
Rheinallee in Heerdt mit Leuchten des historischen Modells Alt Düsseldorf, die im Mai 2025 mit LED-Technik umgerüstet wurden © Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Verkehrsmanagement
In der Halbuschsiedlung in Düsseldorf-Wersten beginnt Mitte März die Umrüstung der gasbetriebenen Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik. Nach Angaben der Stadt soll dabei in den meisten Fällen die historische Form der Laternen erhalten bleiben.
Insgesamt betrifft die Maßnahme rund 60 Leuchten im Quartier westlich des Henkel-Werks. Bei der Mehrheit der Lichtpunkte wird lediglich die Technik ausgetauscht: Die bisherigen Gasleuchten werden auf Strombetrieb umgestellt, während ihr äußeres Erscheinungsbild bestehen bleibt.
Anders ist die Situation entlang der äußeren Erschließungsstraßen der Siedlung. An der Halbuschstraße und an der Werstener Friedhofstraße müssen an 17 Standorten neue Straßenleuchten installiert werden. Hintergrund sind höhere lichttechnische Anforderungen an die Verkehrssicherheit, unter anderem wegen der dort verkehrenden Buslinie.
Die Modernisierung der Beleuchtung hatte die Bezirksvertretung 9, die für Wersten sowie mehrere südliche Stadtteile zuständig ist, bereits im Juni 2025 beschlossen.
Die Umrüstung unter Erhalt der historischen Leuchtenform ist in mehreren Straßen der Halbuschsiedlung vorgesehen: am Alice-Heye-Platz, im Burgenlandweg, in der Ellystraße, der Hermannstadtstraße, der Klingelhöferstraße sowie im Siebenbürgenweg. Grundsätzlich sollen die neuen Leuchten an den bisherigen Standorten installiert werden. In Einzelfällen können sie jedoch leicht versetzt werden, etwa aus Gründen der Barrierefreiheit oder um Einfahrten und Parkflächen besser freizuhalten.
Ausgeführt werden die Arbeiten von der Netzgesellschaft Düsseldorf im Auftrag der Landeshauptstadt. Vor Beginn der Bauarbeiten will die Stadt die Anwohner informieren. Laternen, die ersetzt werden müssen, erhalten vor Ort Aufkleber mit einem QR-Code zu weiteren Informationen. Zudem bittet die Stadt die Bewohner, während der Bauphase keine Fahrräder an den entsprechenden Masten anzuschließen.
Mit der Umstellung verbindet die Stadt deutliche Einsparungen beim Energieverbrauch und bei den Betriebskosten. Durch die Umrüstung der 77 Lichtpunkte in der Halbuschsiedlung sinkt der jährliche Energiebedarf von bislang etwa 351.500 Kilowattstunden auf rund 6.400 Kilowattstunden. Das entspricht einer Einsparung von rund 345.100 Kilowattstunden und damit etwa dem jährlichen Heizwärmebedarf von rund 130 durchschnittlichen Wohnungen in Düsseldorf. Auch die Unterhaltungskosten sollen laut Verwaltung um mehr als 85 Prozent sinken.
Die Finanzierung erfolgt aus den im städtischen Haushalt vorgesehenen Mitteln für die öffentliche Beleuchtung.
Grundlage für die Maßnahme ist ein Ratsbeschluss aus dem September 2023. Demnach sollen nahezu alle der rund 13.600 Gaslaternen in Düsseldorf auf Strombetrieb umgestellt werden. Eine Ausnahme bilden lediglich die historischen Leuchten im Hofgarten, die als Gartendenkmal erhalten bleiben. Nach Angaben der Stadt lassen sich durch den Wechsel von Gas- zu LED-Technik pro Lichtpunkt rund 98 Prozent der bisherigen Emissions- und Verbrauchswerte einsparen. Zudem verspricht sich die Stadt eine stabilere Beleuchtung und weniger Störungen im Betrieb.


