Sicherheit sichtbar machen: Rheinbahn erweitert Befragung der Fahrgäste

Symbolbild Rheinbahn Düsseldorf © Lokalbüro
Wie sicher fühlen sich die Menschen an den Haltestellen der Rheinbahn? Um das Sicherheitsempfinden ihrer Fahrgäste systematischer zu erfassen, baut das Verkehrsunternehmen seine Umfrage aus. Ab sofort können Fahrgäste ihre Erfahrungen und Eindrücke auch direkt in der Rheinbahn-App teilen, weiterhin ist die Teilnahme über die Internetseite möglich. Ziel ist ein differenziertes Bild des subjektiven Sicherheitsgefühls im gesamten Netz.
Neuer Baustein der Sicherheitsstrategie 2030
Die Rückmeldungen fließen in eine interne digitale Sicherheitskarte mit der Abkürzung SIKA ein. Sie ergänzt die fachliche Sicherheitsbewertung der Rheinbahn um die Sicht der Fahrgäste und soll als zusätzliche Grundlage dienen, um Maßnahmen gezielt zu planen und zu priorisieren. Besonders die Bedürfnisse vulnerabler Gruppen sollen dabei stärker berücksichtigt werden. Die Sicherheitskarte ist ein Baustein der Sicherheitsstrategie 2030 des Unternehmens. „Sicherheit ist für uns keine Einzelmaßnahme, sondern eine strategische Führungsaufgabe“, sagt Annette Grabbe, Vorstandsvorsitzende der Rheinbahn. Man betrachte Sicherheit ganzheitlich: Risiken sollen frühzeitig erkannt, die tatsächliche Sicherheit kontinuierlich erhöht und zugleich ernst genommen werden, wo Menschen sich unsicher fühlen. „Unsere Fahrgäste erleben unsere Haltestellen jeden Tag aus unterschiedlichen Perspektiven. Mit SIKA beziehen wir diese Wahrnehmungen noch systematischer in unsere Sicherheitsarbeit ein und verbinden sie mit der Erfahrung und Fachexpertise unserer Teams“, so Grabbe.
Haltestellen gezielt auswählen und bewerten
In der Umfrage können Teilnehmende einzelne Haltestellen auswählen und nach Kriterien wie Beleuchtung, Übersichtlichkeit oder Einsehbarkeit bewerten. So soll sichtbar werden, an welchen Orten sich Fahrgäste bereits sicher fühlen und wo aus ihrer Sicht Verbesserungsbedarf besteht. Die Teilnahme ist anonym, dauert nur wenige Minuten und erfordert keine Angabe personenbezogener Daten. In der App findet sich die Umfrage im Hauptmenü, im Internet ist sie unter www.rheinbahn.de/umfrage-sicherheit erreichbar. Intern werden die Rückmeldungen in einer sogenannten Heatmap visualisiert, einer farblich abgestuften Karte, die die Bewertungen räumlich bündelt. Sie liefert Hinweise, welche Bereiche bei der weiteren Betrachtung besondere Aufmerksamkeit verdienen.
Kundenfeedback in Verbesserungen übersetzen
Die Ergebnisse der Befragung werden mit der fachlichen Bewertung der Rheinbahn zusammengeführt. Auffällige Bereiche sollen anschließend vor Ort betrachtet und gemeinsam mit Fachleuten sowie externen Partnern bewertet werden. „Die Sicherheitskarte hilft uns dabei, genauer hinzuschauen und unsere Maßnahmen gezielt dort anzusetzen, wo Fahrgäste Handlungsbedarf wahrnehmen“, erklärt Christian Finke, Vorstand Betrieb und Infrastruktur der Rheinbahn. Gemeinsam mit den eigenen Fachleuten und je nach Fragestellung auch mit Polizei, Feuerwehr oder Ordnungsamt werde dann untersucht, welche baulichen, technischen oder betrieblichen Maßnahmen sinnvoll sind. „So machen wir aus Rückmeldungen konkrete Verbesserungen und entwickeln unsere Sicherheitsarbeit kontinuierlich weiter“, so Finke.