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Nachlese zwei Wochen Backstreet Boys: Düsseldorf feiert den Pop-Ausnahmezustand

Düsseldorf im Weiß Blauem Fieber © Lokalbüro
Warm Up Party vor dem Uerige © LB / Olaf Oidtmann

Zehn Kon­zerte, Zehn­tau­sende Fans in Weiß und Hell­blau, eine Stadt im Dau­er­ju­bel: Mit dem letz­ten Auf­tritt am 7. Okto­ber ist die Resi­dency der Back­street Boys in der Mer­kur Spiel-Arena zu Ende gegan­gen. Gut zwei Wochen lang präg­ten die Fans das Stadt­bild, in der Alt­stadt, am Rhein und rund um die Königs­al­lee. Die Bilanz fällt durch­weg posi­tiv aus. Düs­sel­dorf erlebte ein inter­na­tio­na­les Musik­fest vol­ler Begeis­te­rung, fröh­li­cher Begeg­nun­gen und fried­li­chem Miteinander.

Ein Start mit Surf­boards
Zum Auf­takt am 25. Sep­tem­ber schwebte die Band nach einem auf­wen­di­gen Video-Intro von der Hal­len­de­cke auf die Bühne – eine Hom­mage an ihre Tour von 1999. Nach Anga­ben des Ver­an­stal­ters Live Nation wur­den rund 450.000 Tickets ver­kauft. Düs­sel­dorf war in die­sem Jahr der ein­zige Europa-Stopp der Band. In der Arena sang das Publi­kum von „Lar­ger Than Life“ bis „I Want It That Way“ jede Zeile mit. Die Begeis­te­rung war vom ers­ten Abend an spür­bar und machte die Kon­zert­se­rie zu einem beson­de­ren Erleb­nis für Fans aus nah und fern.

War­ten vor dem Brei­den­ba­cher Hof
Wer den Stars näher­kom­men wollte, brauchte Geduld. Vor dem Brei­den­ba­cher Hof an der Königs­al­lee war­te­ten Fans oft stun­den­lang hin­ter den Absper­run­gen, viele in hell­blauen Jacken und Pull­overn, man­che mit Mer­chan­dise der Band. Auch unser Lokal­büro stand dort. In den War­te­zei­ten kamen wir mit vie­len net­ten Fans ins Gespräch, die aus der Region, aus ande­ren Bun­des­län­dern und aus dem Aus­land ange­reist waren. Es wurde erzählt, gelacht und gemein­sam gehofft, einen Blick auf die Musi­ker zu erha­schen. Am 3. Okto­ber, dem Geburts­tag von Kevin Richard­son, trat die Band schließ­lich für rund zehn Minu­ten vor das Hotel. Es gab Ständ­chen, Win­ken und Sel­fies, und auch uns gelang der ersehnte Schnapp­schuss der Boys. Die Freude der Fans war dabei min­des­tens so anste­ckend wie die Musik selbst.

Fan-Shop am Markt­platz
Eine wei­tere Anlauf­stelle war der Mill­en­nium-Pop-up-Store in der alten Käm­me­rei am Markt­platz. Dort bil­de­ten sich an vie­len Tagen lange Schlan­gen. Wer Shirts, Caps oder Erin­ne­rungs­stü­cke wollte, musste Zeit mit­brin­gen, was der Stim­mung aber kaum scha­dete. Für viele gehörte der Besuch des Shops ebenso zum Kon­zert­er­leb­nis wie das gemein­same Sin­gen und Feiern.

Mit der Back­street-Bahn durch die Stadt
Die Rhein­bahn ver­wan­delte eine ihrer Par­ty­bah­nen in „I Want It That Way – The Express“. Laut Ankün­di­gung war die Bahn im futu­ris­ti­schen Weiß der Jahr­tau­send­wende gestal­tet. Hits lie­fen in vol­ler Laut­stärke, dazu gab es Snacks und Pro­secco. Wie die Fahr­ten tat­säch­lich ver­lie­fen, zei­gen Fotos aus der Bahn: Fahr­gäste in Weiß und Blau, ein Sän­ger mit Mikro­fon, viel Geläch­ter und gemein­sa­mes Mit­sin­gen. Auch hier wurde deut­lich, dass die Begeis­te­rung für die Back­street Boys Men­schen zusam­men­brachte und aus einer Fahrt durch Düs­sel­dorf ein gemein­sa­mes Party-Erleb­nis machte.

