Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (2.v.l.) und Umweltdezernent Jochen Kral (r.) haben gemeinsam mit Melanie Spengler, Geschäftsführerin der ZWD, und Ralf Krüger (3.v.r.), Betriebsleiter Papierrecycling der ZWD, zwei neue vollelektrisch betriebene Müllsammelfahrzeuge der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dabei waren auch die beiden Fahrer der neuen Fahrzeuge: Rolf Weißenberg (l.) und Abdel Atalsi (3.v.l.). © Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert

Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hintzsche (2.v.l.) und Umwelt­de­zer­nent Jochen Kral (r.) haben gemein­sam mit Mela­nie Speng­ler, Geschäfts­füh­re­rin der ZWD, und Ralf Krü­ger (3.v.r.), Betriebs­lei­ter Papier­re­cy­cling der ZWD, zwei neue voll­elek­trisch betrie­bene Müll­sam­mel­fahr­zeuge der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt. Mit dabei waren auch die bei­den Fah­rer der neuen Fahr­zeuge: Rolf Wei­ßen­berg (l.) und Abdel Ata­lsi (3.v.l.). © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Ingo Lammert

 

Zukunfts­werk­statt und Stadt stel­len voll­elek­tri­sche Fahr­zeuge vor – rund 60 Ton­nen CO₂ weni­ger pro Jahr

Die Alt­pa­pier­samm­lung in meh­re­ren Düs­sel­dor­fer Stadt­tei­len wird künf­tig deut­lich kli­ma­freund­li­cher orga­ni­siert. Die Zukunfts­werk­statt Düs­sel­dorf (ZWD) hat gemein­sam mit der Stadt am Frei­tag auf dem Rat­haus­vor­platz zwei neue voll­elek­trisch betrie­bene Müll­sam­mel­fahr­zeuge vor­ge­stellt. Die Fahr­zeuge sind bereits seit Dezem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res im Ein­satz und über­neh­men die Lee­rung der blauen Tonnen.

Mit den neuen E‑Lkw ersetzt die ZWD zwei die­sel­be­trie­bene Sam­mel­fahr­zeuge. Ein­ge­setzt wer­den sie beim Papier­re­cy­cling in den Stadt­tei­len Rath, Unter­bach, Ger­res­heim, Unter­rath, Urden­bach und Wers­ten. Dort leert die Zukunfts­werk­statt im Auf­trag der Stadt jede Woche rund 16.400 blaue Ton­nen. Im Jahr 2025 kamen dabei knapp 5.500 Ton­nen Alt­pa­pier zusammen.

Die Stadt ver­bin­det mit der Umstel­lung auf Elek­tro­mo­bi­li­tät meh­rere Ziele. „Die sepa­rate Erfas­sung und das Recy­cling von Alt­pa­pier ist an sich bereits ein Bei­trag zum Res­sour­cen- und Kli­ma­schutz. Durch den Ein­satz der neuen bat­te­rie­elek­tri­schen Fahr­zeuge wird dies nun noch­mals ein Stück kli­ma­freund­li­cher“, erklärte Umwelt­de­zer­nent Jochen Kral. Nach Berech­nun­gen der Stadt kön­nen durch die bei­den Fahr­zeuge jähr­lich rund 60 Ton­nen CO₂ ein­ge­spart wer­den. Die Maß­nahme zahlt damit auf das Ziel ein, Düs­sel­dorf bis 2035 kli­ma­neu­tral zu machen.

Die Zukunfts­werk­statt Düs­sel­dorf ist seit 1989 auf dem kom­mu­na­len Arbeits­markt aktiv und unter­stützt Men­schen beim Wie­der­ein­stieg in Beschäf­ti­gung. Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hintzsche betonte bei der Vor­stel­lung der Fahr­zeuge die Bedeu­tung des Unter­neh­mens für die Stadt: „Als Unter­neh­men der Sozi­al­wirt­schaft schafft die ZWD beruf­li­che Per­spek­ti­ven für Men­schen, die auf ihrem Weg zurück in den Arbeits­markt umfas­sende Unter­stüt­zung benö­ti­gen.“ Die Samm­lung von Alt­pa­pier in meh­re­ren Stadt­tei­len gehört dabei zu den zen­tra­len Aufgaben.

Auch im täg­li­chen Ein­satz zei­gen sich Vor­teile der neuen Tech­nik. Die elek­tri­schen Sam­mel­fahr­zeuge sind deut­lich lei­ser als her­kömm­li­che Die­sel-Lkw. Für Fah­rer, Ver­kehrs­teil­neh­mer und Anwoh­ner bedeu­tet das eine spür­bare Ent­las­tung im Stadt­ver­kehr. Zudem ent­fal­len die typi­schen Motor­vi­bra­tio­nen, was den Fahr­kom­fort erhöht. Auch Geruchs­be­las­tun­gen, etwa bei häu­fi­gem Anfah­ren und Ran­gie­ren, tre­ten nicht mehr auf.

Nach den ers­ten Mona­ten im Betrieb fällt die Bilanz posi­tiv aus. „Unsere Fah­rer berich­ten sehr posi­tiv über die neuen Fahr­zeuge. Gerade im dich­ten Stadt­ver­kehr macht sich die ruhige und gleich­mä­ßige Fahr­weise bemerk­bar“, sagte Ralf Krü­ger, Betriebs­lei­ter Papier­re­cy­cling der ZWD. Das ver­bes­sere die Arbeits­si­tua­tion im All­tag deutlich.

Auf­fäl­lig sind die neuen Fahr­zeuge auch optisch. Mit ihrem moder­nen Design zie­hen sie im Stra­ßen­bild Auf­merk­sam­keit auf sich. Immer wie­der komme es zu spon­ta­nen Gesprä­chen oder Nach­fra­gen von Pas­san­ten, berich­ten Mit­ar­bei­ter der ZWD.

Für die Zukunfts­werk­statt ist die Inves­ti­tion zugleich ein Signal für den Wan­del in der kom­mu­na­len Abfall­wirt­schaft. „Die voll­elek­tri­schen Lkw sind ein wich­ti­ger Schritt hin zu einer nach­hal­ti­ge­ren Abfall­wirt­schaft in Düs­sel­dorf“, sagte ZWD-Geschäfts­füh­re­rin Mela­nie Speng­ler. Dass das Pro­jekt mit Unter­stüt­zung der Stadt und des Amtes für Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz umge­setzt wer­den konnte, zeige, wie kom­mu­nale För­de­rung und prak­ti­sche Umset­zung zusam­men­wir­ken könnten.

Die bei­den Fahr­zeuge kos­te­ten ins­ge­samt rund eine Mil­lion Euro. Die Lan­des­haupt­stadt steu­erte dafür 550.000 Euro aus dem Kli­ma­schutz­etat des Vor­jah­res bei. Damit setzt Düs­sel­dorf einen wei­te­ren Bau­stein auf dem Weg zu einer emis­si­ons­är­me­ren kom­mu­na­len Infrastruktur.

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