der Lan­des­haupt­stadt und setz­ten damit ein sicht­ba­res Zei­chen für Frauen, die trotz einer Par­kin­son-Erkran­kung sport­lich aktiv sind. Initi­iert wurde die Aktion von Anke Lei­den­ber­ger und Gun­nar Sahr, die mit ihrem Pro­jekt bun­des­weit für mehr Auf­merk­sam­keit für betrof­fene Frauen werben.

Tisch­ten­nis als Kraftquelle
Im Zen­trum der Initia­tive steht der Gedanke, dass Tisch­ten­nis weit mehr sein kann als nur Sport: Für Men­schen mit Par­kin­son gilt die Sport­art als beson­ders wir­kungs­voll, weil sie Koor­di­na­tion, Reak­ti­ons­schnel­lig­keit und Kon­zen­tra­tion glei­cher­ma­ßen for­dert und för­dert. Genau hier setzt das Pro­jekt an und will Frauen mit der Dia­gnose Par­kin­son eine Platt­form bie­ten, auf der sie sicht­bar wer­den und sich gegen­sei­tig stär­ken kön­nen. Beglei­tet wird die Tour von einer Wan­der­aus­stel­lung mit Roll-ups, die Por­träts betrof­fe­ner Frauen zeigt und der Erkran­kung damit im wahrs­ten Sinne ein Gesicht gibt.

Dass Düs­sel­dorf für einen Tour­stopp nahe­liegt, zeigt auch ein Blick in die Stadt selbst: Bei Borus­sia Düs­sel­dorf gibt es bereits seit eini­gen Jah­ren einen eige­nen Stütz­punkt von Ping­Pong­Par­kin­son Deutsch­land, an dem sich Betrof­fene regel­mä­ßig zum gemein­sa­men Trai­ning tref­fen. Die Lan­des­haupt­stadt hat sich damit längst einen Namen als Stand­ort für enga­gier­ten Par­kin­son-Tisch­ten­nis-Sport gemacht – unter ande­rem war Düs­sel­dorf bereits Gast­ge­ber inter­na­tio­na­ler Tur­niere in die­sem Bereich.

Pro­mi­nen­ter Besuch sorgte für gute Laune
Für zusätz­li­che Auf­merk­sam­keit sorgte der Besuch von Come­dian Mar­kus Maria Pro­fit­lich, der selbst zum Schlä­ger griff und gemein­sam mit den Spie­le­rin­nen für aus­ge­las­sene Stim­mung auf dem Platz sorgte. An den Tischen zeig­ten Spie­le­rin­nen aus Müns­ter, Dort­mund, Nord­horn, Düs­sel­dorf und wei­te­ren Städ­ten, mit wie viel Lei­den­schaft und Ehr­geiz sie bei der Sache sind. Zwi­schen Ball­wech­seln und Lachern wurde deut­lich: Hier ging es nicht nur um Sport, son­dern vor allem um Gemeinschaft.

Teil einer bun­des­wei­ten Signalwirkung
Der Stopp auf dem Scha­dow­platz war nur eine Etappe der „16 Lan­des­haupt­städte in 16 Tagen”-Tour, mit der die Initia­to­ren durch das ganze Land rei­sen, um in jeder Lan­des­haupt­stadt ein Zei­chen für mehr Sicht­bar­keit, Zusam­men­halt und Lebens­freude zu set­zen. Dass die Tour aus­ge­rech­net auf dem beleb­ten Scha­dow­platz halt­machte, passt gut: Mit­ten im Her­zen der Stadt konn­ten Pas­san­tin­nen und Pas­san­ten haut­nah mit­er­le­ben, wie viel Ener­gie und posi­tive Stim­mung in der Bewe­gung steckt – ein Auf­tritt, der zeigt, dass Sport ver­bin­den und stär­ken kann, weit über das Spiel­feld hinaus.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Initia­tive gibt es unter pingpongparkinson.de.