Mehrere Tausend heute bei der Demonstration © Lokalbüro

Meh­rere Tau­send heute bei der Demons­tra­tion © Lokalbüro

 

Meh­rere Tau­send Men­schen haben am Sonn­tag in der Düs­sel­dor­fer Innen­stadt für poli­ti­sche Ver­än­de­run­gen im Iran demons­triert. Nach Anga­ben der Poli­zei betei­lig­ten sich etwa 5.000 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer an der Kund­ge­bung, die zeit­weise durch zen­trale Stra­ßen der City führte.

Die Demons­trie­ren­den, unter ihnen zahl­rei­che Mit­glie­der der ira­ni­schen Dia­spora, for­der­ten einen grund­le­gen­den poli­ti­schen Wan­del in ihrem Hei­mat­land. Auf Trans­pa­ren­ten und Ban­nern waren neben all­ge­mei­nen Frei­heits­for­de­run­gen auch Por­träts von Reza Pahl­avi zu sehen. Der Sohn des 1979 gestürz­ten Schahs wird von Tei­len der Oppo­si­tion als mög­li­che Über­gangs­fi­gur für eine künf­tige Neu­ord­nung des Staa­tes betrachtet.

Der Auf­zug ver­lief nach Ein­schät­zung der Ein­satz­kräfte ohne grö­ßere Zwi­schen­fälle. Die Poli­zei war mit einem ver­stärk­ten Auf­ge­bot vor Ort, um die Ver­samm­lung sowie klei­nere Gegen­kund­ge­bun­gen zu beglei­ten und von­ein­an­der zu trennen.

Im Umfeld der Demons­tra­tion kam es ins­be­son­dere rund um den Haupt­bahn­hof und die Hein­rich-Heine-Allee zu Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen. Der öffent­li­che Nah­ver­kehr war zeit­weise ein­ge­schränkt. Am spä­ten Nach­mit­tag löste sich die Ver­samm­lung plan­mä­ßig auf.

Die Kund­ge­bung reiht sich ein in eine Serie von Pro­tes­ten, mit denen Exil-Ira­ner in ver­schie­de­nen deut­schen Städ­ten auf die poli­ti­sche Lage in ihrem Her­kunfts­land auf­merk­sam machen.