Archiv Iran Demo Düsseldorf © Lokalbüro

Archiv Iran Demo Düs­sel­dorf © Lokalbüro

 

Meh­rere Tau­send Men­schen haben am Sams­tag in Düs­sel­dorf gegen die poli­ti­sche Füh­rung im Iran demons­triert. Nach Anga­ben der Poli­zei betei­lig­ten sich etwa 2500 Teil­neh­mer an den Pro­test­ak­tio­nen. Die Ver­samm­lun­gen ver­lie­fen nach Poli­zei­an­ga­ben ohne beson­dere Zwischenfälle.

Aus­gangs­punkt der Demons­tra­tio­nen war am frü­hen Nach­mit­tag der Bereich der Fried­rich-Ebert-Straße. Von dort aus beweg­ten sich die Teil­neh­mer in zwei unter­schied­li­chen Demons­tra­ti­ons­zü­gen durch die Innen­stadt. Ein Teil der Demons­trie­ren­den zog in Rich­tung Burg­platz, eine wei­tere Gruppe hielt eine Kund­ge­bung auf dem Markt­platz ab.

Wäh­rend der Pro­teste waren zahl­rei­che Trans­pa­rente und Pla­kate zu sehen, auf denen poli­ti­sche Ver­än­de­run­gen im Iran gefor­dert wur­den. Einige Teil­neh­mer tru­gen außer­dem Bil­der von Reza Pahl­avi, dem Sohn des letz­ten ira­ni­schen Schahs. Teile der ira­ni­schen Oppo­si­tion sehen in ihm eine mög­li­che Figur für eine poli­ti­sche Über­gangs­phase im Iran.

Die Zahl der Demons­trie­ren­den blieb unter den Erwar­tun­gen der Ver­an­stal­ter. Im Vor­feld waren rund 7000 Teil­neh­mer für die Aktio­nen ange­mel­det wor­den. Eine Woche zuvor hat­ten sich laut Poli­zei etwa 5000 Men­schen an einer ähn­li­chen Demons­tra­tion in der nord­rhein-west­fä­li­schen Lan­des­haupt­stadt beteiligt.

Die Poli­zei beglei­tete die Demons­tra­tio­nen mit Ein­satz­kräf­ten. Nach Abschluss der Ver­an­stal­tun­gen zog sie eine ruhige Bilanz: Die Pro­teste seien fried­lich ver­lau­fen und hät­ten keine grö­ße­ren Poli­zei­ein­sätze erfor­der­lich gemacht.