Warm-up vor dem Uerige, After­show im Hen­kel-Saal
Gefei­ert wurde nicht nur in der Arena. Vor dem Brau­haus Uerige stimm­ten sich Fans bei einer Warm-up-Party auf die Kon­zerte ein. Die Alt­stadt war dicht gefüllt, an man­chen Stel­len ging es nur im Schritt­tempo voran. Trotz des Gedrän­ges blieb die Stim­mung durch­weg fried­lich und aus­ge­las­sen. Über­all wurde gelacht, gesun­gen und die Vor­freude auf die Auf­tritte geteilt. Nach den Shows ging es im Hen­kel-Saal wei­ter, wo am 25. und 26. Sep­tem­ber die Party „Back to the 90s“ lief. Für bis zu 1.100 Gäste pro Abend gab es Foto­spots, Erleb­nis­be­rei­che und 90er-Hits von Back­street Boys bis Euro­dance. Ein Kon­zert­ti­cket brauchte man dafür nicht. Auch andere Lokale und Hotels der Stadt luden zu After-Con­cert-Par­tys ein. Die Kon­zert­se­rie wurde so zu einem Erleb­nis, das weit über die Arena hinausreichte.

Rat­haus-Emp­fang, Gol­de­nes Buch und volle Hotels
Auch die Stadt Düs­sel­dorf wür­digte die beson­dere Bedeu­tung der Kon­zert­se­rie. Ober­bür­ger­meis­ter Ste­phan Kel­ler emp­fing die Back­street Boys im Jan-Wel­lem-Saal des Rat­hau­ses. Die Sän­ger tru­gen sich bei die­ser Gele­gen­heit ins Gol­dene Buch der Stadt ein. Der offi­zi­elle Emp­fang unter­strich den Stel­len­wert des inter­na­tio­na­len Musik­ereig­nis­ses für Düs­sel­dorf. Auch wirt­schaft­lich machte sich der Besuch bemerk­bar: Visit Düs­sel­dorf mel­dete an vie­len Kon­zert­ta­gen eine Hotel­aus­las­tung von rund 90 Pro­zent und mehr, deut­lich über den Wer­ten des Vor­jah­res. Laut einer Mobil­funk­ana­lyse kamen gut 16 Pro­zent der Besu­cher aus dem Aus­land, vor allem aus Groß­bri­tan­nien, den Nie­der­lan­den und der Schweiz wie die Rhei­ni­sche Post berich­tete. Die Stadt begrüßte damit nicht nur zahl­rei­che zusätz­li­che Gäste, son­dern wurde für gut zwei Wochen zum Treff­punkt von Fans aus vie­len Ländern.

Weiß-blaues Stadt­bild
Wer in die­sen Tagen durch Düs­sel­dorf lief, begeg­nete den Fans über­all: am Bahn­hof, auf der Scha­dow­straße, am Rhein­ufer und natür­lich vor der Arena. Weiß und Hell­blau präg­ten das Stadt­bild. Viele Fans kamen mit­ein­an­der ins Gespräch, tausch­ten Erin­ne­run­gen aus und freu­ten sich gemein­sam auf die Kon­zerte. Auch das Wet­ter spielte an den meis­ten Tagen mit und bescherte den Fans beste Vor­aus­set­zun­gen für ihre Zeit in Düs­sel­dorf. Ledig­lich am Final­tag reg­nete es, und das geplante Feu­er­werk musste aus­fal­len. Doch selbst das konnte die Stim­mung unter dem geschlos­se­nen Are­n­a­dach nicht trüben.

Was bleibt
Düs­sel­dorf hat zwei Wochen lang gezeigt, wie viel Freude Musik in eine Stadt brin­gen kann. Zehn Kon­zerte, Zehn­tau­sende begeis­terte Fans und unzäh­lige gemein­same Momente mach­ten diese Zeit zu etwas Beson­de­rem. Men­schen aus ver­schie­de­nen Län­dern kamen zusam­men, san­gen, lach­ten und fei­er­ten fried­lich mit­ein­an­der. Die Stadt prä­sen­tierte sich als herz­li­cher Gast­ge­ber, die Alt­stadt wurde zum Treff­punkt der Fans und die Begeis­te­rung war über­all zu spü­ren. Was bleibt, sind nicht nur die Erin­ne­run­gen an große Kon­zert­mo­mente, son­dern auch an neue Begeg­nun­gen, strah­lende Gesich­ter und das Gefühl, Teil von etwas Gemein­sa­men gewe­sen zu sein. Ob die Back­street Boys wie­der­kom­men, ist offen. Die Fans wer­den sie jeden­falls mit offe­nen Armen emp­fan­gen. Und bis dahin bleibt ein Gedanke: Wie schön es ist, wenn Musik Men­schen ver­bin­det und eine ganze Stadt für zwei Wochen zum Lächeln bringt.

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